Wirtschaftsinstitute wollen Konjunkturprognose absenken

Wirtschaftsausblick Berlin: Auswirkungen des Iran-Kriegs

Berlin () – Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute werden ihre Konjunkturprognosen infolge des Iran-Kriegs voraussichtlich senken. Das teilten Ökonomen des Ifo-Instituts, des IMK, des RWI und des IW dem Newsletter „Industrie und “ des „Politico“ am Dienstag mit. Die Institute rechnen dabei mit einem Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt zwischen 0,2 und 1,0 Prozentpunkten – je nach Dauer des Kriegs.

„Wir gehen derzeit von einem Anstieg der Inflationsrate auf knapp 2,5 Prozent aus, wenn die Öl- und Gaspreise innerhalb der nächsten Wochen wieder sinken“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Dies würde das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um rund 0,2 Prozentpunkte verlangsamen, sodass wir mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im nächsten Jahr rechnen.“

Sollten die Preise für fossile allerdings für einen längeren Zeitraum stark erhöht bleiben, hält das Ifo-Institut eine Inflationsrate von 3 Prozent für möglich. „Dies würde das Wachstum um weitere 0,2 Prozentpunkte auf nur noch 0,6 Prozent in diesem Jahr und um 0,4 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent im kommenden Jahr bremsen“, so Wollmershäuser.

Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie der Hans-Böckler-Stiftung (IMK), äußerte sich ähnlich. „Bis zum Kriegsausbruch ging die Tendenz dahin, unsere Erwartung von bisher 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum für 2026 noch ein bisschen heraufzusetzen“, sagte er. „Das hat sich jetzt auf jeden Fall erledigt.“

Falle der Ölpreis schnell wieder unter 100 Dollar pro Fass, dürften sich die Folgen in Grenzen halten „und es dürften lediglich ein paar Zehntel Prozentpunkte Wachstum verloren gehen“, so Dullien weiter. „Hält der aber länger an und sind die Öl- und LNG-Lieferungen aus der Region längere Zeit unterbrochen, kann der Energiepreisschock groß genug sein, um die Erholung in zum Erliegen zu bringen.“

Samina Sultan vom IW Köln ergänzte: „Sollte der Ölpreis über zwei Jahre bei 100 Dollar oder sogar 150 Dollar liegen, würde das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2027 um 0,6 bis 1,0 Prozent niedriger sein als ohne Steigerung des Ölpreises.“

RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmid, zeigte sich etwas optimistischer. „Wenn die Preise für Öl und Gas bis Ende März auf dem aktuellen Niveau bleiben und danach langsam wieder sinken, rechnen wir für das Jahr 2026 mit einem negativen Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt von etwa 0,2 Prozentpunkten“, erklärte er.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Timo Wollmershäuser, Sebastian Dullien, Samina Sultan, Torsten Schmid

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Ifo-Institut, IMK, RWI, IW Köln, Hans-Böckler-Stiftung, Politico

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten eine Senkung ihrer Konjunkturprognosen wegen des Iran-Kriegs, was das Wirtschaftswachstum in diesem und dem nächsten Jahr erheblich bremsen könnte, abhängig von der Stabilität der Energiepreise.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ausbruch des Iran-Kriegs
  • Erhöhung der Öl- und Gaspreise
  • Beeinträchtigung von Energie- und Rohstofflieferungen
  • Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft
  • Vorherige positive Konjunkturprognosen der Institute

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Senkung der Konjunkturprognosen
  • Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt zwischen 0,2 und 1,0 Prozentpunkten
  • Anstieg der Inflationsrate auf knapp 2,5 Prozent
  • Verlangsamung des Wirtschaftswachstums um rund 0,2 Prozentpunkte
  • Wachstum von 0,8 Prozent in diesem Jahr
  • Wachstum von 1,2 Prozent im nächsten Jahr
  • Mögliche Inflationsrate von 3 Prozent bei hohen Energiepreisen
  • Weiterer Rückgang des Wachstums um 0,2 Prozentpunkte auf 0,6 Prozent in diesem Jahr
  • Rückgang des Wachstums um 0,4 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent im nächsten Jahr
  • Aufhebung der Erwartung eines Wirtschaftswachstums von 1,2 Prozent für 2026
  • Verlust von wenigen Zehntel Prozentpunkten Wachstum bei sinkendem Ölpreis
  • Mögliches Erliegen der Erholung in Deutschland bei längerer Kriegdauer
  • Bruttoinlandsprodukt 2027 um 0,6 bis 1,0 Prozent niedriger bei hohem Ölpreis
  • Negativer Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt von etwa 0,2 Prozentpunkten bis 2026

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Timo Wollmershäuser, der Ifo-Konjunkturchef, äußerte sich zur Inflationsrate und zum Wirtschaftswachstum in diesem und dem kommenden Jahr.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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