Linke beklagt teure Microsoft-Abhängigkeit in Hamburger Verwaltung

Abhängigkeit von Microsoft in Hamburg

Hamburg () – Die Hamburger Verwaltung ist nach einer Anfrage der Linksfraktion weitgehend von Angeboten des US-Konzerns abhängig. Die Fraktion kritisiert, dass der Senat die Kosten für die Einführung und Nutzung von Microsoft 365 verschweige und eigene Ziele zum bevorzugten Einsatz von Open-Source- ignoriere, teilte die netzpolitische Sprecherin der Linken, Marie Kleinert, mit.

Kleinert wies darauf hin, dass die Stadt rund 140 Millionen Euro Steuergeld in die Entwicklung der eigenen Lösung ‚Phoenix‘ gesteckt, das Projekt dann aber aufgegeben habe.

Stattdessen flössen nun monatlich Millionenbeträge an Lizenzgebühren an Microsoft. Zudem bestehe eine ‚katastrophale Rechtsunsicherheit‘, da US- wie der CLOUD Act auch bei EU-Rechenzentren Zugriffe auf erlaubten.

Telemetriedaten, die zur Produktverbesserung geteilt würden, ermöglichten zudem tiefe Einblicke in die Arbeitsprozesse der Behörden.

In seiner Antwort auf die Große Anfrage verwies der Senat darauf, dass die ‚European Data Boundary‘ eine Speicherung der Daten innerhalb der EU garantiere. Im Konfliktfall werde dem EU- Vorrang gegeben.

Die Lizenzkosten seien vertraulich, da sie Betriebsgeheimnisse darstellten. Eine Umstellung auf Open-Source-Lösungen wie in Schleswig-Holstein sei komplex und die Überlegungen dazu noch nicht abgeschlossen.

Für den Fall, dass das EU-US-Datenschutzabkommen falle, existiere ein Konzept für einen geordneten Rückzug.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Linksfraktion, US-Konzern Microsoft, Senat, Open-Source-Software, Marie Kleinert, Stadt Hamburg, 'Phoenix', CLOUD Act, European Data Boundary, Schleswig-Holstein, EU-US-Datenschutzabkommen.

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Wo spielt die Handlung des Artikels?

Hamburg

Worum geht es in einem Satz?

Die Hamburger Verwaltung ist stark auf Microsoft angewiesen und ignoriert eigene Ziele zur Förderung von Open-Source-Software, während die Linksfraktion kritisiert, dass die Kosten für Microsoft 365 sowie rechtliche Unsicherheiten aufgrund US-amerikanischer Gesetze verschwiegen werden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Abhängigkeit der Hamburger Verwaltung von Microsoft
  • Kritische Anfrage der Linksfraktion
  • Verschwiegenheit der Kosten für Microsoft 365
  • Ignorierte Ziele zum Einsatz von Open-Source-Software
  • Hohe Investitionen in das Projekt 'Phoenix'
  • Aufgabe des 'Phoenix'-Projekts
  • Monatliche Lizenzgebühren an Microsoft
  • Rechtsunsicherheit durch den CLOUD Act
  • Teilen von Telemetriedaten
  • Verweis des Senats auf die 'European Data Boundary'
  • Vertraulichkeit der Lizenzkosten
  • Komplexität der Umstellung auf Open-Source-Lösungen
  • Konzept für geordneten Rückzug bei Wegfall des EU-US-Datenschutzabkommens

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Politik, Öffentlichkeit und Medien reagierten folgendermaßen:

- Linksfraktion kritisiert Abhängigkeit von Microsoft
- Vorwurf, Senat verschweigt Kosten von Microsoft 365
- Ignorierung eigener Ziele zur Open-Source-Software
- Hinweise auf hohe Kosten für Entwicklungsprojekt 'Phoenix'
- Monatliche Lizenzgebühren an Microsoft
- Bedenken hinsichtlich Rechtsunsicherheit durch den CLOUD Act
- Senat verweist auf 'European Data Boundary' für Datenspeicherung in der EU
- Lizenzkosten als vertrauliche Betriebsgeheimnisse
- Umstellung auf Open-Source als komplex bezeichnet
- Konzept für geplanten Rückzug bei Problemen mit EU-US-Datenschutzabkommen

Welche Konsequenzen werden genannt?

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  • Geheimhaltung der Lizenzkosten
  • Komplexität der Umstellung auf Open-Source-Lösungen
  • Konzept für geordneten Rückzug bei Fall des EU-US-Datenschutzabkommens

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Marie Kleinert, der netzpolitischen Sprecherin der Linken, zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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