Warken signalisiert Bereitschaft zu Änderungen an Kassenreform

Warken signalisiert Bereitschaft zu Änderungen an Kassenreform

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Gesundheitspolitik: Reformen in Berlin diskutiert

Berlin () – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) signalisiert vor der ersten Lesung des Beitragsstabilisierungsgesetzes (BStabG) im Bundestag Bereitschaft zu Änderungen an der umstrittenen Reform der gesetzlichen Krankenversicherung.

„Wenn die Finanzierungslücke geschlossen wird, können wir über Vieles reden“, sagte Warken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Zugleich verteidigte die Ministerin zentrale Elemente des Gesetzentwurfs, darunter die geplanten Änderungen bei Zuzahlungen und der beitragsfreien Familienmitversicherung. Die Belastungsgrenzen für Versicherte und chronisch Kranke blieben unverändert erhalten, betonte Warken. Damit würden weiterhin übermäßige Belastungen ausgeschlossen. Die Zuzahlungen seien seit mehr als 20 Jahren nicht angepasst worden.

Auch an den Änderungen bei der Mitversicherung hält die CDU-Politikerin fest. Die Bundesregierung habe hier „einen guten Mittelweg“ gefunden, der sowohl vom Vorschlag der Finanzkommission als auch vom ursprünglichen Referentenentwurf abweiche. „Am Ende ist eine Reform, die Beiträge stabilisiert, um ein Mehrfaches günstiger als weiterhin ungebremst steigende Beiträge“, sagte Warken. Man komme bei einer so großen Reform nicht daran vorbei, auch die Versicherten einzubeziehen.

Zugleich stellte die Ministerin weitere Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Aussicht. Hintergrund seien deutlich höhere Ausgaben als bislang erwartet. Nach Angaben Warkens fehlen der GKV im kommenden Jahr 3,5 Milliarden Euro mehr als bisher angenommen. Der ursprünglich vorgesehene finanzielle Puffer sei dadurch bereits aufgebraucht. „Wenn wir Beitragsstabilität erreichen wollen, müssen wir das Einsparpotenzial noch einmal erhöhen“, sagte sie.

Mit Blick auf Forderungen nach einer stärkeren Finanzierung von Bürgergeld-Empfängern aus dem Bundeshaushalt verwies Warken auf die angespannte Haushaltslage. Zwar sei mit dem Gesetz ein erster Einstieg in die Steuerfinanzierung gelungen. „Wenn es Spielraum im Haushalt geben sollte, müssen wir ihn nutzen. Momentan bin ich aber nicht sehr optimistisch, dass der sich auftut“, sagte sie.

Auf Kritik mehrerer Länder an Teilen der Reform reagierte Warken gesprächsbereit. Insbesondere im Krankenhausbereich gebe es Diskussionsbedarf. „Ich sehe auch den Bedarf, dass wir denjenigen, die nun einen Beitrag leisten müssen, an anderer Stelle mehr Freiräume verschaffen sollten“, sagte die Ministerin.

Befürchtungen des GKV-Spitzenverbandes, die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze könne zu einer stärkeren Abwanderung von Versicherten in die private Krankenversicherung führen, wies Warken zurück. Zwar könne es Wechsel geben, „aber nicht in dem Maße, dass die Wirkung der Reform verpufft“. Die Hürden für einen Wechsel würden durch die ebenfalls angehobene Jahresentgeltgrenze steigen.

Der Bundestag berät am Freitag erstmals über das Beitragsstabilisierungsgesetz. Mit der Reform will die Bundesregierung die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung stabilisieren und einen weiteren Anstieg der Beitragssätze bremsen. Hintergrund sind steigende Ausgaben und wachsende Defizite der Krankenkassen.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nina Warken (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Nina Warken

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Bundesgesundheitsministerium, CDU, Funke-Mediengruppe, Bundesregierung, Finanzkommission, gesetzliche Krankenversicherung (GKV), GKV-Spitzenverband, Bundestag.

Wann ist das Ereignis passiert?

Datum oder Zeitraum: Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet, ist Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken signalisiert vor der ersten Lesung des Beitragsstabilisierungsgesetzes im Bundestag die Bereitschaft zu Änderungen an der umstrittenen Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, die der Stabilisierung der Finanzen dienen soll, während sie zentrale Elemente des Gesetzentwurfs verteidigt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Steigende Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
  • Wachsende Defizite der Krankenkassen
  • Finanzierungslücke von 3,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr
  • Hohe Zuzahlungen seit über 20 Jahren nicht angepasst
  • Angespannte Haushaltslage und Forderungen nach Steuerfinanzierung
  • Kritik mehrerer Länder an der Reform
  • Bedarf an Änderungen im Krankenhausbereich

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Nina Warken signalisiert Bereitschaft zu Änderungen am beitragsstabilisierungsgesetz
  • Verteidigung zentraler Elemente des Gesetzentwurfs, inklusive Zuzahlungen und Familienmitversicherung
  • Unveränderte Belastungsgrenzen für Versicherte und chronisch Kranke
  • Zuzahlungen seit über 20 Jahren nicht angepasst
  • CDU-Politikerin hält Änderungen bei Mitversicherung für gelungenen Mittelweg
  • Weitere Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung in Aussicht gestellt
  • Fehlende 3,5 Milliarden Euro für GKV im kommenden Jahr
  • Warken reagiert gesprächsbereit auf Kritik mehrerer Länder
  • Befürchtungen des GKV-Spitzenverbandes zur Abwanderung in private Krankenversicherung zurückgewiesen
  • Bundestag berät am Freitag über das Beitragsstabilisierungsgesetz

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Bereitschaft zu Änderungen an der Reform
  • Möglichkeit zur Schließung der Finanzierungslücke
  • Verteidigung zentraler Elemente des Gesetzentwurfs
  • Unveränderte Belastungsgrenzen für Versicherte und chronisch Kranke
  • Ausschluss übermäßiger Belastungen
  • Vorschläge für weitere Einsparungen in der GKV
  • Höhere Ausgaben als erwartet
  • Bedarf an mehr Freiräumen für Beitragszahler
  • Diskussion über Reform im Krankenhausbereich
  • Widerspruch zu Befürchtungen der Abwanderung in die private Krankenversicherung
  • Erhöhung der Hürden für einen Wechsel in die private Krankenversicherung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zitiert. Sie äußert sich zur Bereitschaft, Änderungen am umstrittenen Reformgesetzentwurf vorzunehmen, sofern die Finanzierungslücke geschlossen wird.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert