CSU-Kritik in Bad Tölz-Wolfratshausen
Bad Tölz () – Die Kritik aus der CSU-Basis an Parteichef Markus Söder reißt nicht ab. In der vergangenen Woche machte der Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen nach einer Vorstandssitzung Söder in einem Brief schwere Vorwürfe, berichtet der „Stern“.
Es herrsche in vielen Bereichen „eine massive Anti-CSU-Stimmung“, die durch das „teils als überheblich empfundene Auftreten von Verantwortlichen erzeugt“ werde, heißt es in dem Schreiben.
Selbst eingefleischte CSU-Mitglieder würden sich inzwischen von der Partei abwenden.
Das liege auch daran, dass das Wahlergebnis von der Parteiführung als gut verkauft werde. Dabei sei es das schlechteste Kommunalwahlergebnis seit 1957. „Weder eine ehrliche Aussage hierzu noch konkrete Ansatzpunkte zum Gegensteuern lassen sich in den Verlautbarungen der Parteizentrale bislang finden“, heißt es in dem Brief.
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen südlich von München ist die Heimat von Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber und gehört zu jenen Kreisen, in denen die CSU bei der Kommunalwahl schwere Verluste erlitten hat.
Ihr Landratskandidat Thomas Holz, der auch der dortige Kreisvorsitzende ist, war in der Stichwahl gescheitert. Holz ist CSU-Landtagsabgeordneter und war bisher nicht als Kritiker Söders aufgefallen.
Söder hatte unmittelbar nach der Stichwahl den örtlichen Kandidaten die Schuld an den Verlusten gegeben und die Parteiführung von jeglicher Mitverantwortung freigesprochen. Nach Protesten musste er kurz danach zurückrudern.
Offenbar hat Söders nachgeschobene Beschwichtigung die Parteibasis nicht beruhigt.
Söders Bewertungen der Wahlergebnisse seien „ein Schlag ins Gesicht“ für jedes Parteimitglied, das sich im Wahlkampf für die CSU engagiert habe, heißt es in dem Schreiben. Besonders sauer stößt den Verfassern auf, dass Söder in seiner Wahlanalyse davon gesprochen hatte, die Auswahl der örtlichen Kandidaten müsse künftig von der CSU-Parteizentrale „begleitet“ werden.
Diese „Begleitung“ spiegle ein „tiefgreifendes Misstrauen“ gegenüber den Verantwortlichen auf Kreis- und Ortsebene wider, heißt es in dem Schreiben.
„Woher will denn die Landesleitung überhaupt wissen, was vor Ort das Beste ist?“, fragen die Verfasser. Sollte diese „Begleitung“ umgesetzt werden, gehen sie von einer noch nicht dagewesenen Austrittswelle aus.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Markus Söder (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Markus Söder, Edmund Stoiber, Thomas Holz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CSU, Markus Söder, Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen, Edmund Stoiber, Thomas Holz
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfinden oder stattfand, sind: Bad Tölz-Wolfratshausen, Landkreis Bad Tölz, München.
Worum geht es in einem Satz?
Die CSU-Basis übt scharfe Kritik an Parteichef Markus Söder, da er die schlechten Wahlergebnisse als positiv darstellt und Misstrauen gegenüber lokalen Verantwortlichen ausdrückt, was zu einer möglichen Austrittswelle führen könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik der CSU-Basis an Markus Söder
- Schreiben des Kreisverbands Bad Tölz-Wolfratshausen
- Wahrnehmung einer "massiven Anti-CSU-Stimmung"
- Überhebliches Auftreten von Verantwortlichen
- Schlechte Wahrnehmung der Wahlergebnisse
- Schlechtes Kommunalwahlergebnis seit 1957
- Fehlende ehrliche Kommunikation und Gegenmaßnahmen
- Verlust der Unterstützung von eingefleischten CSU-Mitgliedern
- Schuldzuweisung Söders an örtliche Kandidaten nach Wahlniederlage
- Missbilligung der zentralen "Begleitung" bei der Kandidatenauswahl
- Wahrnehmung von Misstrauen gegenüber lokalen Verantwortlichen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- CSU-Basis kritisiert Markus Söder weiterhin
- Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen erhebt schwere Vorwürfe
- Massive Anti-CSU-Stimmung in vielen Bereichen
- Verantwortliche werden als überheblich wahrgenommen
- Selbst eingefleischte CSU-Mitglieder wenden sich ab
- Wahlergebnis wird von Parteiführung als gut dargestellt, tatsächlich schlechtestes seit 1957
- Fehlende ehrliche Kommunikation und Gegensteuerungsansätze
- Söder gibt örtlichen Kandidaten die Schuld an Verlusten
- Söders Wahlanalyse wird als Schlag ins Gesicht empfunden
- Kritik an der geplanten "Begleitung" durch die Parteizentrale
- Befürchtungen einer Austrittswelle bei Umsetzung dieser "Begleitung"
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Massive Anti-CSU-Stimmung
- Abwendung von eingefleischten CSU-Mitgliedern
- Fehlende ehrliche Aussagen zur Wahlergebnissituation
- Unzufriedenheit über Söders Wahlanalyse
- Empfindung von tiefgreifendem Misstrauen gegenüber lokalen Verantwortlichen
- Mögliche Austrittswelle bei Umsetzung der "Begleitung" durch die Landesleitung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert, die die Kritik der CSU-Basis an Parteichef Markus Söder ausdrückt, insbesondere in Bezug auf seine Wahlanalyse und die geforderte "Begleitung" bei der Auswahl örtlicher Kandidaten.
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