Politik: Nato-Ausblick in Berlin
Berlin () – Der frühere Außenminister Joschka Fischer erwartet ein Ende der Nato. „Ich gehe nicht davon aus, dass die Nato überlebt“, sagte Fischer der Wochenzeitung „Zeit“.
„Die Nato als transatlantisches Sicherheitsbündnis wird nicht bestehen bleiben, fürchte ich. Aber die Nato als militärisches Bündnis für Europa, vielleicht mit Kanada, mit Großbritannien – das aufzugeben, wäre ein großer Fehler. Man muss auch defensive Kämpfe führen, mit aller Kraft, dann und wann“, sagte der ehemalige Vizekanzler von den Grünen.
Aus dem Vertrauensverlust, den die transatlantischen Beziehungen in der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump erlebt hätten, müsse Europa Konsequenzen ziehen, so Fischer. Wenn Europa stärker werde, auch machtpolitisch stärker und militärisch stärker, dann werde ein anderes Verhältnis entstehen. Die Situation der Nachkriegszeit mit der Hyperdominanz der USA im Nato-Raum sei vorbei. Europa müsse in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen.
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Nato-Hauptquartier (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Joschka Fischer, Donald Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
NATO, Joschka Fischer, Zeit, Donald Trump, Europa, Kanada, Großbritannien, die Grünen, USA
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Joschka Fischer erwartet gemäß „Zeit“ ein mögliches Ende der Nato als transatlantisches Sicherheitsbündnis, sieht jedoch die Nato als militärisches Bündnis für Europa (ggf. mit Kanada und Großbritannien) als weiterhin notwendig und fordert, dass Europa sich angesichts gestörter transatlantischer Beziehungen stärker und militärisch verteidigungsfähig aufstellen muss.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vertrauensverlust in den transatlantischen Beziehungen in der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel wird keine konkrete Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vertrauensverlust in den transatlantischen Beziehungen
- Konsequenzen für die künftige Ausrichtung der NATO
- Europa soll stärker werden und machtpolitisch stärker auftreten
- Europa soll militärisch stärker werden können
- Fähigkeit zur eigenen Verteidigung Europas wird als erforderlich angesehen
- Neubewertung des Verhältnisses zwischen Europa und den USA innerhalb der NATO
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Joschka Fischer sagt im Artikel als Stellungnahme: „Ich gehe nicht davon aus, dass die Nato überlebt.“
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