Gesundheitspolitik in Berlin
Berlin () – Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) pocht auf die Einführung einer Zuckersteuer.
„Die Zuckersteuer auf Süßgetränke ist überfällig: Sie stärkt die Prävention, schützt die Gesundheit und entlastet die Krankenkassen“, sagte VZBV-Vorständin Ramona Pop. „Sie ist kein Instrument zur Haushaltssanierung, sondern eine Investition in die Gesundheit der Menschen.“
Wer behaupte, Ernährung sei allein Privatsache, verkenne die Realität. „Unsere Ernährungsentscheidungen werden maßgeblich davon beeinflusst, welches Angebot wir vorfinden“, so Pop. „Die Zuckersteuer ist ein notwendiger Schritt für mehr Gesundheit. Sie muss jetzt kommen.“ Die Koalition aus CDU/CSU und SPD müsse endlich liefern.
Zuvor hatten sich Landesagrarminister der Union gegen die Einführung einer Zuckersteuer gestellt. Sie fürchten sinkende Erlöse für Landwirte und setzen laut der „Welt“ stattdessen auf „Ernährungsbildung, Eigenverantwortung, Aufklärung und Innovation“.
Auch der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied sprach sich gegen die Zuckersteuer aus. Rukwied, der im Aufsichtsrat von Südzucker sitzt, behauptete einerseits, das Ernährungsverhalten werde nicht durch zusätzliche Abgaben gesteuert, und warnte zugleich vor sinkenden Erlösen für die landwirtschaftlichen Betriebe.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Besteuerung gesüßter Getränke. Durch die Einführung einer solchen Steuer könnten die Risiken für Übergewicht, Adipositas und Diabetes gesenkt werden. Die Steuer müsse dafür sowohl die gesundheitlichen Belastungen durch den Konsum zuckerhaltiger Getränke als auch die kulturellen Gegebenheiten eines Landes widerspiegeln.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ramona Pop, Joachim Rukwied
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Ramona Pop, CDU/CSU, SPD, Landesagrarminister der Union, Joachim Rukwied, Deutscher Bauernverband, Südzucker, Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum des Ereignisses: Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die Einführung einer Zuckersteuer auf Süßgetränke als notwendige Gesundheitsmaßnahme, während Union-Landesagrarminister und der Deutsche Bauernverband dagegenhalten und stattdessen auf andere Ansätze setzen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- zuvor hatten sich Landesagrarminister der Union gegen die Einführung einer Zuckersteuer gestellt
- der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sprach sich gegen die Zuckersteuer aus
- die WHO empfiehlt eine Besteuerung gesüßter Getränke
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- VZBV fordert die Einführung einer Zuckersteuer und begründet dies mit Prävention, Gesundheitsschutz und Entlastung der Krankenkassen
- VZBV kritisiert, dass Ernährung nicht allein Privatsache sei, weil das Angebot das Kaufverhalten beeinflusse
- VZBV wirft der Koalition aus CDU/CSU und SPD vor, liefern zu müssen
- Landesagrarminister der Union lehnen die Zuckersteuer ab, befürchten sinkende Erlöse für Landwirte und setzen stattdessen auf Ernährungsbildung, Eigenverantwortung, Aufklärung und Innovation
- Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied spricht sich gegen die Zuckersteuer aus, argumentiert gegen eine Steuersteuerung des Ernährungsverhaltens und warnt vor sinkenden Erlösen für landwirtschaftliche Betriebe
- WHO empfiehlt Besteuerung gesüßter Getränke zur Senkung von Risiken für Übergewicht, Adipositas und Diabetes
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Stärkung der Prävention
- Schutz der Gesundheit
- Entlastung der Krankenkassen
- Weniger Risiken für Übergewicht
- Weniger Risiken für Adipositas
- Weniger Risiken für Diabetes
- Bessere Beeinflussung der Ernährungsentscheidungen durch das Angebot
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird unter anderem eine Stellungnahme der VZBV-Vorständin Ramona Pop zitiert („Die Zuckersteuer auf Süßgetränke ist überfällig: …“).
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