Bundestag: Grüne scheitern an Herbeirufung
Berlin () – Die Grünen-Fraktion im Bundestag ist am Donnerstag mit dem Versuch gescheitert, Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) förmlich ins Plenum zitieren zu lassen. Der Minister kam aber trotzdem.
Bei dem sogenannten „Hammelsprung“ votierten am Vormittag 110 Abgeordnete für die offizielle Herbeirufung, 450 Abgeordnete stimmten dagegen. Die Regierungsfraktionen haben selbst nur 328 Abgeordnete, die Grünen-Fraktion besteht aus 85 Abgeordneten. Noch während die Abstimmung lief, tauchte Wadephul im Plenum auf – offensichtlich also ganz freiwillig.
Beantragt worden war die Herbeizitierung beim ebenfalls von den Grünen angestoßenen Tagesordnungspunkt mit dem Titel „25 Jahre Resolution 1325 `Frauen, Frieden, Sicherheit` – Feministische Außenpolitik verteidigen, Frieden geschlechtergerecht gestalten“.
Der Bundestag kann jederzeit die Herbeirufung eines Mitgliedes der Bundesregierung beschließen. Ist der Sitzungsvorstand über das Ergebnis einer Abstimmung „uneins“, müssen die Abgeordneten durch den sogenannten „Hammelsprung“ gezählt werden: Die Abgeordneten verlassen den Plenarsaal und betreten ihn durch verschiedene Türen, die mit „Ja“, „Nein“ und „Enthaltung“ markiert sind und werden dabei gezählt. Das Verfahren ist bereits 1874 im Reichstag der Kaiserzeit eingeführt worden. Insbesondere gibt es den Regierungsfraktionen Zeit, Abgeordnete aus den Büros holen zu lassen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Johann Wadephul am 06.11.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Johann Wadephul
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 06.11.2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Grünen-Fraktion im Bundestag scheiterte am Donnerstag mit dem Versuch, Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) formal ins Plenum zu zitieren, obwohl er freiwillig anwesend war, während eine Abstimmung über die Herbeizitierung stattfand.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Versuch der Grünen-Fraktion, Bundesaußenminister Johann Wadephul ins Plenum zu zitieren
- Gegenstand des Tagesordnungspunktes: 25 Jahre Resolution 1325 "Frauen, Frieden, Sicherheit"
- Abstimmung über die offizielle Herbeirufung des Ministers
- Verwendung des "Hammelsprungs" zur Abstimmung
- Anwesenheit von Wadephul im Plenum während der Abstimmung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Grünen-Fraktion versucht, Bundesaußenminister Johann Wadephul ins Plenum zu zitieren
- Antrag wurde abgelehnt: 110 Stimmen für, 450 Stimmen dagegen
- Wadephul erschien dennoch freiwillig im Plenum
- Antrag im Zusammenhang mit der Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit
- Abstimmung erforderte "Hammelsprung" zur Klärung durch Zählen der Abgeordneten
- Verfahren wurde bereits 1874 im Reichstag eingeführt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Gescheiterte Herbeizitierung von Minister Wadephul
- Ablehnung der Anfrage durch die Mehrheit der Abgeordneten
- Präsenz von Wadephul im Plenum trotz gescheiterter Herbeizitierung
- Nutzung des Verfahrens "Hammelsprung" zur Abstimmung
- Möglichkeit der Herbeirufung von Regierungsmitgliedern bleibt bestehen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.
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