Sicherheitspolitik in Deutschland: Drohnenabwehr und Risiken
Berlin () – Politiker von Union, SPD und Grünen haben vor Sicherheitsrisiken durch chinesische Technik bei einer möglichen deutschen Drohnenabwehr über Mobilfunknetze gewarnt.
Hintergrund ist ein Vorhaben von Rheinmetall und Deutscher Telekom für einen Schutzschirm gegen Drohnen und Sabotage, bei dem auch die bestehende Mobilfunkinfrastruktur eine Rolle spielen könnte.
Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums im Bundestag, Marc Henrichmann (CDU), sagte dem „Handelsblatt“, die Unternehmen gingen mit ihrem Konzept zwar „einen richtigen und konsequenten Schritt“. „Wenn aber Teile künftiger Drohnenabwehr über zivile Mobilfunkinfrastruktur laufen sollen, dann ist die Frage nach den verbauten Technologien eine valide sicherheitspolitische Kernfrage.“
Der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Schätzl, sagte dem „Handelsblatt“: „Wir sehen digitale und sicherheitspolitische Risiken häufig erst dann intensiv, wenn die entsprechende Technologie bereits tief in kritischen Bereichen angekommen ist.“ Er forderte eine härtere Linie gegenüber kritischen Komponenten nicht vertrauenswürdiger Ausrüster. Ein Austausch von Hochrisikokomponenten koste zwar Geld und könne Auswirkungen auf den Netzausbau oder bestehende Strukturen haben. „Aber Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif.“
Auch der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz verlangte Konsequenzen. „Die Drohnenabwehrarchitektur, die maßgeblich auch eine Reaktion auf die derzeitige russische Bedrohung ist, muss vollständig ohne chinesische Komponenten ausgestaltet werden“, sagte er dem „Handelsblatt“. Drohnenabwehrfähigkeiten müssten „so ausgestaltet werden, dass keine Einfallstore im System für nicht vertrauenswürdige Akteure geschaffen werden“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Drohnen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Marc Henrichmann, Johannes Schätzl, Konstantin von Notz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Politiker von Union, SPD und Grünen warnen vor Sicherheitsrisiken durch chinesische Technik in der geplanten deutschen Drohnenabwehr, die auf Mobilfunknetze angewiesen ist, und fordern eine konsequente Ausschlussstrategie für nicht vertrauenswürdige Komponenten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung vor Sicherheitsrisiken durch chinesische Technik
- Vorhaben von Rheinmetall und Deutscher Telekom für Drohnenabwehr
- Nutzung bestehender Mobilfunkinfrastruktur im Drohnenabwehrkonzept
- Bedenken hinsichtlich verbauter Technologien in der Infrastruktur
- Forderung nach härterer Linie gegenüber nicht vertrauenswürdigen Ausrüstern
- Aktuelle geopolitische Situation und Bedrohung durch Russland
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politiker von Union, SPD und Grünen warnen vor Sicherheitsrisiken durch chinesische Technik
- Rheinmetall und Deutsche Telekom planen Schutzschirm gegen Drohnen über Mobilfunknetze
- Marc Henrichmann (CDU) sieht Fragen zur Sicherheit verbauter Technologien
- Johannes Schätzl (SPD) fordert härtere Linie gegen nicht vertrauenswürdige Komponenten
- Schätzl betont, dass Sicherheitskosten nicht vernachlässigt werden dürfen
- Konstantin von Notz (Grüne) fordert Drohnenabwehr ohne chinesische Komponenten
- Notz betont Vermeidung von Einfalltoren für nicht vertrauenswürdige Akteure
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Sicherheitsrisiken durch chinesische Technik
- Notwendigkeit einer härteren Linie gegenüber kritischen Komponenten
- Kosten für den Austausch von Hochrisikokomponenten
- Auswirkungen auf den Netzausbau und bestehende Strukturen
- Notwendigkeit einer drohnenabwehrarchitektur ohne chinesische Komponenten
- Vermeidung von Einfalltoren für nicht vertrauenswürdige Akteure
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Zum Beispiel sagt Marc Henrichmann (CDU) dazu, dass die Unternehmen mit ihrem Konzept "einen richtigen und konsequenten Schritt" gehen, warnt jedoch vor den Sicherheitsfragen bezüglich der verwendeten Technologien.
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