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Merz will Kritik an "Drecksarbeit"-Äußerung nicht kommentieren
Berlin () – Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Kritik an seiner Äußerung, dass Israel mit seinem Vorgehen im Iran die „Drecksarbeit“ auch für Deutschland erledige, nicht kommentieren.
Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch behauptete Merz, seine Aussage habe „überwiegend Zustimmung“ gefunden. „Und deswegen freue ich mich darüber, dass das von vielen anderen so geteilt wird“, sagte er. „Und die wenigen kritischen Stimmen, die es da gegeben hat, die muss ich nicht kommentieren.“
Kritik kam unter anderem vom SPD-Bundestagsabgeordneten Ralf Stegner. „Das ist eine Wortwahl, die einen schon sehr befremdet, weil sie ein bisschen suggeriert, dass Friedrich Merz selbst der Auffassung ist, dass das völkerrechtswidrig ist, was da passiert“, sagte Stegner dem TV-Sender „Welt“. „Natürlich, die Eskalation spielt auch eine Rolle. Darüber sollten wir nicht öffentliche Erleichterungen äußern. Und deswegen ist das schon sehr befremdlich.“
Sein Befremden sei auch keine Einzelmeinung, sondern die vorherrschende Rezeption in der SPD, erklärte Stegner. „Ich kenne niemanden, der die Wortwahl nicht befremdlich findet. Und insgesamt sollten wir auch bei der Frage, ob das Völkerrecht verletzt wird, jedenfalls nicht öffentliche Erleichterungen äußern, wenn das der Fall ist. Und generell kann man sich nur wünschen, dass die militärischen Auseinandersetzungen enden.“
Stegner stellte sich gegen einen militärisch erzwungenen Regime-Wechsel in Teheran. „Auf der einen Seite haben wir ein furchtbares Regime in Teheran. Und auf der anderen Seite muss man immer ja damit rechnen, dass das zu einer Eskalation führt, die in dieser ohnehin schwer getroffenen Region große Probleme auslösen kann“, sagte er. „Immer, wenn versucht worden ist, mit militärischer Gewalt Regierungen zu stürzen, in den letzten Jahren jedenfalls, hat es zu politischer Instabilität geführt, zu mehr humanitärem Leid und im Übrigen zu keiner guten politischen Konsequenz. Und ich fürchte, das wäre auch diesmal der Fall.“
Durch die israelischen Angriffe sind nach iranischen Angaben über 200 Menschen ums Leben gekommen. Rund 1.200 weitere wurden verletzt. Über 90 Prozent davon sollen Zivilisten sein, hieß es von iranischer Seite.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Olaf Lies, Friedrich Merz, Michael Kretschmer und Stefan kornelius am 18.06.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Olaf Lies, Friedrich Merz, Michael Kretschmer, Stefan Kornelius, Ralf Stegner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Friedrich Merz, CDU, SPD, Ralf Stegner, Welt, Teheran, Iran
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum des beschriebenen Ereignisses ist der 18.06.2025.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse fanden in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weicht der Kritik an seiner umstrittenen Äußerung zur israelischen Iran-Politik aus, während die SPD, vertreten durch Ralf Stegner, seine Wortwahl als befremdlich und völkerrechtswidrig einstuft.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses liegt in der aktuellen militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran, die zu vielen zivilen Opfern geführt hat. Friedrich Merz' Äußerung, dass Israel die "Drecksarbeit" für Deutschland erledige, wurde als unangemessen und völkerrechtswidrig kritisiert, wobei insbesondere die SPD Bedenken bezüglich der Wortwahl und der Risiken einer militärischen Intervention äußerte.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Reaktion auf Friedrich Merz' umstrittene Äußerung zur Situation im Iran war geteilt: Während Merz von "überwiegend Zustimmung" spricht, äußert SPD-Politiker Ralf Stegner heftige Kritik an seiner Wortwahl, die suggeriere, dass selbst Merz völkerrechtswidriges Handeln billige. Stegner betont, dass diese Sichtweise in der SPD weit verbreitet sei und warnt vor den Folgen militärischer Interventionen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: öffentliche Erleichterungen bezüglich völkerrechtswidriger Handlungen, militärisch erzwungener Regime-Wechsel in Teheran führt zu Eskalation, politische Instabilität, mehr humanitäres Leid, keine guten politischen Konsequenzen, über 200 Menschen ums Leben, rund 1.200 Verletzte, über 90 Prozent Zivilisten unter den Verletzten.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von SPD-Bundestagsabgeordnetem Ralf Stegner zitiert. Er äußert, dass die Wortwahl von Friedrich Merz "sehr befremdlich" sei und suggeriere, dass Merz selbst die völkerrechtswidrigen Handlungen im Iran anerkenne. Stegner betont, dass diese Meinung in der SPD weit verbreitet sei und warnt vor den Folgen militärischer Eingriffe in Teheran.
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