Landwirtschaftspolitik in Nordrhein-Westfalen bei Erdmandelgras
Dülmen () – Das invasive Erdmandelgras breitet sich in Nordrhein-Westfalen aus und gefährdet vor allem Kartoffeln, Zuckerrüben, Möhren und Zwiebeln. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Dienstag bei einem Ortstermin in Dülmen mit.
Das Ministerium, die Landwirtschaftskammer NRW und die Landesverbände der Landwirtschaft verwiesen auf einem Versuchsfeld in Dülmen auf Maßnahmen gegen das Ungras.
Es entziehe Nutzpflanzen Wasser, Nährstoffe und Licht, hieß es. An den Wurzeln bilde Erdmandelgras unterirdische Ausläufer mit bis zu 15 Millimeter großen Erdmandeln.
In frühen Befallsstadien könnten einzelne Pflanzen noch von Hand entfernt werden, danach sei eine Bekämpfung nur eingeschränkt möglich.
Ministerin Silke Gorißen (CDU) nannte Früherkennung und konsequente Maschinenhygiene als wirksamste Mittel. Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, sprach von einem überregionalen Problem.
Die Kammer habe Beratungen, Schulungen und eine Broschüre mit dem Titel „Erdmandelgras ist kein Spaß“ erarbeitet. Auf dem Versuchsfeld testet der Pflanzenschutzdienst Bekämpfungsstrategien; gefördert werden die Versuche über eine Landesinitiative.
Erich Gussen vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband und Michael Uckelmann vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband appellierten an die Betriebe, frühzeitig zu handeln.
Nötig seien eine Kombination pflanzenbaulicher, organisatorischer und technischer Maßnahmen. Sollten Pflanzenschutzmittel in den Versuchen gute Wirkung zeigen, will sich das Land mit dem Bund und anderen Ländern für gemeinsame Lösungen einsetzen.
Das Ministerium wies zudem auf die Gefahr aus heimischen Gärten hin: Dort wird Erdmandelgras als Ziergras geschätzt, die Mandeln werden im Internet als „Superfood“ beworben.
In einer eigenen Broschüre mit dem Titel „Erdmandelgras – Gefahr aus dem Garten“ bittet das Ministerium Verbraucher, von einer Neuanpflanzung abzusehen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Silke Gorißen, Karl Werring, Erich Gussen, Michael Uckelmann
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Landwirtschaftsministerium, Landwirtschaftskammer NRW, Landesverbände der Landwirtschaft, CDU, Karl Werring, Pflanzenschutzdienst, Landesinitiative, Rheinischer Landwirtschafts-Verband, Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband, Silke Gorißen, Erich Gussen, Michael Uckelmann, Bund, andere Länder, Verbraucher, Internet
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Nicht genannt (im Text steht nur „am Dienstag“, ohne konkretes Datum).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Dülmen, Nordrhein-Westfalen
Worum geht es in einem Satz?
Das Landwirtschaftsministerium NRW warnt, dass das invasive Erdmandelgras sich ausbreitet und vor allem Hackfrüchte wie Kartoffeln, Zuckerrüben, Möhren und Zwiebeln bedroht, weshalb Früherkennung sowie konsequente Maschinenhygiene und ein Maßnahmenmix aus Anbau-, organisatorischen und technischen Strategien nötig sind, während zugleich vor der Weiterverbreitung aus heimischen Gärten gewarnt wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ausbreitung des invasiven Erdmandelgrases in Nordrhein-Westfalen und damit einhergehende Gefährdung von Kartoffeln, Zuckerrüben, Möhren und Zwiebeln
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Das Landwirtschaftsministerium kündigte Maßnahmen und Schulungen an und verwies auf Beratungen, Schulungen sowie eine Broschüre
- Ministerin Silke Gorißen betonte Früherkennung und konsequente Maschinenhygiene
- Der Präsident der Landwirtschaftskammer NRW bezeichnete das Problem als überregional
- Die Landwirtschaftsverbände appellierten an Betriebe, frühzeitig zu handeln
- Das Ministerium kündigte an, bei guter Wirkung von Pflanzenschutzmitteln gemeinsame Lösungen mit Bund und anderen Ländern zu unterstützen
- Das Ministerium warnte öffentlich vor der Gefahr aus heimischen Gärten und forderte Verbraucher auf, von Neuanpflanzungen abzusehen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erdmandelgras entzieht Nutzpflanzen Wasser, Nährstoffe und Licht
- Die betroffenen Nutzpflanzen werden besonders bei Kartoffeln, Zuckerrüben, Möhren und Zwiebeln geschädigt
- Durch die unterirdischen Ausläufer kommt es zu fortschreitendem Befall
- In frühen Befallsstadien ist die Entfernung noch eingeschränkt möglich, danach wird die Bekämpfung deutlich schwieriger
- Früherkennung und konsequente Maschinenhygiene werden erforderlich
- Betriebe müssen frühzeitig und mit einer Kombination pflanzenbaulicher organisatorischer und technischer Maßnahmen reagieren
- Von einer Neuanpflanzung in heimischen Gärten wird abgeraten, weil die Gefahr aus dem Garten besteht
- Das Inverkehrbringen bzw Beworben der Mandeln als Superfood könnte die Ausbreitung begünstigen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Ministerin Silke Gorißen (CDU) nannte Früherkennung und konsequente Maschinenhygiene als wirksamste Mittel und Karl Werring (Präsident der Landwirtschaftskammer NRW) sprach von einem überregionalen Problem; außerdem appellierten Erich Gussen und Michael Uckelmann an die Betriebe, frühzeitig zu handeln.
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