Berlin: Offene KI und Sicherheitsrisiken
Berlin () – Politiker von Union, SPD und Grünen schlagen wegen immer leistungsfähigerer frei verfügbarer KI-Modelle Alarm. Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann (CDU), sagte dem „Handelsblatt“, leistungsfähige, hochentwickelte Open-Source-KI-Modelle könnten die Sicherheitslage grundlegend verändern.
Die Veröffentlichung von Modellgewichten oder anderer zentraler Bestandteile beschleunige Innovationszyklen erheblich, weil Entwickler die Systeme verändern, verbessern und weiterverbreiten könnten, so Henrichmann. Zugleich sinke die Hürde für Cyberkriminelle und staatliche Akteure, solche Systeme für die Automatisierung von Angriffen, Einflusskampagnen oder die Entwicklung neuer Schadsoftware zu nutzen.
Auch der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Schätzl, rechnet damit, dass sich durch leistungsfähige offene KI-Modelle die Sicherheitsrisiken deutlich erhöhen. Die größte Gefahr gehe von Cyberkriminellen aus, die offene Modelle lokal betreiben, verändern und ohne Kontrolle des ursprünglichen Anbieters einsetzen könnten, sagte er dem „Handelsblatt“. Die Hürden für Cyberangriffe könnten dadurch sinken und bekannte Angriffsmethoden schneller und in größerem Umfang eingesetzt werden, warnte Schätzl.
Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums, Konstantin von Notz (Grüne), erwartet durch Open-Source-KI für die IT-Sicherheit eine massive Disruption, also einen tiefgreifenden Umbruch. Zwar stärkten offene Modelle Transparenz und digitale Souveränität. Gleichzeitig ermöglichten sie aber Kriminellen und anderen feindlichen Akteuren einen niedrigschwelligen Zugang zu potenziell sehr mächtigen Werkzeugen, sagte er dem „Handelsblatt“. Die IT-Sicherheitslage werde sich dadurch grundlegend verändern und erfordere konsequente Gegenmaßnahmen der Bundesregierung. Besonders wichtig werde es, Sicherheitslücken möglichst schnell zu schließen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Marc Henrichmann, Johannes Schätzl, Konstantin von Notz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, SPD, Grüne, Bundestag, Geheimdienste-Kontrollgremium
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Politiker von Union, SPD und Grünen warnen angesichts immer leistungsfähigerer frei verfügbarer Open-Source-KI-Modelle vor einer grundlegenden Verschärfung der Sicherheitslage, weil sinkende Hürden für Cyberangriffe, Einflusskampagnen und Schadsoftware drohen und damit konsequente Gegenmaßnahmen nötig werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Politiker von Union, SPD und Grünen schlagen Alarm wegen immer leistungsfähigerer frei verfügbarer KI-Modelle
- Veröffentlichung von Modellgewichten oder anderer zentraler Bestandteile beschleunigt Innovationszyklen
- Sinkende Hürde für Cyberkriminelle und staatliche Akteure, KI-Systeme für Angriffs- und Einflussautomatisierung sowie neue Schadsoftware zu nutzen
- Möglichkeit, dass Cyberkriminelle offene Modelle lokal betreiben, verändern und ohne Kontrolle des ursprünglichen Anbieters einsetzen
- Erwartete deutliche Erhöhung der Sicherheitsrisiken durch leistungsfähige offene KI-Modelle
- Befürchtete Disruption der IT-Sicherheitslage durch niedrigschwelligen Zugang feindlicher Akteure zu potenziell sehr mächtigen Werkzeugen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Union, SPD und Grüne schlagen wegen leistungsfähiger frei verfügbarer Open-Source-KI-Modelle Alarm
- Marc Henrichmann (CDU) warnt, dass solche Modelle die Sicherheitslage grundlegend verändern könnten
- Johannes Schätzl (SPD) erwartet deutlich erhöhte Sicherheitsrisiken, besonders durch Cyberkriminelle
- Konstantin von Notz (Grüne) rechnet mit einer massiven Disruption der IT-Sicherheit und fordert konsequente Gegenmaßnahmen der Bundesregierung
- Alle betonten, dass offene Modellbausteine die Hürde für Angriffe senken und schnellere Nutzung ermöglichen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Sinkende Hürde für Cyberkriminelle und staatliche Akteure zur Nutzung von KI-Systemen für die Automatisierung von Angriffen
- Beschleunigte Entwicklung und Verbreitung neuer Schadsoftware durch verkürzte Innovationszyklen
- Erhöhte Sicherheitsrisiken durch lokal betreibbare offene KI-Modelle ohne Kontrolle des ursprünglichen Anbieters
- Schnellere und umfangreichere Nutzung bekannter Angriffsmethoden durch geringere Angriffshürden
- Grundlegende Veränderung der IT-Sicherheitslage durch mögliche massive Disruption
- Notwendigkeit konsequenter Gegenmaßnahmen der Bundesregierung
- Dringender Fokus darauf, Sicherheitslücken möglichst schnell zu schließen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann (CDU), wird mit einer Stellungnahme zitiert.
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