Wirtschaft: Freihandelsabkommen in Europa und Deutschland
Berlin () – Aus Sicht von zwei von drei Deutschen (66 Prozent) bringt die geplante Ausweitung von Freihandelsabkommen für Europa eher Vorteile.
Jeder Sechste (17 Prozent) sieht darin eher Nachteile, ebenso viele (17 Prozent) trauen sich kein Urteil zu. Das ergab eine Umfrage von Infratest unter 1.319 Wahlberechtigten für die ARD von Montag bis Mittwoch dieser Woche.
Eher Vorteile sehen klare Mehrheiten der Anhänger von Grünen (89 Prozent), Union (81 Prozent), SPD (78 Prozent) und Linke (70 Prozent). Auch jeder zweite Anhänger der AfD (51 Prozent) sieht in Freihandelsabkommen eher Vorteile für Europa, jeder Dritte (33 Prozent) sieht darin eher Nachteile.
Ende Januar haben die Europäische Union und Indien nach mehr als 20 Jahren Verhandlung den politischen Abschluss eines gemeinsamen Freihandelsabkommens bekannt gegeben. Zuvor hatten auch die EU und die Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay nach über 25 Jahren Verhandlung ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Eine knappe Mehrheit des EU-Parlaments hat anschließend allerdings die nochmalige Prüfung des EU-Mercosur-Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof beschlossen.
Über den Umgang mit dieser Entscheidung des EU-Parlaments gibt es unter den Wahlberechtigten in Deutschland unterschiedliche Meinungen: 47 Prozent sind der Meinung, das Freihandelsabkommen sollte trotzdem vorläufig angewandt werden, um die Wirtschaft und Unabhängigkeit Europas schnell zu fördern. 41 Prozent hingegen finden, die Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof sollte abgewartet werden, um die Einhaltung europäischer Mindeststandards zu gewährleisten.
Für eine vorläufige Anwendung des Abkommens sprechen sich Mehrheiten der Anhänger von Union (65 Prozent), Grünen (64 Prozent) und SPD (60 Prozent) aus. Für ein Abwarten der EuGH-Prüfung votiert eine Mehrheit der AfD-Anhänger (61 Prozent). Die Anhänger der Linken sind in dieser Frage gespalten: 40 Prozent sind für eine vorläufige Anwendung, 44 Prozent für ein Abwarten der Prüfung.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hafen von Rio de Janeiro (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor. Daher kann keine Liste erstellt werden.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Grüne, Union, SPD, Linke, AfD, Europäische Union, Indien, Mercosur, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Europäischen Gerichtshof, EU-Parlament
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum oder der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist: Montag bis Mittwoch dieser Woche (also ein Zeitraum innerhalb einer spezifischen Woche). Der spezifische Monat und das Jahr sind jedoch nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen die beschriebenen Ereignisse stattfinden oder stattfanden, sind: Europa, Indien, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Eine Umfrage zeigt, dass 66 Prozent der Deutschen die geplante Ausweitung von Freihandelsabkommen für Europa eher positiv bewerten, während 17 Prozent skeptisch sind und 17 Prozent keine Meinung haben; zudem sind die Ansichten zur vorläufigen Anwendung des EU-Mercosur-Abkommens unter den Wählern unterschiedlich.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Umfrageergebnisse von Infratest
- Mehrheit der Deutschen sieht Vorteile in Freihandelsabkommen
- Politischer Abschluss von Freihandelsabkommen zwischen EU und Indien
- Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens nach langen Verhandlungen
- EU-Parlament beschließt Prüfung des EU-Mercosur-Abkommens durch den Europäischen Gerichtshof
- Verschiedene Meinungen zum Umgang mit der Entscheidung im deutschen Wahlvolk
- Unterstützung für vorläufige Anwendung des Abkommens und Industrieanreize
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Zwei von drei Deutschen sehen Vorteile in der Ausweitung von Freihandelsabkommen für Europa (66 Prozent)
- 17 Prozent sehen eher Nachteile, 17 Prozent können kein Urteil fällen
- Klare Mehrheiten unter den Anhängern von Grünen (89 Prozent), Union (81 Prozent), SPD (78 Prozent) und Linken (70 Prozent) für Vorteile
- 51 Prozent der AfD-Anhänger sehen ebenfalls eher Vorteile, 33 Prozent eher Nachteile
- EU und Indien haben politisches Freihandelsabkommen nach 20 Jahren Verhandlungen abgeschlossen
- EU und Mercosur-Staaten haben nach 25 Jahren Verhandlungen ein Abkommen unterzeichnet
- Mehrheit des EU-Parlaments beschließt Prüfung des EU-Mercosur-Abkommens durch Europäischen Gerichtshof
- 47 Prozent der Deutschen befürworten vorläufige Anwendung des Abkommens
- 41 Prozent erachten Abwarten der Prüfung durch den EuGH als notwendig
- Mehrheiten für vorläufige Anwendung unter Anhängern von Union (65 Prozent), Grünen (64 Prozent) und SPD (60 Prozent)
- Mehrheit der AfD-Anhänger (61 Prozent) spricht sich für Abwarten der EuGH-Prüfung aus
- Anhänger der Linken gespalten: 40 Prozent für vorläufige Anwendung, 44 Prozent für Abwarten
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 66 Prozent der Deutschen sehen Vorteile in Freihandelsabkommen
- 17 Prozent sehen Nachteile
- 17 Prozent haben kein Urteil
- Hohe Zustimmung bei Grünen, Union, SPD, Linken und AfD für Vorteile
- Mehrheit des EU-Parlaments prüft EU-Mercosur-Abkommen erneut
- 47 Prozent befürworten vorläufige Anwendung des Abkommens
- 41 Prozent wollen Prüfung durch Europäischen Gerichtshof abwarten
- Unterstützer der Union, Grünen und SPD favorisieren vorläufige Anwendung
- Mehrheit der AfD-Anhänger spricht sich für Abwarten der Prüfung aus
- Spaltung bei Anhängern der Linken bezüglich vorläufiger Anwendung und Prüfung
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