Haben bald Millionen von europäischen Bürgern auf Tausenden von öffentlichen Plätzen, in den Krankenhäusern oder auch in der örtlichen Bücherei Zugang zu freiem WLAN? Wenn es nach der EU geht, dann schon, denn die EU möchte Hotspots im öffentlichen Raum massiv fördern und Werbung darf den Nutzern auch nicht angezeigt werden. Am vergangenen Montag haben sich die EU-Mitgliedsstaaten, das Europaparlament und die EU-Kommission geeinigt, was noch fehlt, ist die offizielle Bestätigung der Unterhändler.
Woher soll das Geld kommen?
120 Millionen Euro will die EU großzügig zur Verfügung stellen, damit 6000 bis 8000 Orte und Gemeinden kostenloses Internet bekommen. Woher das Geld allerdings kommen soll, das ist noch vollkommen unklar, fest steht aber, dass das Programm noch in diesem Jahr fertig werden soll. Vermeiden möchte die EU einen großen bürokratischen Aufwand. Die Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen müssen nichts weiter tun als sich für sogenannte Internet-Gutscheine bewerben, die dann zu 100 % die Anfangskosten decken. Die Gemeinde, die einen Zuschlag bekommt, muss den Hotspot dann für mindestens drei Jahre zur Verfügung stellen und für die Unterhaltskosten sorgen.
Mit einheitlichem Log-in
Nach dem Plan der EU soll es ein einheitliches Log-in in unterschiedlichen Sprachen für ganz Europa geben, mit dem man sich mit dem Internet verbinden kann. Werbung darf dabei nicht angezeigt werden und auch die persönlichen Angaben der Nutzer sind vor kommerziellen Zwecken geschützt. Das Ziel der EU ist es, mehr Menschen als bisher in Europa die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Internet zu verbinden, und das jederzeit und überall. Wer sich schon früh für einen der Gutscheine bewirbt, der hat die besten Chancen, ausgenommen sind aber alle Orte, an denen es öffentliche und privat finanzierte Internetzugänge gibt.
In Deutschland dringend notwendig
Als Neuland hatte die Bundeskanzlerin das Internet noch vor gar nicht allzu langer Zeit bezeichnet und offensichtlich ist Angela Merkel noch immer dieser Ansicht. Wenn man sich die Anzahl der Hotspots in Deutschland ansieht, dann liegt dieser Verdacht zumindest sehr nahe. Auf 10.000 Bürger in Deutschland kommen gerade einmal zwei (in Zahlen 2) Hotspots. Wenn man in andere Länder schaut, dann kann man neidisch werden, denn in den USA sind es zehn Hotspots auf 10.000 Einwohner und in Frankreich sind es immerhin noch sechs öffentliche Internetzugänge. Es ist also vor allem für Deutschland dringend notwendig, mehr Hotspots einzurichten.
Bild: © Depositphotos.com / jamesteohart
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Die EU möchte freies WLAN an Tausenden von öffentlichen Plätzen in Europa fördern, ohne dass Werbung angezeigt wird. Die EU plant, 120 Millionen Euro bereitzustellen, um 6000 bis 8000 Orte mit kostenlosem Internet auszustatten. Gemeinden müssen sich für sogenannte Internet-Gutscheine bewerben, die die Anfangskosten zu 100 % decken. Die Gemeinden, die einen Zuschlag erhalten, müssen die Hotspots für mindestens drei Jahre zur Verfügung stellen. Ja, die EU plant ein einheitliches Log-in in verschiedenen Sprachen für ganz Europa. Ja, die persönlichen Angaben der Nutzer sind vor kommerziellen Zwecken geschützt. In Deutschland gibt es nur zwei Hotspots pro 10.000 Einwohner, was im Vergleich zu anderen Ländern sehr niedrig ist. In den USA gibt es zehn Hotspots pro 10.000 Einwohner, in Frankreich sind es sechs. Das Programm soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Ja, Orte mit bereits bestehenden öffentlichen oder privat finanzierten Internetzugängen sind von der Bewerbung ausgeschlossen.Häufige Fragen
Was plant die EU bezüglich öffentlichem WLAN?
Wie viel Geld stellt die EU für das WLAN-Projekt zur Verfügung?
Wie können Gemeinden am WLAN-Programm teilnehmen?
Wie lange müssen die Hotspots bereitgestellt werden?
Gibt es ein einheitliches Log-in für das WLAN?
Sind persönliche Daten der Nutzer geschützt?
Warum ist mehr WLAN in Deutschland notwendig?
Welche Länder haben mehr Hotspots als Deutschland?
Wann soll das WLAN-Programm der EU abgeschlossen sein?
Gibt es Einschränkungen für die Bewerbung um Gutscheine?
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