Gesundheitspolitik in Berlin: Herausforderungen der Finanzierung
Berlin () – Im Koalitionsstreit über die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung warnt SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf vor zusätzlichen Belastungen vieler Versicherter.
Die arbeitende Mitte brauche „Entlastung und Verlässlichkeit“, sagte der Sozialdemokrat dem „Spiegel“. „Stattdessen wächst jetzt die Sorge, im Krankheitsfall künftig stärker belastet zu werden.“ Das dürfe nicht passieren. „Wer sein Leben lang einzahlt, muss sich darauf verlassen können, dass Gesundheit keine Frage des Geldbeutels wird.“
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte höhere Zuzahlungen der Versicherten für Medikamente als eine Option unter vielen zumindest in Betracht gezogen. „Wenn man so eine Lücke schließen will, guckt man natürlich ganz viele Dinge an“, sagte die CDU-Politikerin dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Die „Bild am Sonntag“ veröffentlichte am Wochenende zudem eine Sparliste, die aus dem Gesundheitsministerium kommen soll, und die deutlich höhere Zuzahlungen für die gesetzlich Versicherten vorsieht. Patienten könnten demnach etwa 50 Prozent mehr für Arzneien zuzahlen müssen. Es gehe darum, „das Prinzip der Eigenverantwortung“ zu stärken, soll es in dem Papier aus dem Ministerium heißen.
Klüssendorf mahnte jedoch: „Entscheidungen im Gesundheitswesen müssen sich an der Lebensrealität der Mehrheit in diesem Land orientieren.“ Es sei allen bewusst, dass im Gesundheitssystem gespart werden müsse, um die Krankenkassenbeiträge stabil zu halten. „Am Ende muss aber ein solidarisches und gerechtes Paket stehen, zu dem alle ihren Beitrag leisten, besonders auch diejenigen, die sehr viel haben“, sagte Klüssendorf.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tim Klüssendorf (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tim Klüssendorf, Nina Warken
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SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf warnt vor zusätzlichen Belastungen für gesetzlich Versicherte im Streit um die Finanzierung der Krankenversicherung und fordert eine solidarische Lösung, die die Lebensrealität der Mehrheit berücksichtigt.
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- SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf warnt vor zusätzlichen Belastungen für Versicherte.
- Betont die Notwendigkeit von Entlastung und Verlässlichkeit für die arbeitende Mitte.
- Sorge, dass im Krankheitsfall höhere finanzielle Belastungen entstehen könnten.
- Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erwägt höhere Zuzahlungen für Medikamente.
- "Bild am Sonntag" veröffentlicht Sparliste mit höheren Zuzahlungen für Versicherte.
- Ziel laut Ministerium: Stärkung des Prinzips der Eigenverantwortung.
- Klüssendorf mahnt, Entscheidungen im Gesundheitswesen sollen Lebensrealität der Mehrheit berücksichtigen.
- Notwendigkeit von Einsparungen im Gesundheitssystem zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge anerkannt.
- Forderung nach einem solidarischen und gerechten Gesundheitspaket, auch von Wohlhabenden.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zusätzliche Belastungen für viele Versicherte
- Sorge um höhere finanzielle Belastung im Krankheitsfall
- Notwendigkeit von Entlastung und Verlässlichkeit für die arbeitende Mitte
- Stärkung des Prinzips der Eigenverantwortung
- Forderung nach einer solidarischen und gerechten Lösung im Gesundheitssystem
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf zitiert, der vor zusätzlichen Belastungen für Versicherte warnt und die Notwendigkeit von Entlastung und Verlässlichkeit betont.
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