Bauindustrie und Ökonomen warnen vor Vergesellschaftungen

Bauindustrie und Ökonomen warnen vor Vergesellschaftungen

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Wirtschaftliche Folgen in Berlin: Vergesellschaftung

Berlin () – Nach Abschluss der Sondierungen in Berlin übt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie scharfe Kritik an geplanten Vergesellschaftungen.

„Insgesamt schauen wir fast schon fassungslos auf die Sondierungsergebnisse in Berlin“, sagte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller der „Rheinischen Post“. Zwar suggeriere das Sondierungsergebnis nach außen einen starken Appell für das Bauen in der Hauptstadt, bei genauerer Betrachtung werde aber das Gegenteil erreicht. Müller warnte, eine Verstaatlichung von Wohnungsbeständen sei für die Bautätigkeit kontraproduktiv und schädlich. Denn weder entstünden so neue Wohnungen, noch würden sie saniert.

Die Signalwirkung sei bereits jetzt für den Standort Deutschland verheerend. Berlin stehe als Hauptstadt für das gesamte Land. „Investoren, die international tätig sind, bauen dort, wo sie Rechtssicherheit haben und sich die Projekte auch rechnen“, sagte er. Statt über Verstaatlichung zu debattieren, brauche man einen „Bau-Turbo II“, der weit über eine Vereinfachung im Genehmigungs- und Planungsrecht hinausgehe.

Ähnlich kritisch äußerte sich der Ökonom Michael Voigtländer vom Institut der deutschen (IW) in . Die zur Vergesellschaftung würden dem Standort Berlin, aber auch dem gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland einen großen Schaden zufügen, sagte Voigtländer der „Rheinischen Post“. Voigtländer erklärte, die sollten ohne eine marktgerechte Entschädigung enteignet werden. Der Marktpreis der Wohnungen dürfte bei rund 25 Milliarden Euro liegen – 16 Milliarden Euro stünden aber nur zur Verfügung. Das sende ein verheerendes Signal an Investoren.

, Grüne und SPD planen laut ihrem Sondierungspapier für ein mögliches Regierungsbündnis unter anderem die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne mit mehr als 10.000 Wohnungen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Tim-Oliver Müller, Michael Voigtländer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, „Rheinische Post“, Michael Voigtländer, Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Köln, Linke, Grüne, SPD

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Nach den Sondierungsergebnissen in Berlin kritisiert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie die geplanten Vergesellschaftungen scharf als kontraproduktiv für Bauen und Investitionen und warnt gemeinsam mit dem IW vor einem großen Standortschaden für Berlin und Deutschland, falls große Immobilienkonzerne ohne ausreichende marktgerechte Entschädigung enteignet werden sollen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • geplante Vergesellschaftungen bzw. Verstaatlichung von Wohnungsbeständen (große Immobilienkonzerne mit mehr als 10.000 Wohnungen) nach den Sondierungen in Berlin

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Hauptverband der Deutschen Bauindustrie übt scharfe Kritik an geplanten Vergesellschaftungen nach Abschluss der Sondierungen in Berlin
  • Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller warnt, Verstaatlichung von Wohnungsbeständen sei kontraproduktiv und schädlich
  • Er sieht eine verheerende Signalwirkung für den Standort Deutschland und kritisiert fehlende Rechtssicherheit für Investoren
  • Ökonom Michael Voigtländer (IW) äußert ebenfalls starke Ablehnung und spricht von großem Schaden für Berlin und den Wirtschaftsstandort Deutschland
  • Er kritisiert die Enteignungspläne ohne marktgerechte Entschädigung und nennt das ein verheerendes Signal an Investoren

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verstaatlichung bzw. Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen wirkt kontraproduktiv und schädlich für die Bautätigkeit
  • Es entstehen weder neue Wohnungen noch werden Wohnungsbestände saniert
  • Die Signalwirkung für den Standort Deutschland wird als verheerend bewertet
  • Investitionen können zurückgehen, weil Projekte eher dort umgesetzt werden, wo Rechtssicherheit gegeben ist
  • Insgesamt droht ein großer Schaden für den Wirtschaftsstandort Berlin und damit auch für Deutschland
  • Fehlende marktgerechte Entschädigung kann Investoren abschrecken
  • Die ungünstige Entschädigungslage wird als verheerendes Signal an Investoren beschrieben

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es werden Stellungnahmen von Tim-Oliver Müller (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie) und dem Ökonomen Michael Voigtländer (Institut der deutschen Wirtschaft) zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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