Warken will ab 2028 Zugang zu Fachärzten regulieren

Gesundheitsreform in Berlin: Veränderungen für Patienten

() – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat eine Gesundheitsreform mit weitreichenden Folgen für Patienten angekündigt. Kernstück ist das Ende des freien Zugangs zum Facharzt. „Wir planen eine große Reform der Primärversorgung“, sagte Warken der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Dann wird nicht mehr jeder direkt zum Facharzt gehen können und nicht mehr zu so vielen Ärzten, wie er oder sie möchte.“

Um teure Doppelbehandlungen zu vermeiden, sollen die ärzte die erste Anlaufstation sein. „Der öffnet dann die Tür zum Facharzt, für den es eine Termingarantie geben wird entsprechend der Notwendigkeit“, kündigte Warken an.

Für Patienten, die ohne Überweisung zum Facharzt gehen, könnte es teurer werden. „Wer sich an die Patientensteuerung hält, könnte einen Bonus erhalten, wer einfach so zum Facharzt geht, könnte eine Gebühr bezahlen müssen“, sagte Warken. Gegebenenfalls könne eine Leistung, die nicht den Empfehlungen der Primärversorger entspricht, nicht abgerechnet werden, sondern müsse dann vom Patienten selbst bezahlt werden. Medizinischen Fachangestellten sollen zusätzliche Kompetenzen erhalten und die Hausärzte entlasten.

Bis zur Sommerpause will Warken einen entsprechenden Referentenentwurf vorlegen. Greifen soll das Gesetz im Jahr 2028.

Die Reform ist Teil eines größeren Pakets, mit dem Warken die defizitäre Lage im Gesundheitssystem entschärfen will. Eine unabhängige Finanzkommission zur gesetzlichen soll bis Ende März Reformvorschläge vor. Warken sagte dazu, sie gehe von einem zweistelligen Milliardenbetrag aus, der ab 2027 jährlich eingespart werden müsse. „Um das zu erreichen, schnüren wir ein Paket über alle Ausgabenfelder hinweg – Krankenhaus, Ärzte, Pharma -, und gehen auch strukturell vor, etwa gegen Fehlanreize und Doppelvergütungen“, sagte Warken.

Die Gesundheitsministerin geht davon aus, mit den geplanten Reformen die Kosten für die zum für viele Versicherten abermals gestiegenen Kosten in den Griff zu kriegen. „Ich rechne für 2026 insgesamt mit stabilen Beiträgen“, sagte sie. Wie üblich würden „vielleicht einige wenige Kassen“ unterjährig ihren Zusatzbeitrag anheben. „Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass es keine weiteren Erhöhungen gibt“, so Warken. Ihren eigenen Erfolg als Ministerin am Jahresende werde sie daran , „dass die Beiträge zu den Kranken- und Pflegekassen wirklich stabil bleiben“.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Bundesgesundheitsministerium, gesetzliche Krankenversicherung

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum oder der Zeitraum des beschriebenen Ereignisses ist: Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigt eine Gesundheitsreform an, die den direkten Zugang zu Fachärzten einschränkt und Hausärzte als erste Anlaufstelle einführt, um Kosten im Gesundheitssystem zu senken, wobei Patienten, die ohne Überweisung zu Fachärzten gehen, eventuell Gebühren zahlen müssen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Kosten im Gesundheitssystem
  • Defizitäre Lage im Gesundheitssystem
  • Notwendigkeit zur Vermeidung teurer Doppelbehandlungen
  • Geplante Reform der Primärversorgung
  • Ziel der Kostenstabilität für Versicherte
  • Einsetzung einer unabhängigen Finanzkommission zur gesetzlichen Krankenversicherung
  • Schaffung zusätzlicher Kompetenzen für medizinische Fachangestellte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Es wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ende des freien Zugangs zum Facharzt
  • Hausärzte als erste Anlaufstation
  • Einführung einer Termingarantie für Facharztbesuche
  • Teurere Kosten für Patienten ohne Überweisung
  • Möglichkeit einer Gebühr für direkte Facharztbesuche
  • Selbstzahlerpflicht für Leistungen außerhalb der Empfehlungen der Primärversorger
  • Erweiterung der Kompetenzen für medizinische Fachangestellte
  • Entlastung der Hausärzte
  • Einsparungen im gesundheitlichen Bereich von zweistelligem Milliardenbetrag ab 2027
  • Stabilisierung der Beiträge zu den Kranken- und Pflegekassen für 2026
  • Mögliche Anhebung des Zusatzbeitrags bei einigen Kassen
  • Erfolgsmessung der Ministerin an stabilen Beiträgen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zitiert, in der sie eine Gesundheitsreform ankündigt und die Änderungen im Zugang zu Fachärzten erläutert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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