Reichinnek lehnt pauschales Social-Media-Verbot bis 16 Jahren ab

Gesellschaftliche Debatte über Jugend und Social Media

() – Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek spricht sich gegen ein generelles Nutzungsverbot Sozialer für unter 16-Jährige aus.

„Ich bin persönlich kein Fan davon, dieses Verbot bis 16 umzusetzen“, sagte sie am Montag dem TV-Sender ntv. Jugendliche seien „sehr pfiffig“ und könnten das Verbot leicht umgehen. Technische Alterskontrollen etwa über Ausweisdaten sehe sie aber kritisch, weil man dann preisgeben müsse. Die Verbotsdebatte greife deshalb zu kurz, stattdessen müsse stärker über die Macht großer Plattformen gesprochen werden.

Mit Blick auf Regulierung verweist Reichinnek auf europäische Vorgaben, wie zum Beispiel den Digital Services Act. „Der muss eigentlich vernünftig umgesetzt werden, also beispielsweise mit höheren Strafen.“ Außerdem brauche es Medienkompetenz, „nicht nur“ für Kinder und Jugendliche, sowie „mehr Jugendarbeit“. Das koste , „aber ich finde, genau darüber müssen wir in dieser Diskussion auch mal sprechen“.

In der CDU wird ein Mindestalter für offene Plattformen weiter diskutiert. „Wir haben in der Antragskommission der Bundespartei auch über diesen Antrag beraten. Wir wollen den zur weiteren Diskussion überweisen, weil es eine laufende Diskussion gibt“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium Philipp Amthor. Es sei „richtig, dass wir das unter der Thematik des Kinder- und Jugendschutzes besprechen“. Soziale Netzwerke seien „auch als demokratisches Kommunikationsinstrument“ nutzbar, hätten aber „natürlich auch absolut negative Seiten“.

Amthor warnt zugleich vor vorschnellen Festlegungen. Ob 16 das „richtige Alter“ sei, sei offen, auch auf EU-Ebene gebe es andere Ansätze. Zudem gebe es technische Hürden: „Eine reine Verifikation mit `Ich klicke irgendwo` löst die Probleme nicht.“ Diskutiert werden solle das Thema „unter der Überschrift nicht zuallererst Zensur, Einschränkungen der Meinungsfreiheit, sondern Kinder- und Jugendschutz“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Linke, ntv, Digital Services Act, CDU, Bundespartei, Digitalministerium, Philipp Amthor.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt. Weitere Erwähnungen beziehen sich auf europäische Vorgaben und EU-Ebene in der Regulierung von sozialen Medien.

Worum geht es in einem Satz?

Heidi Reichinnek, die Fraktionschefin der Linken, lehnt ein generelles Nutzungsverbot für Soziale Medien für unter 16-Jährige ab und betont die Notwendigkeit, stattdessen über die Macht großer Plattformen sowie Medienkompetenz und Jugendarbeit zu diskutieren.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Debatte über die Nutzung Sozialer Medien für Jugendliche
  • Wachsende Besorgnis bezüglich Kinder- und Jugendschutz
  • Hohe Durchlässigkeit von Alterskontrollen
  • Einfluss großer Plattformen auf Jugendliche
  • Notwendigkeit von Medienkompetenz und Jugendarbeit
  • Diskussion über europäische Vorgaben wie den Digital Services Act
  • Unterschiedliche Ansätze von politischen Parteien zur Regulierung
  • Technische Herausforderungen bei Altersverifikation

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Heidi Reichinnek spricht sich gegen generelles Nutzungsverbot Sozialer Medien für unter 16-Jährige aus
  • Kritisiert technische Alterskontrollen wegen Datenschutzbedenken
  • Regt an, über Macht großer Plattformen zu diskutieren
  • Weist auf europäische Vorgaben wie den Digital Services Act hin
  • Fordert höhere Strafen und mehr Medienkompetenz sowie Jugendarbeit
  • CDU diskutiert Mindestalter für offene Plattformen
  • Philipp Amthor betont Bedeutung des Kinder- und Jugendschutzes
  • Warnt vor vorschnellen Festlegungen bezüglich des Alters
  • Diskutiert unter dem Aspekt von Kinder- und Jugendschutz statt Zensur oder Meinungsfreiheit

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ablehnung eines generellen Nutzungsverbots für under 16-Jährige
  • Kritische Haltung zu technischen Alterskontrollen
  • Fokus auf die Macht großer Plattformen
  • Verweis auf europäische Vorgaben wie den Digital Services Act
  • Forderung nach höheren Strafen für Verstöße
  • Notwendigkeit von Medienkompetenz
  • Erhöhung von Jugendarbeit erforderlich
  • Diskussion über Mindestalter für offene Plattformen
  • Thematisierung im Kontext Kinder- und Jugendschutz
  • Warnung vor vorschnellen Festlegungen
  • Diskussion unter Berücksichtigung von Meinungsfreiheit
  • Erforderlichkeit der technischen Lösung für Altersverifikation

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek zitiert. Sie spricht sich gegen ein generelles Nutzungsverbot Sozialer Medien für unter 16-Jährige aus und äußert Bedenken über technische Alterskontrollen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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