Bildungspolitik in Berlin
Berlin () – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert die Abschaffung der besonderen Befristungsregeln in der Wissenschaft.
Vor der Anhörung im Bundestag zur Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes kritisierte Verdi den Gesetzentwurf der Bundesregierung scharf. Die Bundesregierung sende mit dem Gesetzentwurf an Wissenschaftler die fatale Botschaft: „Wir haben kein Interesse an verlässlichen Berufsperspektiven an deutschen Hochschulen“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.
Rund 80 Prozent der wissenschaftlichen Beschäftigten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind laut Verdi befristet angestellt. Bühler erklärte, dass jahrelange Kettenbefristungen auch für promovierte Wissenschaftler der Normalfall seien, was dazu führe, dass die klügsten Köpfe vergrault würden. Die Sonderregeln für Befristungen in der Wissenschaft müssten abgeschafft oder das Gesetz so reformiert werden, dass mehr unbefristete Beschäftigungsperspektiven geschaffen würden.
Der Gesetzentwurf enthalte nur geringfügige Verbesserungen und falle hinter die Pläne der vorherigen Regierung zurück. „Es muss klargestellt werden, dass Promovierte nicht mehr in einer Qualifikationsphase sind. Sie müssen im Regelfall dauerhaft angestellt sein“, forderte die Gewerkschafterin.
Zudem kritisiert Verdi die unveränderte Tarifsperre, die bessere tarifliche Regelungen verhindere. Die Bundesregierung tue nichts, um die massenhaften Befristungen zu begrenzen, wolle aber die Möglichkeit für sachgrundlose Befristungen ausweiten. Laut Studien verzichteten befristet Beschäftigte häufig darauf, Eltern zu werden oder im Betrieb Kritik zu äußern, was Bühler als „fatal“ bezeichnete.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sylvia Bühler
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Verdi, Bundestag, Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Verdi kritisiert die geplante Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes als unzureichend und fordert die Abschaffung der besonderen Befristungsregeln oder wirksame Reformen für mehr unbefristete Stellen, insbesondere für promovierte Wissenschaftler.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Bevorstehende Bundestagsanhörung zur Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes
- Laut Verdi rund 80 Prozent befristete Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen und Forschungseinrichtungen
- Jahrelange Kettenbefristungen auch bei promovierten Wissenschaftlern
- Fehlende verlässliche und dauerhafte Berufsperspektiven in der Wissenschaft
- Aus Sicht von Verdi nur geringfügige Verbesserungen im Gesetzentwurf und Rückschritte gegenüber den Plänen der vorherigen Regierung
- Unveränderte Tarifsperre, die bessere tarifliche Regelungen verhindert
- Geplante Ausweitung der Möglichkeiten für sachgrundlose Befristungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Verdi kritisiert den Gesetzentwurf der Bundesregierung scharf und sieht darin ein Signal mangelnden Interesses an verlässlichen Berufsperspektiven in der Wissenschaft.
- Die Gewerkschaft fordert die Abschaffung der besonderen Befristungsregeln oder eine Reform, die mehr unbefristete Beschäftigung ermöglicht.
- Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler verlangt, promovierte Wissenschaftler im Regelfall dauerhaft anzustellen.
- Verdi bemängelt die unveränderte Tarifsperre und die geplante Ausweitung sachgrundloser Befristungen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Die klügsten Köpfe werden aus der Wissenschaft vergrault
- Die unveränderte Tarifsperre verhindert bessere tarifliche Regelungen
- Befristet Beschäftigte verzichten häufig darauf, Eltern zu werden
- Befristet Beschäftigte verzichten häufig darauf, im Betrieb Kritik zu äußern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler kritisiert den Gesetzentwurf scharf und fordert die Abschaffung der besonderen Befristungsregeln in der Wissenschaft oder eine Reform für mehr unbefristete Beschäftigung.
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