ABDA unterstützt Vorstoß gegen Rabatte von Versandapotheken

ABDA unterstützt Vorstoß gegen Rabatte von Versandapotheken

News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

ABDA unterstützt Vorstoß gegen Rabatte von Versandapotheken

Berlin () – Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hat einen Vorstoß von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) begrüßt, die gegen Rabattangebote von europäischen Online-Versandapotheken auf rezeptpflichtige Medikamente vorgehen will.

Die Ministerin liege absolut richtig mit ihrer Einschätzung, sagte ABDA-Präsident Thomas Preis den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es kann doch nicht sein, dass ausländische Logistikkonzerne Beitragsgelder von GKV-Versicherten dafür zweckentfremden, um mit Rabatten und Boni um Kunden zu buhlen. Rabatte und Boni gehören nicht in eine fürsorgliche Gesundheitsversorgung“, so Preis weiter.

Der ABDA-Präsident reagierte damit auf Aussagen der Bundesgesundheitsministerin. Warken hatten den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt, gegen derartige Rabattangebote vorgehen zu wollen. „Die wohnortnahe, persönliche Abgabe von Arzneimitteln muss weiterhin für alle Patienten sichergestellt bleiben. Deswegen werde ich alles dafür tun, gleiche Bedingungen zwischen Versandhandel und stationären Apotheken zu erhalten“, hatte sie erklärt.

Der Apotheker-Präsident sagte, allein in den vergangenen fünf Jahren sei die Apothekenzahl um rund zehn Prozent gesunken. Ein Ende dieser dramatischen Entwicklung sei nicht abzusehen. „Eine Ursache dafür ist der Arzneimittelversandhandel aus dem Ausland“, so Preis.

Menschen in Deutschland verlören mit jeder geschlossenen Apotheke „ein Stück wohnortnahe Versorgung“, sagte er weiter. „Für alle, besonders auch für ältere Menschen sind Apotheken in einer zunehmend digitalisierten Versorgungswelt des Gesundheitswesens oft die einzigen und ersten persönlichen Ansprechpartner für ihre Gesundheit.“ Für die Menschen entstünden zudem weite Fahrtwege. „Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung. Die Gesundheitspolitik muss nun dafür sorgen, dass die Strukturen der Vor-Ort-Versorgung nicht noch weiter Schaden nehmen und schnell handeln“, forderte er.

Zuletzt hatte ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in dem Zusammenhang für Aufsehen gesorgt. Der BGH hatte geurteilt, dass eine im EU-Ausland ansässige Versandapotheke Kunden in Deutschland vor mehr als zehn Jahren Bonusprämien auf rezeptpflichtige Medikamente gewähren durfte. Für verschreibungspflichtige Medikamente ist die Preisbildung – anders als bei rezeptfreien – gesetzlich geregelt. Der Grundgedanke: Die betroffenen Arzneimittel sollen in jeder Apotheke zum gleichen Preis angeboten werden. Umstritten war seit Jahren, ob die Preisbindung auch für Versandapotheken im EU-Ausland gilt – oder ob das gegen den freien Warenverkehr der EU verstößt.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lobbystand für deutsche Apotheken (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Nina Warken, Thomas Preis

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien und Institutionen sind:

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), GKV, Bundesgerichtshof (BGH)

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Die ABDA unterstützt den Vorstoß von Gesundheitsministerin Nina Warken, gegen Rabattangebote europäischer Versandapotheken für rezeptpflichtige Medikamente vorzugehen, um die wohnortnahe Versorgung durch stationäre Apotheken zu sichern und den Rückgang solcher Apotheken in Deutschland zu stoppen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist der Vorstoß von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, gegen Rabattangebote von europäischen Online-Versandapotheken für rezeptpflichtige Medikamente vorzugehen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) die Konkurrenz durch ausländische Versandapotheken als Bedrohung für die wohnortnahe Patientenversorgung sieht und darauf hinweist, dass die Anzahl der stationären Apotheken in Deutschland zurückgeht. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das die Gewährung von Bonusprämien durch Versandapotheken erlaubte, verstärkt die Diskussion über die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird die positive Reaktion der ABDA und ihres Präsidenten Thomas Preis auf den Vorstoß von Gesundheitsministerin Nina Warken beschrieben, die gegen Rabattangebote von europäischen Online-Apotheken vorgehen möchte. Preis betont die Gefahren des Arzneimittelversandhandels für die wohnortnahe Versorgung und fordert Maßnahmen, um die stationären Apotheken zu schützen.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:

- Sinken der Apothekenzahl um rund zehn Prozent,
- Verlust der wohnortnahen Versorgung für Menschen in Deutschland,
- Entstehung weiterer Fahrtwege für Patienten,
- Gefahr einer Verschlechterung der Strukturen der Vor-Ort-Versorgung,
- Notwendigkeit für die Gesundheitspolitik, schnell zu handeln.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Thomas Preis, dem Präsidenten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), zitiert. Er begrüßte den Vorstoß von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gegen Rabattangebote europäischer Online-Versandapotheken und betonte, dass solche Praktiken nicht in eine fürsorgliche Gesundheitsversorgung gehören. Preis warnte außerdem vor den negativen Auswirkungen des Arzneimittelversandhandels auf die wohnortnahe Versorgung in Deutschland.

Berlin: Ein Zentrum der Gesundheitsversorgung

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein wichtiger Knotenpunkt im Gesundheitswesen. Die Stadt beherbergt zahlreiche Apotheken, die für die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung unerlässlich sind. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Apotheken jedoch drastisch gesunken, was die gesundheitliche Versorgung gefährden könnte. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken setzt sich dafür ein, dass die bestehenden Strukturen der Apotheker erhalten bleiben und gegen die Preisgestaltung europäischer Online-Versandapotheken vorgegangen wird. Die Diskussion um die Zukunft der stationären Apotheken ist in der Hauptstadt also aktueller denn je, da sie für viele Bürger, insbesondere für ältere Menschen, von großer Bedeutung sind.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert