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Warum sich die #Hacker dieser Welt irren

Warum sich die #Hacker dieser Welt irren

Die einen tun es, um zu erpressen, die anderen sind davon überzeugt, etwas Gutes zu tun und den scheinbar allmächtigen Staat in seine Schranken zu weisen – die Welt der Hacker ist unübersichtlich, scheinbar chaotisch und konfus. Der Datenschutz spielt für Hacker keine Rolle und wenn sie Geld erpressen, dann interessiert sie auch das Gesetz nicht mehr. Aber ganz gleich, aus welchen Gründen Hacker auch aktiv werden, sie unterliegen alle einem sehr gefährlichen Irrglauben und sie begehen immer einen Rechtsbruch.

Sie tun niemandem einen Gefallen

Hacker brechen in die Datenbanken von Kliniken ein und stehlen die Daten der prominenten Patienten, um sie später damit zu erpressen. Ganze Hackergruppen entwenden NSA-Programme, die sie für viel Geld versteigern wollen und sehen das als eine Art Racheakt für die Wahl von Donald Trump. In diesem, wie in vielen anderen Fällen auch, sind Hacker der Meinung, dass sie der Welt einen großen Gefallen tun. Einige Hacker sind aber auch Hehler wie beispielsweise WikiLeaks, auch wenn Julian Assange sich selbst als investigativen Journalisten sieht. Jetzt steht WikiLeaks einmal mehr im Rampenlicht, denn das Netzwerk hat offenbar Mails des französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron gestohlen und sie auf seiner Plattform veröffentlicht.

Ständig auf der Suche nach neuen Methoden

Es ist eine Art Wettrennen geworden, wer von den weltweit agierenden Hackern es eher schafft, Menschen noch lückenloser zu überwachen. Für die Hacker ist es eine große Verführung, sich an immer kniffligere technische Aufgaben heranzuwagen und die Gefahr, dass diese Gruppen mit fehlgeleiteten Informationen immer größere Schäden anrichten, steigt stetig an. Sie halten sich für unbesiegbar und sie fühlen sich ständig überwacht. Daher veröffentlichen sie alle Daten über Politiker, die sie finden können, um diejenigen zu sein, die den ersten Schritt machen. Hacker laufen aber auch Gefahr, dass ihnen irgendwann niemand mehr zuhören wird und dass ihre Informationen niemanden mehr interessieren. Die Menschen wollen die Zerstörung der Privatsphäre immer nur bis zu einer bestimmen Grenze, was darüber hinausgeht, empfinden die meisten als unmoralisch.

Kriminalität im Internet wird es immer geben und Whistleblower sind in vielen Fällen absolut notwendig, aber einen Rechtsbruch zu begehen, nur um ihn als Erfolg zu feiern, dafür haben immer weniger Menschen Verständnis.

Bild: © Depositphotos.com / Frank-Peters

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de