Politik: USA gegen IStGH
Washington () – Nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises für Navanethem „Navi“ Pillay, eine ehemalige Richterin des Internationalen Strafgerichtshof (IStGH), hat die US-Regierung Sanktionen gegen das Gericht verhängt. Man werde Transaktionen mit dem Gericht verbieten, ihm so die finanziellen Mittel entziehen und seine Handlungsfähigkeit erheblich einschränken, kündigte US-Außenminister Marco Rubio am Freitag an.
Den „globalistischen `Experten` jenseits des Ozeans“ sei es egal, was US-Bürger denken, behauptete Rubio in seiner Erklärung. „Sie wollen, dass der IStGH mehr unternimmt, einschließlich der strafrechtlichen Verfolgung von US-Bürgern.“ Der Begriff „Globalist“ wird laut Verfassungsschutz und Organisationen wie dem American Jewish Committee in rechtsextremen Kreisen als antisemitisches Codewort verwendet.
„Präsident Trump wird niemals zulassen, dass der Internationale Strafgerichtshof Amerikaner strafrechtlich verfolgt“, so Rubio. „Aus diesem Grund verhängen die Vereinigten Staaten heute Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof.“
Rubio hatte in der Vergangenheit bereits damit gedroht, den Internationalen Strafgerichtshof „Stück für Stück zu demontieren“. Nun erhöht er den Druck auf andere Staaten. Man erwarte von den Verbündeten, von denen viele „sich bei ihrer Verteidigung auf US-Soldaten verlassen, dass sie das Gericht in die Schranken weisen“, erklärte er. „Sollten diese Bemühungen keine Ergebnisse bringen, werden wir weiterhin entsprechende Anpassungen vornehmen.“
Der 1998 geschaffene Internationale Strafgerichtshof knüpft an die Tradition von temporären Ad-hoc-Tribunalen wie den Nürnberger Prozessen an und kann seit 2002 bei Fällen schwerer Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, bei Völkermord und bei Angriffskriegen tätig werden, wenn die Taten in dem betreffenden Staat nicht verfolgt werden können oder sollen. Die Anklage von Einzelpersonen ist möglich, wenn das Land, in dem die Verbrechen begangen wurden, dem Gerichtshof beigetreten ist oder das Heimatland des Täters das entsprechende Statut ratifiziert hat. Außerdem kann das Gericht durch den UN-Sicherheitsrat, dem die USA als ständiges Mitglied angehören, zu Ermittlungen in Staaten beauftragt werden, die nicht dem Gericht beigetreten sind.
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Internationaler Strafgerichtshof (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Navanethem “Navi” Pillay, Marco Rubio, Donald Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Internationaler Strafgerichtshof (IStGH), US-Regierung, US-Außenministerium, Vereinigten Staaten, Präsident Trump, Marco Rubio, Internationale Strafgerichtshof, American Jewish Committee, Verfassungsschutz, Organisationen, UN-Sicherheitsrat, Vereinte Nationen, Nürnberg Prozesse, Ad-hoc-Tribunale, UN
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Freitag (genaueres Datum nicht erwähnt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Der beschriebene Bericht nennt als Ort Washington (USA) – Sitz der US-Regierung; es geht um den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag (Niederlande).
Worum geht es in einem Satz?
Die US-Regierung (Außenminister Marco Rubio) verhängt nach der Friedensnobelpreis-Zuordnung an Navi Pillay Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof, um dessen Finanzmittel und Handlungsfähigkeit zu beschränken, damit er künftig keine US-Bürger strafrechtlich verfolgen könne.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ankündigung und Verleihung des Friedensnobelpreises an Navanethem „Navi“ Pillay, eine ehemalige Richterin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH)
- Forderung, der IStGH solle mehr unternehmen, einschließlich der strafrechtlichen Verfolgung von US-Bürgern
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- US-Regierung verhängt Sanktionen gegen den IStGH nach der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises für Navi Pillay
- Außenminister Marco Rubio kritisiert die Forderungen nach Ermittlungen bzw strafrechtlicher Verfolgung von US-Bürgern
- Rubio fordert Verbündete auf, den IStGH „in die Schranken zu weisen“
- Als Reaktion auf mögliche ausbleibende Ergebnisse kündigt die US-Regierung weitere Anpassungen an
- Internationale Reaktionen aus Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verbot von Transaktionen mit dem Internationalen Strafgerichtshof
- Entzug finanzieller Mittel
- Erhebliche Einschränkung der Handlungsfähigkeit
- Erhöhter Druck auf verbündete Staaten, das Gericht in die Schranken zu weisen
- Fortsetzung weiterer Maßnahmen, falls die Erwartungen nicht erfüllt werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. US-Außenminister Marco Rubio wird mit mehreren Zitaten/Äußerungen in einer Erklärung wiedergegeben.
- US-Regierung sanktioniert Internationalen Strafgerichtshof - 9. Oktober 2026
- Bericht: Linken-Politiker kritisieren Antisemitismus-Vereinbarung - 9. Oktober 2026
- Polnischer Ex-Geheimdienstchef beunruhigt über Fall Hanning - 9. Oktober 2026

