Sozialpolitik: Pflegeversicherung in Berlin
Berlin () – Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, fordert Nachbesserungen bei der geplanten Pflegereform der Bundesregierung. „Die Umgestaltung der Budgets erschwert vielen jetzt den Zugang zu passgenauen Unterstützungsangeboten. Sie müssen ihre funktionierende Pflegesituation nun gezwungenermaßen ändern und stoßen dabei an Grenzen“, sagte Bentele der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Bundesregierung arbeitet gerade an einer Pflegereform, die die Beiträge für die Pflegeversicherung kurzfristig stabilisieren soll. Im Zuge dessen werden diverse Leistungen gebündelt und in gemeinsame Töpfe zusammengelegt.
„Die Bundesregierung nimmt mit der starren Einteilung in vier Töpfe in Kauf, dass Pflegebedürftige mehr Leistungen aus eigener Tasche zahlen müssen, weil das passende Budget erschöpft ist. Das ist unverantwortlich“, so die Sozialverbandschefin weiter. Nicht jeder Pflegebedürftige könne von einem Nachbarn gepflegt werden, wenn das Budget für den Pflegedienst aufgebraucht sei. „Und andersherum braucht nicht jeder Pflegebedürftige einen teuren Pflegedienst – ist aber unter Umständen dazu gezwungen, weil das Budget für die Nachbarin aufgebraucht ist“, kritisierte die Sozialverbandschefin.
Sie befürchtet deswegen zusätzliche Belastungen für pflegende Angehörige: „Dass die Bundesregierung den Zugang zu Leistungen weiter erschwert, ist katastrophal. Pflegende Angehörige brauchen Vereinfachung und mehr Unterstützung, nicht weniger. Sie dürfen nicht bis zur Erschöpfung pflegen müssen, damit das Finanzloch in der Pflegeversicherung notdürftig gestopft wird.“ Um das zu verhindern, fordert der VdK die Rückzahlung von 5,2 Milliarden Euro „Corona-Schulden“ an die Pflegeversicherung. Gemeint sind zusätzliche Leistungen, die die Pflegeversicherungen während der Corona-Pandemie erbracht haben und nie von der Bundesregierung kompensiert wurden.
Zudem fordert der VdK eine einheitliche Pflegeversicherung, in die alle Bürger einzahlen. „Statt sparen zu wollen, indem Pflegebedürftige weniger Leistungen bekommen, sollte die Bundesregierung dafür sorgen, dass die Pflegeversicherung ausreichend Mittel zur Verfügung hat. Wir brauchen einen neuen Anlauf, um die Finanzierung der Pflege zu klären“, sagte Bentele der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Verena Bentele
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Sozialverband VdK, Verena Bentele, Bundesregierung, VdK, Neue Osnabrücker Zeitung
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert die geplante Pflegereform der Bundesregierung, weil die Bündelung der Budgets den Zugang zu passgenauen Leistungen erschwere, pflegende Angehörige zusätzlich belaste und fordert statt dessen Nachbesserungen wie die Rückzahlung von „Corona-Schulden“ (5,2 Milliarden Euro) sowie eine einheitliche Pflegeversicherung.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Umgestaltung der Budgets im Zuge der geplanten Pflegereform durch die Bundesregierung, mit Bündelung verschiedener Leistungen und Zusammenlegung in vier starre Töpfe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Verena Bentele vom Sozialverband VdK kritisiert die geplante Pflegereform der Bundesregierung und fordert Nachbesserungen
- Kritik an der starren Einteilung in vier Budgets und der Zusammenlegung von Leistungen, wodurch Pflegebedürftige mehr aus eigener Tasche zahlen müssten
- Befürchtung, dass Pflegebedürftige keinen passenden Zugang zu Unterstützungsangeboten mehr erhalten und ggf. gezwungen wären, teurere Pflegedienste oder Lösungen zu nutzen
- Warnung vor zusätzlichen Belastungen für pflegende Angehörige, da der Zugang zu Leistungen weiter erschwert werde
- Forderung nach Rückzahlung von 5,2 Milliarden Euro Corona-Schulden an die Pflegeversicherung
- Forderung nach einer einheitlichen Pflegeversicherung für alle Bürger
- Aussage der VdK-Präsidentin gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ als Reaktion in der Öffentlichkeit bzw. über die Medien
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erschwerter Zugang zu passgenauen Unterstützungsangeboten
- Mehr Leistungen müssen aus eigener Tasche bezahlt werden, wenn passende Budgets erschöpft sind
- Pflegende Angehörige werden stärker belastet, weil weniger Unterstützung verfügbar ist
- Angehörige könnten bis zur Erschöpfung pflegen müssen, statt entlastet zu werden
- Höhere Kostenbelastung durch mögliche Inanspruchnahme teurer Pflegedienste trotz nicht vorhandener Notwendigkeit
- Finanzierungs- und Klärungsbedarf für die Pflegeversicherung
- Forderung nach Rückzahlung von 5,2 Milliarden Euro an die Pflegeversicherung
- Forderung nach einer einheitlichen Pflegeversicherung, in die alle Bürger einzahlen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es werden mehrere Stellungnahmen der VdK-Präsidentin Verena Bentele zitiert („… sagte Bentele …“, sowie weitere wörtliche Zitate).
- VdK-Chefin fürchtet Mehrbelastung pflegender Angehöriger - 25. Oktober 2026
- Stegner kritisiert Union im Umgang mit Aigner - 25. Oktober 2026
- Rechtsprofessor: Tabaksteuergesetz muss neu beschlossen werden - 25. Oktober 2026
