Wehrbeauftragter beklagt zunehmenden Sexismus in der Bundeswehr

Wehrbeauftragter beklagt zunehmenden Sexismus in der Bundeswehr

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Panorama: Bundeswehr-Sexismus in Berlin

() – Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), beklagt einen zunehmenden Sexismus in der . „Das Amt des Wehrbeauftragten verzeichnet eine steigende Zahl von Meldungen und Eingaben zu Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Diese Entwicklung erfordere es, dass das Ministerium und die Kommandos dem konsequent begegnen müssten. Es dürfe „mit geeigneten Maßnahmen nicht abgewartet werden, bis die von meiner Vorgängerin initiierte Dunkelfeldstudie die realen ans Licht bringt“.

Otte betonte, sexualisiertes Fehlverhalten stehe „im klaren Widerspruch“ zu den „grundlegenden Werten der Inneren Führung“ und müsse „konsequent“ geahndet werden. Jeder einzelne Fall sei einer zu viel. Die Bundeswehr verfüge über „klare Regeln und Instrumente“ der Dienstaufsicht. Entscheidend sei, dass diese Regeln im Alltag gelebt und durchgesetzt würden.

Am Montag hatte Generalinspekteur Carsten Breuer die Soldaten in einem Tagesbefehl ermahnt, aus dem das RND berichtet. „Respektloses und verletzendes Verhalten hat in unserer Truppe nichts verloren“, heißt es darin. Deshalb beobachte er den Umfang der Meldungen zu sexualisiertem Fehlverhalten mit großer Sorge.

Breuer schreibt weiter, das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr arbeite derzeit eine Dunkelfeldstudie aus. Die ersten Ergebnisse erwarte man noch in diesem Jahr. Dem Ergebnis wolle er nicht vorgreifen. Nur so viel: Die Zahl der gemeldeten Fälle sei zu hoch. Es müssten nicht allein die Urheber mit Konsequenzen rechnen. Auch ein „bewusstes Wegschauen oder stillschweigendes Tolerieren“ müsse Folgen haben.

Die Zahl der gemeldeten Fälle von Sexismus steigt seit Jahren. 2025 wurden 430 registriert, 2026 wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. So hat bereits die vorherige Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) eine Dunkelfeldstudie gefordert. Nach dem schweren Skandal um sexuelle Übergriffe, Rechtsextremismus und Drogenmissbrauch am Standort Zweibrücken in Rheinland-Pfalz gewann das Thema neue Brisanz. Dort ging die Bundeswehr bis zuletzt von 59 Beschuldigten aus. Von 21 beantragten Entlassungsverfahren seien mittlerweile 16 vollzogen worden, verlautete es im Frühjahr.

Um genauere Erkenntnisse über das Ausmaß verbaler und physischer Übergriffe zu bekommen, werden im Zuge der Dunkelfeldstudie 50.000 der Streitkräfte befragt, darunter alle rund 22.000 Soldatinnen. Ergebnisse sollen bis veröffentlicht werden.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Bundeswehr-Soldat (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Henning Otte, Carsten Breuer, Eva Högl

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundestag, Wehrbeauftragter, Henning Otte, CDU, Bundeswehr, Ministerium, Kommandos, Generalinspekteur, Carsten Breuer, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Dunkelfeldstudie, Eva Högl, SPD, Standort Zweibrücken, Rheinland-Pfalz

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Montag statt (genauer: kein konkretes Datum genannt).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Rheinland-Pfalz, Zweibrücken

Worum geht es in einem Satz?

Der Wehrbeauftragte Henning Otte kritisiert einen steigenden Sexismus in der Bundeswehr, fordert konsequentes Durchsetzen der Regeln und warnt davor, angesichts zu hoher Meldungen nicht auf eine noch laufende Dunkelfeldstudie warten zu dürfen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Zunehmende Meldungen und Eingaben zu Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung in der Bundeswehr
  • Ermahnung der Soldaten durch Generalinspekteur Carsten Breuer in einem Tagesbefehl am Montag
  • Sorge des Generalinspekteurs Breuer über den Umfang der Meldungen zu sexualisiertem Fehlverhalten
  • Unzureichende reale Zahlen aufgrund eines angekündigten Dunkelfeldstudien-Ergebnisses
  • Forderung nach nicht abwartendem Handeln vor Veröffentlichung der Dunkelfeldstudie
  • Schwere Vorfälle und der Skandal am Standort Zweibrücken (sexuelle Übergriffe, Rechtsextremismus, Drogenmissbrauch), der das Thema verstärkte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Henning Otte beklagt eine steigende Zahl von Meldungen und Eingaben zu Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung
  • Ministerium und Kommandos sollen dem Thema konsequent entgegentreten, ohne auf Ergebnisse einer Dunkelfeldstudie zu warten
  • Carsten Breuer ermahnte die Soldaten in einem Tagesbefehl, dass respektloses und verletzendes Verhalten in der Truppe nichts verloren habe
  • Breuer zeigt sich besorgt über den Umfang der Meldungen zu sexualisiertem Fehlverhalten
  • Vorgehen wird als erforderliche Konsequenz für Urheber sowie mögliche Duldung durch Wegschauen oder Tolerieren dargestellt

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Steigende Anzahl von Meldungen und Eingaben zu Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung
  • Notwendigkeit einer konsequenten Reaktion durch Ministerium und Kommandos mit geeigneten Maßnahmen
  • Konsequente Ahndung sexualisierten Fehlverhaltens gemäß den Regeln und Instrumenten der Dienstaufsicht
  • Erfordernis, dass Regeln der Inneren Führung im Alltag gelebt und durchgesetzt werden
  • Notwendigkeit, auch bewusstes Wegschauen oder stillschweigendes Tolerieren mit Folgen zu belegen
  • Weitere Auswertung durch eine Dunkelfeldstudie mit Veröffentlichung erster Ergebnisse noch in diesem Jahr und Ergebnisse bis Weihnachten
  • Erwartung eines weiteren Anstiegs registrierter Fälle für 2026

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja—Henning Otte wird mit einer Reaktion/Stellungnahme zitiert („Das Amt des Wehrbeauftragten verzeichnet…“), außerdem wird auch Carsten Breuer mit einem Tagesbefehl zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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