Wirtschaft: EU und Mercosur Freihandelsabkommen
Brüssel () – Vertreter der 27 EU-Länder sollen in Brüssel vorläufig den Weg für das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay freigemacht haben. Laut informierter Kreise kam bei einer Abstimmung am Freitag die erforderliche Mehrheit zustande, bis zum Nachmittag müsse die jeweilige Zustimmung aber noch aus den EU-Hauptstädten bestätigt werden. Außerdem muss das Abkommen noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden, bevor es in Kraft treten kann.
Die neue Freihandelszone wird die weltweit größte ihrer Art sein und umfasst mehr als 700 Millionen Einwohner. Die Einigung soll durch Zugeständnisse an die Agrarlobby ermöglicht worden sein, die die Konkurrenz aus den Mercosur-Staaten als Bedrohung für die europäische Landwirtschaft sieht. Berichten zufolge stimmte Frankreich aber trotzdem noch gegen das Vorhaben.
Das Abkommen sollte ursprünglich bereits vor Weihnachten in Brasilien unterzeichnet werden, scheiterte jedoch an der fehlenden Zustimmung Frankreichs und Italiens, das weitere Unterstützungszusagen für europäische Landwirte forderte. Die neue Freihandelszone wird auch als Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gesehen. Geplant ist, Zölle und Handelsbarrieren zwischen der EU und den Mercosur-Staaten weitestgehend abzubauen. Die EU-Kommission schätzt, dass das Abkommen die jährlichen EU-Exporte nach Südamerika um bis zu 39 Prozent steigern kann, was mehr als 440.000 Arbeitsplätze in Europa unterstützen soll.
Kritiker befürchten, dass europäische Landwirte in einen Preiskampf gezwungen werden könnten und die Regenwaldzerstörung in Südamerika befeuert wird. Zudem gibt es Bedenken, dass die strengen EU-Standards für Lebensmittelsicherheit und Tier- und Pflanzenschutz ausgehöhlt werden könnten. Die EU-Kommission weist diese Vorwürfe zurück und betont, dass weiterhin nur Produkte, die den europäischen Vorschriften entsprächen, in die EU eingeführt werden dürften. Um den Protesten der Bauern entgegenzuwirken, hat die Europäische Kommission zusätzliche Sicherheitsklauseln ausgearbeitet, die bei schädlichen Importanstiegen Gegenmaßnahmen ermöglichen sollen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
In dem Artikel kommen folgende vollständige Namen von Personen vor:
Donald Trump
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Brüssel, Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay
Worum geht es in einem Satz?
Die 27 EU-Länder haben in Brüssel vorläufig dem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zugestimmt, welches die größte Freihandelszone der Welt schaffen soll, jedoch noch die Billigung des Europäischen Parlaments erfordert und von landwirtschaftlichen Bedenken sowie dem Schutz von Umweltstandards begleitet wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Abstimmung der 27 EU-Länder in Brüssel
- Erforderliche Mehrheit für Freihandelsabkommen erreicht
- Zustimmung der EU-Hauptstädte notwendig
- Einigung durch Zugeständnisse an Agrarlobby
- Frankreich stimmte gegen das Vorhaben
- Ursprüngliche Unterzeichnung in Brasilien scheiterte an fehlender Zustimmung von Frankreich und Italien
- Zeichen gegen protektionistische Zollpolitik der USA
- Geplante Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren
- EU-Kommission schätzt Anstieg der Exporte nach Südamerika
- Bedenken über Preiskampf und Umweltfolgen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Freihandelszone wird die weltweit größte ihrer Art
- Umfassend für mehr als 700 Millionen Einwohner
- Steigerung der jährlichen EU-Exporte nach Südamerika um bis zu 39 Prozent
- Unterstützung von mehr als 440.000 Arbeitsplätzen in Europa
- Risiko eines Preiskampfs für europäische Landwirte
- Potenzielle Beheizung der Regenwaldzerstörung in Südamerika
- Bedenken bezüglich der Aushöhlung strenger EU-Standards für Lebensmittelsicherheit und Tier- und Pflanzenschutz
- Möglichkeit von zusätzlichen Sicherheitsklauseln zur Abwehr schädlicher Importanstiege
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden die Bedenken von Kritikern sowie die Reaktion der EU-Kommission zitiert. Ein Satz dazu ist: Die EU-Kommission weist die Vorwürfe zurück und betont, dass weiterhin nur Produkte, die den europäischen Vorschriften entsprächen, in die EU eingeführt werden dürften.
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