Stauffenberg-Enkel verteidigt AfD-Kranz bei Gedenkfeier

Politik: AfD und Gedenken in Berlin

Berlin () – Karl Schenk Graf von Stauffenberg, der Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg, verteidigt das Recht der AfD, einen Kranz bei der Gedenkveranstaltung niederzulegen, kritisiert die Partei aber scharf.

Dem Nachrichtensender „Welt“ sagte der Stauffenberg-Enkel: „Zunächst einmal darf man der AfD, glaube ich, nicht verwehren, einen Kranz niederzulegen. Dafür sind wir Demokraten, dafür müssen wir schauen, dass wir eben auch andersdenkende Menschen zu Wort kommen lassen.“

Gleichzeitig nannte er den Umgang der AfD mit seinem Großvater „ganz grauenhaft und ganz widerlich“. Die Partei missbrauche seinen Großvater für die eigenen Zwecke und versuche, ihn aus seiner Zeit herauszureißen.

Karl Schenk Graf von Stauffenberg verwehrt sich vor allem gegen die Behauptung der AfD, sein Großvater würde heute die AfD wählen. Sein Großvater habe die Geschichte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nie so erleben können, wie wir sie in den letzten 80 Jahren erleben durften. Er habe aber dennoch sein Leben dafür gegeben, um Terror und Unrecht zu beenden. Auch deshalb sei der Stauffenberg-Witz des Kabarettisten Uwe Steimle bei einer AfD-Veranstaltung vergangene Woche „ganz besonders widerlich“ gewesen.

Das Gedenken an die Ereignisse vom 20. Juli 1944 sei auch heute noch wichtig – aber „nur dann, wenn auch Lehren aus der Geschichte gezogen werden und daraus Konsequenzen für uns alle entstehen“, mahnte Karl Schenk Graf von Stauffenberg. Demokratie habe „uns Freiheit, Frieden und Wohlstand gebracht“, aber Demokratie bedeute auch, dafür zu sorgen, „dass solche menschenverachtenden Unrechtsregime wie die NS-Zeit, aber auch das DDR-Regime, in unserem Land nicht wieder vorkommen können“.

Bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler war es zu einem Eklat wegen eines Kranzes gekommen. Ein Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, Tobias Korenke, versuchte, ein Gebinde der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock zu entfernen. Es folgte ein Handgemenge mit Sicherheitskräften.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Stauffenberg-Enkel verteidigt AfD-Kranz bei Gedenkfeier

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Berlin, Bendlerblock.

Worum geht es in einem Satz?

Der Enkel von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Karl Schenk Graf von Stauffenberg, verteidigt zwar das demokratische Recht der AfD, bei der 20.-Juli-Gedenkveranstaltung einen Kranz niederzulegen, kritisiert die Partei jedoch scharf dafür, seinen Großvater für eigene Zwecke zu missbrauchen und ihm anzudichten, die AfD würde er heute wählen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • AfD-Verhalten bei der Gedenkveranstaltung im Bendlerblock zum 20. Juli 1944 (geplanter/versuchter Kranz des AfD-Bundesfraktion-Gebindes)
  • Versuch eines Gebindes der AfD-Bundestagsfraktion an der Gedenkstätte im Bendlerblock zu entfernen durch Tobias Korenke (Großneffe von Dietrich Bonhoeffer)
  • Handgemenge mit Sicherheitskräften anlässlich der Auseinandersetzung um den Kranz

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Der Artikel beschreibt keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Aussage, dass die AfD einen Kranz niederlegen darf
  • Er erwähnt lediglich einen Vorfall bei der Gedenkveranstaltung der Bundesregierung mit einem Handgemenge, ausgelöst durch den Versuch, ein AfD-Gebinde zu entfernen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Lehre aus der Geschichte und daraus resultierende Konsequenzen für die Gegenwart
  • Sicherstellen, dass Demokratie die Voraussetzungen für Freiheit, Frieden und Wohlstand schützt
  • Vermeidung der Wiederholung menschenverachtender Unrechtsregime in Deutschland
  • Forderung, Andersdenkende zu Wort kommen zu lassen
  • Kritik am vermeintlichen parteipolitischen Missbrauch historischer Persönlichkeiten
  • Einschränkung der Deutungshoheit über historische Erinnerung durch politische Akteure

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, es wird eine Stellungnahme zitiert: Karl Schenk Graf von Stauffenberg äußert sich gegenüber dem Nachrichtensender „Welt“ zu dem Recht der AfD, einen Kranz niederzulegen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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