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Gesellschaftliche Ungleichheit in Ostdeutschland
Berlin () – Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), hat die ungleiche Verteilung von Eigentum zwischen Ost und West kritisiert. „Um die Demokratie zu stärken, muss der Staat die Vermögensunterschiede genauer in den Blick nehmen“, schreibt sie in einem Gastbeitrag für den „Stern“.
Die Ungleichheit erzeuge bei immer mehr Ostdeutschen das Gefühl, dauerhaft benachteiligt zu sein, erklärte die Staatsministerin im Finanzministerium. „Es geht dabei nicht nur um materielle Fragen, sondern auch um Anerkennung, Respekt, Gerechtigkeit.“ Der Abstand habe sich seit der Jahrtausendwende sogar nochmals leicht vergrößert, erklärte sie. Zudem werde im Osten nicht nur seltener geerbt als im Westen: Auch die Beträge seien deutlich geringer.
Hinzu kommen aus Sicht Kaisers mangelnde Finanzkenntnisse im Osten. Ostdeutsche mieden aus Erfahrungen der Transformationsjahre Investments mit höheren Renditeversprechen, schreibt sie. Im Westen nähme hingegen die Risikofreude mit dem durchschnittlichen Vermögen zu.
Kaiser fordert deshalb eine Reform der Erbschaftssteuer. „Es kann nicht sein, dass wir Erbschaften und Vermögen geringer besteuern als Löhne und Gehälter“, erklärte sie. Die Länder sollten die zusätzlichen Einnahmen ins Bildungssystem investieren, um so langfristig „mehr Chancengleichheit auch beim Vermögensaufbau“ zu erreichen.
Zudem schlug Kaiser vor, den Immobilienerwerb stärker zu fördern. Nur 30 Prozent der Ostdeutschen lebten im Eigenheim. Im Westen seien es 40 Prozent.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Elisabeth Kaiser (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Worum geht es in einem Satz?
Elisabeth Kaiser kritisiert die ungleiche Vermögensverteilung zwischen Ost- und Westdeutschland und fordert eine Reform der Erbschaftssteuer sowie Maßnahmen zur Förderung des Immobilienerwerbs, um Chancengleichheit zu schaffen und das Gefühl der Benachteiligung im Osten zu verringern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ungleiche Verteilung von Eigentum zwischen Ost und West
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Welche Konsequenzen werden genannt?
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- Förderung des Immobilienerwerbs notwendig
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Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Elisabeth Kaiser zitiert. Sie kritisiert die ungleiche Verteilung von Eigentum zwischen Ost und West und fordert, die Vermögensunterschiede genauer zu betrachten, um die Demokratie zu stärken.
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