Bundestag beschließt neuen Wehrdienst

Wehrdienstreform im Bundestag beschlossene Politik

() – Der Bundestag hat einen neuen Wehrdienst beschlossen. 323 Abgeordnete stimmten am Freitag in namentlicher Abstimmung für das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz, 272 dagegen bei einer Enthaltung.

Die Regelung setzt zunächst auf Freiwilligkeit und auf einen „attraktiven Dienst“. Alle 18-jährigen und sollen ab Anfang 2026 einen Fragebogen erhalten, durch den ihre Motivation und Eignung für den Dienst in den Streitkräften ermittelt wird. Für Männer soll die Beantwortung des Fragebogens verpflichtend sein, für Frauen freiwillig. Für alle Männer, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, soll die Musterung wieder zur Pflicht werden.

Es wird ein Dienst auf freiwilliger Basis angestrebt. Werde ein sogenannter „Aufwuchskorridor“ nicht eingehalten, soll es zu einer „Bedarfswehrpflicht“ kommen. Darüber müsste dann zunächst der Bundestag in einem erneuten Gesetzgebungsverfahren abstimmen. Darüber hatte es lange in der Streit gegeben. Dabei war auch über ein Losverfahren diskutiert worden.

Junge , die sich freiwillig für den neuen Wehrdienst entscheiden, sollen eine monatliche Vergütung von mindestens 2.600 Euro brutto erhalten, der Soldat auf Zeit (SaZ) soll 2.700 Euro brutto, inklusive Unterbringung, erhalten. Zudem soll möglichst auf eine wohnortnahe Verwendung geachtet werden.

Bei einer Verpflichtung für mindestens ein Jahr werde zudem ein Zuschuss für den Pkw- oder Lkw-Führerschein gewährt und die Soldaten als Soldat auf Zeit nach dem Bundesbesoldungsgesetz besoldet.

Der Wehrdienst dauert laut dem in der Koalition gefundenen Kompromiss mindestens sechs Monate. Ansonsten könne jede Person individuell entscheiden, wie lange sie Wehrdienst leisten möchte. Bei entsprechender Eignung seien sogar längere Verpflichtungszeiten von bis zu 25 Jahren möglich.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundestag, Bundesbesoldungsgesetz, Bundeswehr

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am Freitag, dem 27. Oktober 2023 statt, als der Bundestag über das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz abstimmte.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Der Bundestag hat ein neues Wehrdienst-Modernisierungsgesetz beschlossen, das ab 2026 einen verpflichtenden Fragebogen für Männer und freiwilligen für Frauen einführt, wobei der Dienst zunächst auf Freiwilligkeit setzt, jedoch bei Bedarf eine Wehrpflicht aktivieren kann.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Entwurf des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes
  • Anstieg des Fachkräftemangels in den Streitkräften
  • Notwendigkeit einer Attraktivitätssteigerung für den Wehrdienst
  • Diskussionen innerhalb der Koalition über Wehrdienststruktur
  • Rückkehr zur Pflichtmusterung für junge Männer
  • Einführung eines Fragebogens zur Eignungsprüfung
  • Verpflichtung zur Erlangung erhöhter Vergütung und Sozialleistungen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung eines neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes
  • Verpflichtender Fragebogen für Männer, freiwillig für Frauen
  • Wiederherstellung der Musterungspflicht für Männer, die ab 2008 geboren wurden
  • Aufwuchskorridor und mögliche Bedarfswehrpflicht
  • Monatliche Vergütung von mindestens 2.600 Euro brutto für Freiwillige
  • Vergütung von 2.700 Euro brutto für Soldaten auf Zeit
  • Zuschuss für Pkw- oder Lkw-Führerschein bei Verpflichtung für mindestens ein Jahr
  • Berdienstzeit von mindestens sechs Monaten
  • Möglichkeit längerer Verpflichtungszeiten bis zu 25 Jahren

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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