Verbraucherschutzzentrale stellt Koalition gemischtes Zeugnis aus

Verbraucherschutzzentrale stellt Koalition gemischtes Zeugnis aus

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Verbraucherpolitik unter Kritik in Berlin

Berlin () – Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) wirft der Bundesregierung rund ein Jahr nach deren Amtsantritt Mängel bei verbraucherpolitischen Themen vor. Das geht aus dem „Verbraucherpolitik-Check“ des Verbandes hervor, über den der „Spiegel“ berichtet.

Von insgesamt 23 ausgewählten verbraucherpolitischen Vorhaben, denen sich CDU, CSU und SPD teilweise explizit im Koalitionsvertrag verschrieben hatten, wurden laut VZBV neun noch gar nicht in Angriff genommen. Von den bereits begonnenen oder schon abgeschlossenen 14 bewertet der Bundesverband die Umsetzung in sechs Fällen als „stark“, in sechs Fällen als „so lala“ und in zwei Fällen als „schwach“.

„Schwach“ seien etwa die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Senkung des Strompreises für private Haushalte. Ebenso bewertet der Verband die Versuche, den Datenschutz zu vereinfachen, das Schutzniveau dabei jedoch zu erhalten. Hier müsse sich die Bundesregierung stärker auf EU-Ebene gegen von der Kommission geplante Anpassungen stellen.

Als „so lala“ bewertet der VZBV die im vergangenen November beschlossene Verlängerung des Deutschlandtickets. Hier hatte die Koalition eigentlich versprochen, den Preis für die Nutzer erst ab 2029 zu erhöhen. Stattdessen stieg dieser bereits zum Jahreswechsel auf 63 Euro pro Monat. Trotz Preissteigerungen ist nun immerhin die Zukunft des Tickets für die nächsten Jahre gesichert.

„Stark“ sei dagegen, dass sich etwa Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig (SPD) gegen eine vom Rat der EU angestoßene Neuregelung der Fluggastrechte stelle, die Nachteile für Passagiere bringe. Und auch die Reform der privaten Altersvorsorge ist laut dem Verband ein „Meilenstein“.

„Einige der neuen Gesetze sind ein echter Fortschritt aus Verbrauchersicht. Das Problem ist, dass in einigen Bereichen gar nichts vorangeht“, sagte VZBV-Vorständin Ramona Pop.

Pop fordert zudem ein Treffen mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). „Wir würden uns über einen Termin freuen, schließlich sind Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrem privaten Konsum ein relevanter Wirtschaftsfaktor“, sagte Pop. Mehrere Verbände hatten zuletzt Kritik daran geübt, dass Reiche sich zwar mit Konzernvertretern, aber nicht mit Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen getroffen habe.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Verbraucherzentrale-Bundesverband (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Stefanie Hubig, Ramona Pop, Katherina Reiche

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Bundesregierung, CDU, CSU, SPD, EU, Rat der EU, Ramona Pop, Katherina Reiche.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisiert die Bundesregierung für unzureichende Fortschritte in der Verbraucherpolitik, da von 23 Vorhaben nur neun begonnen wurden und viele bestehende Maßnahmen als schwach oder durchschnittlich bewertet werden, während die Ministerin ein Treffen mit Wirtschaftsministerin Reiche fordert, um die Belange der Verbraucher stärker zu vertreten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Mängel bei verbraucherpolitischen Themen
  • 23 ausgewählte verbraucherpolitische Vorhaben
  • Neun Vorhaben nicht in Angriff genommen
  • Bewertung der Umsetzung: sechs stark, sechs so lala, zwei schwach
  • Maßnahmen zur Senkung des Strompreises als schwach bewertet
  • Datenschutzvereinfachung als unzureichend
  • Deutschlandticket-Erhöhung vorzeitig
  • Verbraucherschutzministerin stellt sich gegen EU-Pläne
  • Reform der privaten Altersvorsorge als Meilenstein
  • Forderung nach Treffen mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • VZBV wirft Bundesregierung Mängel bei verbraucherpolitischen Themen vor
  • 9 von 23 verbraucherpolitischen Vorhaben wurden nicht bearbeitet
  • Umsetzung von 14 begonnenen oder abgeschlossenen Maßnahmen bewertet: 6 "stark", 6 "so lala", 2 "schwach"
  • Maßnahmen zur Senkung der Strompreise als "schwach" eingestuft
  • Datenschutz-Vereinfachung ohne Erhöhung des Schutzniveaus kritisch bewertet
  • Verlängerung des Deutschlandtickets als "so lala" angesehen
  • Verbraucherschutzministerin stellt sich gegen EU-Neuregelung zu Fluggastrechten
  • Reform der privaten Altersvorsorge als "Meilenstein" gelobt
  • Kritik an fehlenden Treffen von Wirtschaftsministerin mit Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen
  • VZBV fordert Treffen mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Mängel bei verbraucherpolitischen Themen
  • Neun Vorhaben wurden nicht in Angriff genommen
  • Sechs Maßnahmen wurden als "stark" bewertet
  • Sechs Maßnahmen wurden als "so lala" bewertet
  • Zwei Maßnahmen wurden als "schwach" bewertet
  • Unzureichende Maßnahmen zur Senkung der Strompreise
  • Unzureichende Datenschutzmaßnahmen
  • Preissteigerung beim Deutschlandticket
  • Zukunft des Deutschlandtickets gesichert
  • Verbraucherschutzministerium stellt sich gegen EU-Neuregelung
  • Reform der privaten Altersvorsorge als "Meilenstein"
  • Forderung nach Treffen mit Wirtschaftsministerin
  • Kritik an fehlenden Treffen mit Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ramona Pop, der VZBV-Vorständin, zitiert, die auf die Fortschritte und Herausforderungen in der Verbraucherpolitik hinweist.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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