Politik: Einkommenssteuer und kalte Progression in Berlin
Berlin () – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Kritik aus der Union an seinem Entwurf für die geplante Einkommenssteuerreform scharf zurückgewiesen. „Der Bundeskanzler und der CSU-Chef haben das mitentschieden“, sagte Klingbeil dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Blick auf den Umgang mit der sogenannten kalten Progression. „Also gehe ich davon aus, dass diese Absprache gilt.“
Der Steuerstreit in der Koalition dreht sich um Lohnerhöhungen, die lediglich die Inflation ausgleichen, zu einer höheren Steuerbelastung führen und die reale Kaufkraft dadurch gleichbleibt oder sogar sinkt. Unionspolitiker hatten beklagt, dass diese sogenannte kalte Progression nicht ausgeglichen werde.
Klingbeil sagte, SPD und Union hätten bewusst den Fokus auf die kleineren und mittleren Einkommen und die Familien gelegt. „Für eine Familie mit zwei Kindern erreichen wir eine Entlastung von etwa 600 Euro im Jahr“, behauptete er. Das solle keiner kleinreden. „Wir haben uns im Koalitionsausschuss gemeinsam entschieden, diesen Schwerpunkt zu setzen.“
Es sei allen bewusst gewesen, dass die Haushaltslage angespannt sei. „Trotzdem gleichen wir die kalte Progression zumindest zum Teil aus – nämlich für diejenigen, die kleine und mittlere Einkommen haben“, sagte der SPD-Vorsitzende.
Auf die Frage, ob die Koalition noch einmal nachbessern werde, wenn sich herausstellt, dass die 600 Euro Entlastung von Teuerungen etwa in den Sozialversicherungen aufgefressen werden, antwortete er, seine Vorschläge hätten „ursprünglich mehr“ vorgesehen. „Wenn nun Markus Söder oder der Bundeskanzler den Spitzensteuersatz etwas erhöhen wollen oder die Erbschaftssteuer ändern wollen, damit wir die Menschen noch mehr entlasten können, bin ich der Erste, der mitmacht.“
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Lars Klingbeil am 17.08.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil, Markus Söder
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Union, CSU, Bundeskanzler, Markus Söder
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum des Ereignisses: 17.08.2026 (zitiert/abgebildet; Lars Klingbeil spricht dazu im Kontext des Artikels).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wies die Kritik der Union an seinem Entwurf zur Einkommenssteuerreform zurück und betonte, dass die „kalte Progression“ gezielt vor allem für kleine und mittlere Einkommen bzw. Familien zumindest teilweise ausgeglichen werde.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik aus der Union an Klingbeils Entwurf für die geplante Einkommenssteuerreform
- Streit in der Koalition über die kalte Progression und deren teilweisen Ausgleich
- Vereinbarung im Koalitionsausschuss zur Schwerpunktsetzung auf kleinere und mittlere Einkommen und Familien
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Klingbeil wies die Kritik der Union an seinem Entwurf scharf zurück
- Er machte geltend, dass Bundeskanzler und CSU-Chef die Entscheidung mitentschieden hätten
- Er verwies auf SPD- und Unions-Fokus im Koalitionsausschuss auf kleinere und mittlere Einkommen sowie Familien
- Union hatte beklagt, dass die kalte Progression nicht ausgeglichen werde
- Klingbeil sagte, trotz angespannter Haushaltslage werde die kalte Progression zumindest teilweise ausgeglichen
- Er kündigte an, mitzumachen, falls Söder oder der Bundeskanzler den Spitzensteuersatz erhöhen oder die Erbschaftssteuer ändern wollen, um mehr Entlastung zu ermöglichen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Fokus auf Entlastung für kleinere und mittlere Einkommen
- Entlastung für Familien mit zwei Kindern in Höhe von etwa 600 Euro jährlich
- Teilweiser Ausgleich der kalten Progression, zumindest für Einkommensgruppen mit kleineren und mittleren Einkommen
- Fortsetzung der geplanten Einkommenssteuerreform mit Schwerpunkt auf Haushaltsentlastung trotz angespannter Haushaltslage
- Möglichkeit einer Nachbesserung der Entlastung durch weitere Änderungen bei Spitzensteuersatz oder Erbschaftssteuer
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nimmt in mehreren Zitaten Stellung und reagiert auf die Kritik aus der Union.
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