Bundesregierung lehnt neue Elektro-Quoten für Dienstwagenflotten ab

Bundesregierung lehnt neue Elektro-Quoten für Dienstwagenflotten ab

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Bundesregierung lehnt neue Elektro-Quoten für Dienstwagenflotten ab

Berlin () – Die Bundesregierung spricht sich gegen eine neue EU-Regulierung aus, die den Anteil von E-Autos in Dienstwagenflotten erhöhen soll.

„Pauschale gesetzliche Quoten zur Elektrifizierung lehnen wir ausdrücklich ab, da diese eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft bedeuten“, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums dem Nachrichtenmagazin Politico. Der Bund setze stattdessen auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur, um bessere Rahmenbedingungen für mehr Elektromobilität zu schaffen. „So werden Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang gebracht.“

Die EU-Kommission erwägt, Quoten zur Elektrifizierung von Unternehmensflotten einzuführen, ähnlich der allgemeinen Flottengrenzwerte. Die Kommission bat Mitgliedstaaten, Unternehmen, Verbände und Interessierte seit Frühjahr um Stellungnahmen zu der Idee. Heute läuft die Frist für Rückmeldungen ab. Dienstwagen landen häufig als Gebrauchtfahrzeuge auf dem Markt für Privatkäufer und könnten somit zur Steigerung des Anteils von E-Autos beitragen.

Auch der Verband der Automobilindustrie stellt sich gegen die Idee. „Der VDA lehnt die Einführung eines zusätzlichen regulatorischen Rahmens für Unternehmensflotten, wie er aktuell von der EU-Kommission überlegt wird, ab“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller dem Nachrichtenmagazin. Zusätzliche Maßnahmen könnten „kontraproduktiv wirken“, warnte sie. Die Unternehmen befinden sich bereits in einer wirtschaftlich herausfordernden Transformation, so Müller. „Planwirtschaftliche Quoten“ seien abzulehnen.

Die Grünen unterstützen die Initiative. „Da Firmenfahrzeuge schneller auf den Gebrauchtwagenmarkt kommen als Privatfahrzeuge, entsteht so ein kontinuierlicher Zustrom relativ neuer und preiswerter E-Autos“, sagte Wirtschaftspolitiker Julian Joswig.

Ähnlich argumentiert der Verband „Transport and Environment“ (T&E). „Konkret fordern wir, dass 90 Prozent der neuzugelassenen Firmenwagen großer Unternehmen im Jahr 2030 vollelektrisch sein müssen“, sagte eine T&E Sprecherin zu Politico. Dies sollte für Unternehmen gelten, die mehr als 50 Millionen Euro Umsatz und mehr als 250 Mitarbeiter haben, so der Verband.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Dienstwagen von Politikern (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der im Artikel vorkommenden Personen sind:

Hildegard Müller, Julian Joswig.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesregierung, Bundesverkehrsministerium, EU-Kommission, Verband der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, die Grünen, Julian Joswig, Verband "Transport and Environment" (T&E)

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, EU (Europäische Union).

Worum geht es in einem Satz?

Die Bundesregierung und der Verband der Automobilindustrie lehnen eine EU-Regulierung ab, die E-Auto-Quoten für Dienstwagenflotten vorschreibt, während die Grünen und der Verband "Transport and Environment" diese Initiative unterstützen, um die Elektromobilität zu fördern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist die Überlegung der EU-Kommission, gesetzliche Quoten zur Elektrifizierung von Unternehmensflotten einzuführen. Dies stößt auf Widerstand von der deutschen Bundesregierung sowie von Verbänden der Automobilindustrie, die die Quoten als zusätzliche Belastung für die Wirtschaft sehen. Die Bundesregierung plädiert stattdessen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die Elektromobilität zu fördern.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Die Bundesregierung und der Verband der Automobilindustrie lehnen die von der EU vorgeschlagene Regulierung zur Erhöhung des E-Auto-Anteils in Dienstwagenflotten ab und sehen darin eine zusätzliche wirtschaftliche Belastung. Im Gegensatz dazu unterstützen die Grünen und der Verband "Transport and Environment" die Initiative, da sie einen positiven Einfluss auf den Gebrauchtwagenmarkt und die Elektromobilität erwarten.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Eingeschränkter Einfluss auf die Wirtschaft, keine gesetzlichen Quoten zur Elektrifizierung, zusätzliche Belastung für Unternehmen, Ausbau der Ladeinfrastruktur statt Regulierung, mögliche Steigerung des E-Auto-Anteils im Gebrauchtfahrzeugmarkt, Ablehnung zusätzlicher regulatorischer Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Herausforderungen für Unternehmen, potenziell kontraproduktive Maßnahmen, Unterstützung für die Initiative seitens der Grünen, kontinuierlicher Zustrom neuer und preiswerter E-Autos, Forderung nach 90 Prozent vollelektrischen Firmenwagen bis 2030 für große Unternehmen.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums äußert, dass die Bundesregierung pauschale gesetzliche Quoten zur Elektrifizierung ablehnt, da sie eine zusätzliche Belastung für die Wirtschaft darstellen würden. Zudem warnt die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, Hildegard Müller, dass zusätzliche regulatorische Maßnahmen kontraproduktiv sein könnten, da Unternehmen bereits mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sind und "planwirtschaftliche Quoten" abzulehnen seien.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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