GdP rechnet mit bis zu 4.500 Einsatzkräften bei Castortransport

Sicherheit und Protest: Castortransporte in NRW

() – Die Gewerkschaft der NRW (GdP NRW) richtet sich darauf ein, dass die Castortransporte von nach Ahaus unmittelbar bevorstehen. „Dass der Starttermin für den ersten Transport jetzt nicht mehr Wochen entfernt in der Zukunft liegt – das ist allen Beteiligten klar“, sagte Landeschef Patrick Schlüter der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

Ein mitbestimmtes Strahlenschutz- und Arbeitssicherheitskonzept liege im Polizeipräsidium Münster vor. Die dort festgelegten Regelungen gingen deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. „Deswegen sind wir als GdP NRW damit zufrieden – auch wenn wir diesen Einsatz natürlich weiter für unnötig halten.“

Das sieht der NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) auch so: „Wenn es nach mir ginge, könnte ich auf die anstehenden Castortransporte gerne verzichten. Aber die der Polizei ist kein Wunschkonzert. Wir können uns die Einsätze nicht aussuchen“, sagte der Minister der „Rheinischen Post“.

Der Schutz von Castortransporten sei eine große Herausforderung. Doch die Polizei habe die notwendige Erfahrung und das Potenzial, um solche Einsätze effizient und sicher durchzuführen – auch mit Demonstrationen, die ebenfalls geschützt werden. „Die Polizei wird ihre Arbeit erledigen und diesen Einsatz professionell durchführen. Ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Transport sicher vonstattengeht. Nicht mehr und nicht weniger“, so Reul.

Die Frage, inwieweit es massive Gegenwehr geben wird, bezeichnete GdP-Landeschef Patrick Schlüter als Black Box. „Klar ist: Es wäre der Super-Gau, wenn es Castorgegnern gelänge, den Transport unterwegs zu stoppen“, sagte er der „Rheinischen Post“. Man wisse um die Radikalität derjenigen, die in Lützerath aktiv waren. „Wir wissen auch, dass die Szene sehr schnell mobilisieren kann. Die Polizei hat ein Auge drauf, beobachtet sehr genau.“

Schlüter bezeichnete es als richtig, hier erst einmal „mit großem Besteck“ loszulegen. „Wir als GdP rechnen mit Größenordnungen von 3.500 bis zu 4.500 Einsatzkräften. Zum Vergleich: Bei einem Derby von Dortmund gegen Schalke oder gegen Köln sind üblicherweise 2500 bis 3000 Beamte im Einsatz.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizisten (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen, die im Artikel vorkommen, sind:

Patrick Schlüter, Herbert Reul

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP NRW), Polizeipräsidium Münster, NRW-Innenministerium, Herbert Reul (CDU), Polizei, Castorgegner, Lützerath.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Düsseldorf, Jülich, Ahaus, Münster, Lützerath.

Worum geht es in einem Satz?

Die Gewerkschaft der Polizei NRW bereitet sich auf bevorstehende Castortransporte zwischen Jülich und Ahaus vor, während Innenminister Herbert Reul betont, dass die Polizei professionell und sicher mit möglichen Protesten umgehen wird, obwohl beide Seiten den Einsatz als unnötig erachten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstehende Castortransporte von Jülich nach Ahaus
  • Vorbereitungen der Polizei für den Schutz der Transporte
  • Strahlenschutz- und Arbeitssicherheitskonzept im Polizeipräsidium Münster
  • Zusätzliche Anforderungen über gesetzliche Vorgaben hinaus
  • Mögliche Gegenwehr von Castorgegnern
  • Erfahrungen der Polizei aus ähnlichen Einsätzen
  • Mobilisierungspotential von Aktivisten aus vorherigen Protesten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Gewerkschaft der Polizei NRW erwartet Castortransporte imminente
  • Landeschef Patrick Schlüter äußert Zufriedenheit mit Sicherheitskonzept der Polizei
  • NRW-Innenminister Herbert Reul sieht Einsätze als notwendig an, trotz persönlichem Wunsch auf Verzicht
  • Polizei wird für Sicherheit der Transporte und Demonstrationsschutz verantwortlich sein
  • Schlüter bezeichnet mögliche Gegenwehr als "Black Box"
  • Warnung vor Radikalität der Castorgegner
  • GdP rechnet mit 3.500 bis 4.500 Einsatzkräften für die Transporte, deutlich über normalen Fußball-Einsätzen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zufriedenheit der GdP NRW über das Strahlenschutz- und Arbeitssicherheitskonzept
  • Hohe Einsatzkräfte von 3.500 bis 4.500 erwartet
  • Herausforderung für die Polizei beim Schutz von Castortransporten
  • Notwendigkeit professioneller Durchführung des Einsatzes
  • Risiko von massiver Gegenwehr durch Castorgegner
  • Beobachtung der Situation durch die Polizei
  • Möglichkeit von Radikalität im Protestverhalten
  • Einsatzplan durch GdP als umfassend angesehen
  • Vergleich der Einsatzkräfte mit Sportveranstaltungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Patrick Schlüter, der Landeschef der Gewerkschaft der Polizei NRW, äußert sich zur bevorstehenden Notwendigkeit massiver Polizeieinsätze und betont die Herausforderungen der Castortransporte.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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