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Nouripour wehrt sich gegen Söders Vorwurf der Autofeindlichkeit
Berlin () – Der Grünen-Politiker Omid Nouripour wehrt sich in einem Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder gegen dessen Vorwurf einer Autofeindlichkeit der Grünen.
Er müsse „das so alte, wie langweilige, wie vorhersehbare Vorurteil“, die Grünen seien „gegen das Auto“, zurückweisen, heißt es in dem fünfseitigen Schreiben, das Nouripour als Bundestagsabgeordneter verfasste und über welches der „Spiegel“ berichtet. Der Grünen-Politiker ist zwar auch Bundestagsvizepräsident, wandte sich aber in diesem Fall als Parlamentarier der Grünen-Bundestagsfraktion an den CSU-Chef.
Der Hintergrund für das Schreiben ist ein jüngstes Interview Söders in der FAZ, in dem er die Schuld am strauchelnden Auto-Standort den Grünen mit angelastet hatte. „Sie sind einfach gegen das Auto. Doch ohne Auto wird es schwer für den industriellen Standort, insbesondere mit dem hohen Zuliefereranteil. Die Autobranche ist immer noch die zentrale Lebensader der deutschen Wirtschaft“, so Söder.
Nouripour schrieb Söder nun: „Es geht mir um die Sache: Unsere Autoindustrie.“ Sie sei von „überragender Bedeutung für die deutsche Wirtschaft“. Darin seien sich Söder und er einig; über die Ursachen und manche Schlussfolgerungen bislang scheinbar nicht. „Und doch sehe ich spannende Überschneidungen, die wir zum Wohle unseres Landes gemeinsam angehen sollten“, so der Grüne weiter.
Söder hatte in der FAZ auch das von der EU vorgesehene Aus für Verbrenner-Autos bei Neuzulassungen ab 2035 als falsch bezeichnet. Nouripour erinnerte Söder jetzt daran, dass er einst andere Positionen vertreten habe. „Während Sie 2007 das Aus für den Verbrennermotor 2020 und 2020 für 2035 forderten, meinen Sie nun 2025: `Es muss als Erstes das Verbrennerverbot weg`. Ich möchte der Wiederholung alter Fehler ausgerechnet im kritischsten Moment der Krise widerraten“, so der Grünen-Politiker. Die Autoindustrie habe massiv in die emissionsfreie Mobilität investiert. „Das darf Politik nicht gefährden“, so Nouripour.
Zugleich wies der Grünen-Politiker auch darauf hin, dass VW-Chef Oliver Blume davon gesprochen habe, dass das Erreichen dieses „starren Ziels unwahrscheinlich sei“. Es stimme auch, was der baden-württembergische Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir sagte: „Ob ein Jahr früher oder später ist nicht entscheidend.“ Entscheidend sei der beschlossene Pfad, der Verlässlichkeit und den richtigen infrastrukturellen Rahmen brauche, der den notwendigen Hochlauf der Elektromobilität unterstütze, statt weiter ausbremse. „Ich bin für so viel Flexibilität wie machbar und so viel Klarheit wie nötig“, so Nouripour in seinem Brief an Söder.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Omid Nouripour am 12.09.2025 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Omid Nouripour, Markus Söder, Cem Özdemir, Oliver Blume
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Grüne, CSU, FAZ, EU, VW, baden-württembergische Grünen, Cem Özdemir
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 12.09.2025 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Bayern
Worum geht es in einem Satz?
Der Grünen-Politiker Omid Nouripour verteidigt sich in einem Brief an CSU-Chef Markus Söder gegen Vorwürfe der Autofeindlichkeit der Grünen und betont die Wichtigkeit der Autoindustrie für die deutsche Wirtschaft, während er gleichzeitig für Flexibilität und Verlässlichkeit in der Verkehrspolitik plädiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis ist ein Interview von Markus Söder, in dem er den Grünen vorwarf, autofeindlich zu sein und für die Probleme der deutschen Autoindustrie verantwortlich zu sein. Omid Nouripour widersprach diesen Vorwürfen in einem Schreiben und betonte die Bedeutung der Autoindustrie für die deutsche Wirtschaft sowie die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel wird beschrieben, wie Omid Nouripour, ein Politiker der Grünen, in einem Brief an Markus Söder, den bayerischen Ministerpräsidenten, gegen Vorwürfe der Autofeindlichkeit seiner Partei reagiert. Er betont die Bedeutung der Autoindustrie für die deutsche Wirtschaft und kritisiert Söders veränderte Positionen zu Verbrennungsmotoren, während er eine Zusammenarbeit zur Förderung der emissionsfreien Mobilität anregt.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind:
- Beeinträchtigung der deutschen Autoindustrie,
- Gefährdung der Investitionen in emissionsfreie Mobilität,
- Wiederholung alter Fehler in der Verkehrspolitik,
- Unsicherheit bezüglich der Zukunft der Verbrennerautos,
- Notwendigkeit von Verlässlichkeit und infrastrukturellem Rahmen für Elektromobilität.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Omid Nouripour zitiert. Er weist den Vorwurf von Markus Söder, die Grünen seien „gegen das Auto“, als ein „altes und vorhersehbares Vorurteil“ zurück und betont die überragende Bedeutung der Autoindustrie für die deutsche Wirtschaft. Zudem fordert er Flexibilität und klaren Rahmen für die Elektromobilität.
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