Ärztepräsident begrüßt Neuanlauf für Regelung der Sterbehilfe

Ärztepräsident begrüßt Neuanlauf für Regelung der Sterbehilfe

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Gesundheitspolitik in Deutschland: Sterbehilfe-Diskussion

() – Ärztepräsident Klaus Reinhardt begrüßt die Kompromisssuche einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten für eine Neuregelung der Sterbehilfe, lehnt aber eine aktive Unterstützung der Bundesärztekammer etwa durch eine Veröffentlichung einer Liste von hilfswilligen Medizinern ab. „Eine gesetzliche Neuregelung zur Suizidbeihilfe ist erforderlich, um den derzeitigen ungeregelten Zustand nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Anfang 2020 zu beenden“, sagte Reinhardt dem „Redaktionsnetzwerk “. Dieser sei für mit Suizidgedanken ebenso problematisch wie für Ärzte.

„Wenn Suizidhilfe mehr und mehr zu einem Geschäftsmodell wird, kommen wir auf eine ganz schiefe “, warnte der Mediziner. Nötig sei bei einer Neuregelung vor allem die Etablierung eines Schutzkonzepts. So müsse unter anderem sichergestellt sein, dass der Sterbewunsch freiverantwortlich getroffen werde und tatsächlich dauerhaften Charakter habe. „Außerdem müssen geeignete Maßnahmen der Suizidprävention entwickelt werden, um zu verhindern, dass sich Menschen beispielsweise wegen einer als verzweifelt empfundenen Situation das Leben nehmen“, sagte Reinhardt.

Auf die Frage, ob die Bundesärztekammer zum Ausbremsen umstrittener Sterbehilfevereine auf ihrer Homepage eine Liste der Ärzte veröffentlichen würde, die für eine Suizid-Assistenz zur Verfügung stehen, sagte Reinhardt: „Definitiv nein.“ Die Suizid-Begleitung sei Ärzten berufsrechtlich nicht untersagt, aber sie sei keine ärztliche Aufgabe. Wenn Ärzte in konkreten, schwierigen Situationen für sich nach sorgfältiger Abwägung anders entschieden, respektiere er das. Aber: „Wir als Bundesärztekammer werden nichts unterstützen, was den Eindruck erweckt, Suizidbeihilfe gehöre zur ärztlichen Tätigkeit.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Klaus Reinhardt

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundestagsabgeordnete, Bundesärztekammer, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundesverfassungsgericht

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Ärztepräsident Klaus Reinhardt unterstützt die Suche nach einer gesetzlichen Neuregelung zur Sterbehilfe, lehnt jedoch eine aktive Rolle der Bundesärztekammer ab, da er eine Kommerzialisierung der Suizidhilfe befürchtet und stattdessen ein Schutzkonzept sowie Maßnahmen zur Suizidprävention fordert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Anfang 2020
  • Ungeregelter Zustand der Suizidbeihilfe
  • Zunehmende Problematik für Menschen mit Suizidgedanken und Ärzte
  • Gefahr der Kommerzialisierung der Suizidhilfe
  • Notwendigkeit eines Schutzkonzepts
  • Freiverantwortlicher und dauerhafter Sterbewunsch
  • Bedarf an Maßnahmen zur Suizidprävention

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Ärztepräsident Klaus Reinhardt begrüßt Neuregelung der Sterbehilfe durch Bundestagsabgeordnete
  • Lehnt Veröffentlichung einer Liste von Ärzten ab, die Suizid-Assistenz anbieten
  • Betont Notwendigkeit einer gesetzlichen Neuregelung zur Beendigung des ungeregelten Zustands
  • Warnung vor Suizidhilfe als Geschäftsmodell
  • Forderung nach einem Schutzkonzept für einen freiverantwortlichen Sterbewunsch
  • Notwendigkeit der Entwicklung von Suizidpräventionsmaßnahmen
  • Bundesärztekammer wird keine Unterstützung für den Eindruck von Suizidbeihilfe als ärztliche Tätigkeit bieten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Notwendigkeit einer gesetzlichen Neuregelung zur Suizidbeihilfe
  • Beendigung des ungeregelten Zustands nach einem Gerichtsurteil
  • Warnung vor Suizidhilfe als Geschäftsmodell
  • Etablierung eines Schutzkonzepts erforderlich
  • Sicherstellung des freiverantwortlichen und dauerhaften Sterbewunsches
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Suizidprävention
  • Ablehnung der Veröffentlichung einer Liste hilfswilliger Ärzte durch die Bundesärztekammer
  • Klärung, dass Suizid-Begleitung keine ärztliche Aufgabe ist

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ärztepräsident Klaus Reinhardt zitiert. Er begrüßt die Kompromisssuche zur Neuregelung der Sterbehilfe, lehnt jedoch eine aktive Unterstützung der Bundesärztekammer ab.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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