Politik in Berlin: Koalition und Enteignungen
Berlin () – Der Spitzenkandidat der SPD zur Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl, Steffen Krach, will in keine Koalition eintreten, die Enteignungen zur Bedingung macht. „Wenn das die rote Linie ist für die Linkspartei, dann müssen sie gucken, mit welcher Koalition sie das umsetzen wollen – mit der SPD jedenfalls nicht“, sagte Krach dem „Stern“.
Die Vorsitzende der Linkspartei, Ines Schwerdtner, hatte zuvor in einem Podcast des „Stern“ die Enteignungspläne ihrer Partei zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung in Berlin erklärt.
Das sei für die Partei ganz klar, es werde mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet, das sei gar keine Frage. Für Schwerdtner sind Enteignungen zudem ein „ursozialdemokratisches Vorhaben“.
„Ich brauche mir von Ines Schwerdtner nicht sagen lassen, was ursozialdemokratisch ist“, erwiderte Krach, der auch Landesvorsitzender der Berliner SPD ist.
„Und ich bin auch ein bisschen irritiert, dass eine Bundesparteivorsitzende sich in Landesangelegenheiten einmischt. Ich werde jedenfalls nicht akzeptieren, dass ich für Koalitionsverhandlungen oder für Sondierungen in irgendeiner Form Ratschläge von der Bundesebene bekomme.“
Krach kritisiert in diesem Zusammenhang auch den kürzlichen Vorstoß der schwarz-roten Koalition auf Bundesebene.
Die hatte Anfang Juli in ihrem 34 Punkte umfassenden Reformpaket auch vereinbart, ein gesetzliches Verbot zur Enteignung von Immobilienkonzernen einführen zu wollen. Er habe Enteignungen als Mittel der Wohnungspolitik immer abgelehnt, sagte Krach nun dem Magazin: „Ich brauche keine Nachhilfe von der Bundesregierung bei diesem Thema.“
Der Plan habe die Debatte unnötig neu entfacht. „Wir hatten bessere Ideen für mehr bezahlbaren Wohnraum in Berlin, jetzt wird wieder über Enteignungen gesprochen – ich weiß nicht, ob das im Interesse von Markus Söder und Co war.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wahlplakate mit Elif Eralp, Linke, und Steffen Krach, SPD am 04.08.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Steffen Krach, Elif Eralp, Ines Schwerdtner, Markus Söder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Linkspartei, Linke, Stern, Berliner Linke, CDU, SPD, schwarz-rote Koalition, Bundesregierung, Bundespartei, Bundesebene, Landesvorsitzender, Markus Söder, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum des Ereignisses (laut Text):
- 04.08.2026 (Hinweis im Foto: „…am 04.08.2026…“)
- Anfang Juli (Vorstoß des schwarz-roten Reformpakets auf Bundesebene)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Steffen Krach (SPD) erklärt, in keine Koalition einzutreten, die Enteignungen zur Bedingung macht, und kritisiert damit die Enteignungsforderungen der Linkspartei sowie einen entsprechenden Vorstoß der schwarz-roten Bundesregierung.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Erklärung der Vorsitzenden der Linkspartei Ines Schwerdtner in einem Stern-Podcast, Enteignungspläne zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung in Berlin zu machen
- SPD-Spitzenkandidat Steffen Krachs Ablehnung von Koalitionen, die Enteignungen zur Bedingung machen, als Reaktion auf Schwerdtner
- Kürzlicher Vorstoß der schwarz-roten Koalition auf Bundesebene Anfang Juli, ein gesetzliches Verbot zur Enteignung von Immobilienkonzernen einzuführen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Steffen Krach kritisiert die Position der Linkspartei zur Regierungsbeteiligung und stellt klar, dass er nicht mit einer Koalition kooperieren will, die Enteignungen zur Bedingung macht
- Krach weist die Einmischung der Bundesebene zurück und betont, er wolle für Koalitionsverhandlungen keine Ratschläge von der Bundesparteivorsitzenden erhalten
- Krach kritisiert den bundespolitischen Vorstoß der schwarz-roten Koalition, ein gesetzliches Verbot zur Enteignung von Immobilienkonzernen einzuführen, und sieht darin keine Unterstützung nötig
- Er wirft vor, dass der Vorstoß die Debatte über Enteignungen unnötig neu entfacht habe
- Krach äußert die Vermutung, dass das Vorgehen nicht im Interesse von mehr bezahlbarem Wohnraum stehe und verweist darauf, dass wieder über Enteignungen gesprochen werde
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Krach weist Koalitionsmöglichkeiten mit der Linkspartei zurück, falls Enteignungen zur Bedingung gemacht werden
- Koalitionsverhandlungen oder Sondierungen werden von der Berliner SPD gegenüber Eingriffen der Bundesebene abgegrenzt
- Die SPD positioniert sich erneut gegen Enteignungen als Instrument der Wohnungspolitik
- Die Debatte über bezahlbaren Wohnraum verlagert sich wieder stärker hin zu Enteignungen statt zu alternativen Konzepten
- Der Reformvorstoß auf Bundesebene wird als Auslöser einer unnötigen Neuentfachung der Debatte kritisiert
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Steffen Krach (SPD) wird mit Zitaten zitiert („…sagte Krach dem ‚Stern‘“) und auch Ines Schwerdtner (Linkspartei) wird als Reaktion/Position dargestellt.
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