Abgeordnete arbeiten an neuem Gesetz zur Suizidhilfe

Abgeordnete arbeiten an neuem Gesetz zur Suizidhilfe

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Abgeordnete arbeiten an neuem Gesetz zur Suizidhilfe

Berlin () – Nach der gescheiterten gesetzlichen Neuregelung der Suizidhilfe im Deutschen vor zwei Jahren arbeitet der SPD-Abgeordnete Lars Castellucci an einer neuen Gesetzesinitiative. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in dieser Legislatur zügig zu einer guten Neuregelung der Gesetzeslage kommen“, sagte Castellucci der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Er sei überzeugt davon, dass der Gesetzgeber nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts eine „klare und ausgewogene Regelung“ zum assistierten Suizid schaffen müsse. Derzeit formiere sich eine Arbeitsgruppe neu, ein erstes Treffen habe bereits stattgefunden. Ziel sei es, zeitnah ein erfolgreiches Gesetzgebungsverfahren zu starten.

Weiter sagte Castellucci: „Wir müssen von respektieren, die ihr Leben selbstbestimmt beenden wollen – aber gleichzeitig verhindern, dass Suizid als etwas Normales erscheint und dadurch verletzliche Menschen unter Druck geraten.“ Das Verfahren muss in dieser Legislaturperiode vollständig neu aufgerollt werden – auch wegen veränderter Mehrheitsverhältnisse im .

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Helmut Frister, begrüßt die Initiative der Abgeordneten. „Ich finde es grundsätzlich positiv und sinnvoll, dass sich der Bundestag um eine Regelung in der Suizidbeihilfe bemüht“, sagte er der Zeitung. Laut Frister soll es diesmal keinen Nachfolgetatbestand für den vom Bundesverfassungsgericht gekippten Paragrafen geben. „Diesen Verzicht begrüße ich sowohl in der Sache als auch deshalb, weil sich dadurch die Chancen für die Verabschiedung einer gesetzlichen Regelung erhöhen“, sagte der Rechtswissenschaftler.

2015 hatte der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das kommerzielle und auf Wiederholung angelegte Suizidbeihilfe untersagte. In einem Urteil kippte das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 dieses Gesetz. Die Richter formulierten ein Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben. Was das konkret heißt, ist seitdem nicht gesetzlich geregelt. Zwei Gesetzesentwürfe, die Politiker verschiedener erarbeitet hatten, verfehlten 2023 eine Mehrheit im Parlament.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Krankenhaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, Deutscher Bundestag, Bundesverfassungsgericht, Rheinische Post, Deutscher Ethikrat, Helmut Frister

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Nach der gescheiterten gesetzlichen Neuregelung der Suizidhilfe im Bundestag arbeitet der SPD-Abgeordnete Lars Castellucci an einer neuen Initiative, um eine klare und ausgewogene Regelung zum assistierten Suizid zu schaffen, während der Ethikrat die Bemühungen begrüßt und auf die Notwendigkeit hinweist, vulnerablen Menschen keinen Druck auszuüben.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus Februar 2020, das ein Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben feststellte und somit die vorherige gesetzliche Regelung zur Suizidhilfe aufhob. Dies führte zu dem Bedarf, eine neue, klare und ausgewogene gesetzliche Regelung für assistierten Suizid zu schaffen.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird berichtet, dass der SPD-Abgeordnete Lars Castellucci an einer neuen Gesetzesinitiative zur Suizidhilfe arbeitet, nachdem ein entsprechendes Gesetz im Bundestag gescheitert ist. Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Helmut Frister, unterstützt die Initiative und betont die Notwendigkeit einer klaren Regelung, die das Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben respektiert, ohne Suizid zu normalisieren.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die genannten Folgen oder Konsequenzen im Artikel sind:

Gesetzgeber muss eine klare und ausgewogene Regelung schaffen, Arbeitsgruppe formiert sich neu, erstes Treffen bereits stattgefunden, zeitnahes Gesetzgebungsverfahren starten, Entscheidung von Menschen respektieren, Suizid nicht als etwas Normales erscheinen lassen, verletzliche Menschen unter Druck verhindern, Verfahren muss vollständig neu aufgerollt werden, veränderte Mehrheitsverhältnisse im Parlament, kein Nachfolgetatbestand für gekippten Paragrafen, Chancen für Verabschiedung einer gesetzlichen Regelung erhöhen, Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben bleibt gesetzlich unregelt, zwei Gesetzesentwürfe verfehlten 2023 eine Mehrheit im Parlament.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, der Artikel zitiert die Stellungnahme des SPD-Abgeordneten Lars Castellucci, der optimistisch ist, dass in der aktuellen Legislaturperiode eine gute Neuregelung zur Suizidhilfe erreicht werden kann. Zudem wird die positive Einschätzung des Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats, Helmut Frister, zitiert, der die Initiative des Bundestags zur Regelung der Suizidbeihilfe als sinnvoll bezeichnet und den Verzicht auf einen Nachfolgetatbestand zu begrüßen.

Berlin: Zentrum für politische Reformen

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein bedeutendes Zentrum für politische Debatten und Reformen. Die Stadt beherbergt den Bundestag, wo wichtige gesetzliche Initiativen entwickelt und verabschiedet werden. Aktuell sorgen Themen wie die Suizidhilfe für intensive Diskussionen unter den Abgeordneten. Mit Initiativen von Personen wie Lars Castellucci wird versucht, klare Regelungen zu schaffen, die den rechtlichen Rahmen für assistierten Suizid weiterentwickeln. Berlin bleibt somit ein Schauplatz für gesellschaftliche Herausforderungen und legislativen Wandel.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH