Politik: Kontroverse um Prostitutionsrechtsreform in Berlin
Berlin () – Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und frauenpolitische Sprecher der CDU, Günter Krings, kritisiert die von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzte Kommission zur möglichen Reform des Prostitutionsrechts scharf.
Den Sendern RTL und ntv sagte Krings am Montag mit Blick auf die Diskussion über die Einführung des sogenannten nordischen Modells, das die Bestrafung von Freiern vorsieht: „Ich muss das ganz ehrlich und offen sagen: Zu Regierungszeiten der Union habe ich noch nicht erlebt, dass eine Kommission so recht einseitig besetzt worden ist.“
Besonders kritisch sieht Krings den Vorsitzenden des Gremiums. Dieser habe bereits frühere, aus seiner Sicht „sehr fragwürdige Forschungsergebnisse“ vertreten und wolle diese nun offenbar verteidigen. Als Beispiel nannte Krings den Evaluationsbericht der kriminologischen Institution, auf den sich die Kommission stütze. Dessen Leiter sei zugleich Vorsitzender der Kommission. Die Studie basiere auf Befragungen von rund 2.000 legal angemeldeten Prostituierten und komme unter anderem zu dem Ergebnis, dass ein Viertel der Befragten einen Hochschulabschluss habe und 80 Prozent krankenversichert seien. „Das ist alles total unrealistisch“, sagte Krings. Die Studie bilde aus seiner Sicht nur einen kleinen, vergleichsweise privilegierten Teil des Milieus ab. Tatsächlich seien vermutlich lediglich rund zehn Prozent der Prostituierten überhaupt offiziell angemeldet.
Deshalb zeichne die Kommission ein verzerrtes Bild der Realität, so Krings. „Wir haben in ganz Deutschland nur 50 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Prostituierte. Ich glaube, die Kommission geht nicht von realistischen Bedingungen aus, und das hat auch mit der Zusammensetzung zu tun.“ Die Unionsfraktion sei daher „von vornherein sehr enttäuscht und verwundert“ über die Einsetzung des Gremiums gewesen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Prostituierte (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Günter Krings, Karin Prien
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, CDU, Bundesfamilienministerium, Kommission zur Reform des Prostitutionsrechts, Evaluationsbericht der kriminologischen Institution.
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Günter Krings, der frauenpolitische Sprecher der CDU, kritisiert die einseitige Besetzung der von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzten Kommission zur Reform des Prostitutionsrechts und zweifelt an der Validität ihrer Forschungsgrundlagen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik an der Kommission zur Reform des Prostitutionsrechts
- Einseitige Besetzung der Kommission
- Bedenken über die qualifications des Vorsitzenden
- Zweifel an den Forschungsergebnissen der Unterstützungsstudie
- Wahrnehmung eines verzerrten Bildes der Realität
- Geringe Zahl offiziell angemeldeter Prostituierter
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Günter Krings kritisiert die Kommission zur Reform des Prostitutionsrechts
- Zweifel an der einseitigen Besetzung der Kommission
- Bedenken bezüglich des Vorsitzenden und dessen Forschungsergebnisse
- Studie basierend auf Befragungen von 2.000 Prostituierten als unrealistisch bewertet
- Krings misst der Kommission ein verzerrtes Bild der Realität zu
- Unionsfraktion zeigt Enttäuschung über die Einsetzung des Gremiums
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kritik an der Einsetzung der Kommission
- Besorgnis über die einseitige Besetzung
- Zweifel an der Forschungsbasis der vorgelegten Studien
- Wahrnehmung eines verzerrten Bildes der Realität
- Enttäuschung über die Zusammensetzung der Kommission
- Mangelndes Vertrauen in die Ergebnisse der Kommission
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Günter Krings kritisiert die von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzte Kommission zur möglichen Reform des Prostitutionsrechts und bezeichnet deren Besetzung als "recht einseitig".
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