NRW-Verkehrsminister bei Infrastruktur-Gesetz gegen Parteilinie
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Infrastrukturpolitik in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf () – Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz stößt bei den Grünen bisher eigentlich auf starke Ablehnung – nicht aber so beim grünen NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer.
„Es gibt einige gute Punkte, die vereinfachen und beschleunigen, wie die vorgesehene stärkere Digitalisierung bei Prozessen und Beteiligungsverfahren“, sagte er dem „Tagesspiegel“. So sei im Umweltrecht derzeit bei größeren Projekten ein Raumordnungsverfahren vorgesehen, gefolgt von einer Umweltverträglichkeitsprüfung.
Das hält Krischer für unnötig: „Richtig ist, dass das zusätzliche Raumordnungsverfahren für die Schiene abgeschafft wird, weil es sich dort im Prinzip um eine Doppelprüfung handelt.“
Hilfreich findet der Landesverkehrsminister auch, dass Radwege zukünftig fester Teil des Neu- und Ersatzbaus von Straßenbrücken sein sollen. Andererseits sieht er in dem Gesetzesentwurf die Tendenz, Beteiligungsrechte ohne Not zu reduzieren.
„Man kann den Eindruck gewinnen, dass es da nicht mehr um Beschleunigung geht, sondern darum, sondern darum, die Umweltverbände mit ihren absolut berechtigten Einwänden loszuwerden.“
In vielen Fällen seien es weder Umweltstandards noch Beteiligungsrechte, die Projekte verzögern. Stattdessen seien überlastete Verwaltungen oder komplexe Behördenzuständigkeiten über verschiedene politische Ebenen die Ursache.
So würden Planungen der Länder durch den Bund „oft nur mit erheblichen Verzögerungen“ freigegeben. In anderen Fällen fehle dann oft das Geld, um mit baureifen Projekten beginnen zu können, so der grüne NRW-Verkehrsminister.
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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Grüne, NRW-Verkehrsminister, Oliver Krischer, Tagesspiegel, Umweltverbände
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Düsseldorf
Worum geht es in einem Satz?
Der NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer zeigt sich zwar offen für positive Aspekte des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes, wie Digitalisierung und die Einbeziehung von Radwegen, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der möglichen Reduzierung von Beteiligungsrechten für Umweltverbände.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Ablehnung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes bei den Grünen
Unterstützung durch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer
Geplante Digitalisierung von Prozessen und Beteiligungsverfahren
Abschaffung des Raumordnungsverfahrens bei Schienenprojekten
Einbindung von Radwegen in den Neubau von Straßenbrücken
Bedenken hinsichtlich der Reduzierung von Beteiligungsrechten
Verzweigungen in Planungsfreigaben zwischen Bund und Ländern
Mangelnde finanzielle Mittel für baureife Projekte
Überlastung der Verwaltungen und komplexe Behördenzuständigkeiten
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Oliver Krischer, dem grünen NRW-Verkehrsminister, zitiert. Er äußert sich sowohl positiv zu bestimmten Aspekten des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes als auch kritisch über die Reduzierung von Beteiligungsrechten.