Bundesregierung hofft auf "europäischere Nato"

Bundesregierung hofft auf "europäischere Nato"

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NATO-Gipfel: Europäische Sicherheitsstrategie in Berlin

Berlin () – Die Bundesregierung setzt auf eine „europäischere Nato“. Das sei auch notwendig, damit die Nato auch weiter transatlantisch bleiben könne, verlautete vor dem Gipfel des Verteidigungsbündnisses am Montag aus deutschen Regierungskreisen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hofft demnach auf einen „Geist von Ankara“. Von dem Treffen solle das Signal ausgehen, dass die Europäer größere Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen – finanziell und in der Zusammenarbeit der Verteidigungsindustrie. Gleichzeitig hofft man auf ein klares Bekenntnis der USA zur Nato.

Konkret geht es am Rande des Gipfels auch um eine gemeinsame europäische Erklärung der Verteidigungsminister zur verteidigungsindustriellen Zusammenarbeit. Zudem steht in dieser Woche die Entscheidung Kanadas über die Beschaffung von U-Booten an, ein strategisches Vorhaben, das Kanada wohl über Jahrzehnte an Deutschland binden würde. Deutschland und Norwegen bieten Kanada gemeinsam den U-Boot-Typ 212CD des Herstellers Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) an, der Deal umfasst bis zu 12 U-Boote im Wert von über 16 Milliarden Euro.

Auf dem Nato-Gipfel in Ankara werden die Mitgliedsländer eine Zwischenbilanz der beim letzten Treffen in Den Haag verabredeten Ziele ziehen. Die deutsche Bundesregierung ist dabei zuversichtlich, dass auch die USA den europäischen und insbesondere den deutschen Beitrag nun doch anerkennen, ungeachtet der jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump.

So hätten die europäischen Nato-Partner ihre Verteidigungsausgaben im vergangenen Jahr um über 100 Milliarden Euro erhöht. Deutschland allein steigerte seine Ausgaben um rund 25 Milliarden auf nunmehr 124 Milliarden Euro – was einer Verdoppelung der Verteidigungsausgaben seit 2022 entspreche. Die Bundesregierung plane, das Fünf-Prozent-Ziel der Nato bereits 2029 zu erreichen – und damit Jahre vor dem in Den Haag vereinbarten Datum 2035.

Ein zentrales Thema des Gipfels wird auch die weitere Unterstützung der Ukraine sein. Deutschland hat die Initiative für einen sogenannten „Ukraine Pledge“ ergriffen. Demnach sollen die Alliierten in den Jahren 2026 und 2027 jeweils mindestens 70 Milliarden Euro zur Finanzierung der Ukraine bereitstellen. Dieser Betrag setzt sich aus dem von Deutschland vorangetriebenen 90-Milliarden-Euro-Paket innerhalb der EU sowie bilateralen Beiträgen zusammen. Ziel sei es, der Ukraine verlässliche Planungssicherheit zu geben und andere europäische Staaten zu stärkeren nationalen Anstrengungen zu bewegen, hieß es aus deutschen Regierungskreisen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tornado-Kampfjet (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Friedrich Merz, Donald Trump

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Bundesregierung, Nato, CDU, Ankara, USA, Kanada, Deutschland, Norwegen, Thyssenkrupp Marine Systems, EU, Ukraine.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Datum oder der Zeitraum des beschriebenen Ereignisses ist der Montag vor dem Gipfel des Verteidigungsbündnisses. Ein genaues Datum wird jedoch nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Ankara, Den Haag, Kanada, Deutschland, Norwegen.

Worum geht es in einem Satz?

Die Bundesregierung strebt eine „europäischere NATO“ an, um die Verantwortung Europas für die eigene Sicherheit zu stärken und dabei eine enge transatlantische Zusammenarbeit, insbesondere mit den USA, zu fördern, während auf dem bevorstehenden NATO-Gipfel der Fokus auf der Verteidigungsindustrie sowie der Unterstützung der Ukraine liegen wird.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Bedarf an europäischer Verantwortung in der NATO
  • Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie
  • Finanzielle Erhöhung der Verteidigungsausgaben in Europa
  • Geopolitische Spannungen, insbesondere bezüglich der USA
  • Unterstützung der Ukraine im Kontext internationaler Sicherheit
  • Vorlaufen der Bundesregierung bei NATO-Zielen
  • Gemeinsame Sicherheitsanstrengungen und Zusammenarbeit zwischen den NATO-Mitgliedern

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Europäischer Verantwortungstransfer in der Sicherheit
  • Erhöhung der Verteidigungsausgaben um über 100 Milliarden Euro
  • Verdopplung der deutschen Verteidigungsausgaben seit 2022
  • Erreichen des Fünf-Prozent-Ziels der NATO bis 2029
  • Bereitstellung von mindestens 70 Milliarden Euro für die Ukraine in 2026 und 2027
  • Verschaffung von Planungssicherheit für die Ukraine
  • Anregung für stärkere nationale Anstrengungen anderer europäischer Staaten

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zitiert, der auf einen "Geist von Ankara" hofft und betont, dass die Europäer größere Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen sollten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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