Wirtschaft in Deutschland: Reformbedarf statt Schönreden
Berlin () – Die Ökonomin und Siemens-Energy-Aufsichtsrätin Veronika Grimm hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, die wirtschaftliche Lage in Deutschland zu beschönigen. Sie halte wenig davon, die Probleme zu ignorieren und einfach nur positiver zu denken, sagte die Wirtschaftsweise dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgabe). Man sei da auf dem falschen Dampfer.
Grimm bezog sich damit auf die Aussage von Merz, man müsse den weit verbreiteten Missmut abschütteln. Die strukturellen Probleme seien da, entgegnete Grimm. Fast ein Drittel des Haushalts basiere auf zusätzlicher Verschuldung. Das werde noch steigen, wenn man nicht konsequent reagiere. Da nütze auch kein Schönreden.
Grimm pochte stattdessen auf Reformen. Einzelne Schritte wie die Einführung einer Zuckersteuer würden zwar erst einmal plausibel klingen. Das werde aber nicht weit führen. Es mache ihr Sorgen, dass sich die Regierung so im Klein-Klein aufhalte, kritisierte die Wirtschaftsweise.
Nötig seien das Bekenntnis zu einer niedrigeren Staatsquote sowie konsequente Reformen. Mit Blick auf das Wachstum gingen die derzeitigen Reformen der Regierung teils sogar in die falsche Richtung, sagte Grimm.
Die Wirtschaftsweise sprach sich dafür aus, neben der Rente ab 63 auch die Mütterrente zurückzunehmen. Zudem forderte sie eine Reform der Witwenrente. „Eine Abschwächung des Kündigungsschutzes halte ich für den richtigen Weg, man sollte aber die Verdienstschwelle niedriger ansetzen als die vorgeschlagenen 177.000 Euro“, sagte sie.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Veronika Grimm, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Siemens Energy, Friedrich Merz, CDU, Redaktionsnetzwerk Deutschland, dts Nachrichtenagentur, Wirtschaftsweise, Bundeskanzler
Wann ist das Ereignis passiert?
Samstagsausgabe (konkret: am Samstag, 29.08.2026), da im Text steht: „… dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagausgabe)“.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Ökonomin Veronika Grimm wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, die wirtschaftliche Lage in Deutschland zu beschönigen, und fordert stattdessen konsequente Reformen statt Schönreden – unter anderem eine niedrigere Staatsquote sowie Änderungen bei Rente, Mütterrente und Witwenrente.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Merz sagte, man müsse den weit verbreiteten Missmut abschütteln, Probleme ignorieren und positiver denken
- Veronika Grimm widersprach dieser Darstellung mit dem Hinweis auf strukturelle Probleme und die Notwendigkeit von Reformen
- Kritik an fehlendem konsequenten Reagieren auf zusätzliche Verschuldung im Haushalt
- Bedenken, dass die Regierung sich im Klein-Klein aufhalte und Reformen teils in die falsche Richtung gingen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien wird im Artikel beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zunehmender Anstieg der zusätzlichen Verschuldung im Haushalt bei ausbleibender konsequenter Reaktion
- Fehlende Reformausrichtung kann das Wachstum bremsen
- Strukturelle Probleme bleiben bestehen und werden nicht gelöst durch Schönreden oder Wegwischen
- Die Regierung verliert Handlungsspielraum durch zu kleinteiliges Vorgehen ohne ausreichende Wirkung
- Notwendigkeit von Maßnahmen zur Senkung der Staatsquote
- Rücknahme von Leistungen wie Rente ab 63 und Mütterrente als mögliche Konsequenz
- Reformbedarf bei der Witwenrente
- Anpassungen im Bereich Kündigungsschutz, verbunden mit einer niedrigeren Verdienstschwelle
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Veronika Grimm wird mit direkten Aussagen zitiert („… sagte die Wirtschaftsweise dem Redaktionsnetzwerk Deutschland …“).
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