Schleswig-Holstein: Kritik am neuen Polizeigesetz
Kiel () – Die Linke in Schleswig-Holstein hat die Pläne der Landesregierung für ein neues Polizeigesetz scharf kritisiert. Das teilte der Landesverband am Donnerstag in Kiel mit.
Die Partei lehnt die geplanten erweiterten Befugnisse für die Polizei entschieden ab.
Konkret moniert die Linke die geplante automatische Datenanalyse, die erweiterte Videoüberwachung und die Ausweitung des Präventivgewahrsams. Die automatische Datenanalyse führe nicht zu mehr Sicherheit, sondern zu einer diskriminierenden Exekutive, so die Partei.
Die verwendeten Daten seien bereits durch häufigere Kontrollen von Menschen mit Migrationshintergrund oder niedrigem Einkommen verzerrt, was durch die Mustererkennung weiter verstärkt werde. Auch die erweiterte Videoüberwachung diene nicht der Sicherheit, sondern halte gezielt Menschen, die Repressionen fürchteten, von belebten Plätzen fern.
Zudem würden Demonstrationen und Kundgebungen eingeschränkt.
Landessprecher Gerrit Schienke erklärte: „Automatische Datenanalyse, mehr Überwachung und Präventivgewahrsam – das sind Mittel, die wir aus Diktaturen und Autokratien kennen. Dass wir in einer Demokratie darüber sprechen und die schwarz-grüne Landesregierung das ernsthaft einführen möchte, ist ein Armutszeugnis.“ Er forderte stattdessen eine soziale Politik mit günstigem Wohnraum, ausreichendem Einkommen, guter Bildung und echten Perspektiven.
Die Linke verweist auf Negativbeispiele aus Bayern und Baden-Württemberg, wo der Einsatz der US-Software Palantir zur Überwachung debattiert wird. Die Partei plant für den 13. Juni eine Demonstration in Kiel gegen das Gesetz.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Überwachungskameras (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Gerrit Schienke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die Linke, Landesregierung, Polizei, Gerrit Schienke, Bayern, Baden-Württemberg, Palantir
Wann ist das Ereignis passiert?
- Juni
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Kiel, Schleswig-Holstein
Worum geht es in einem Satz?
Die Linke in Schleswig-Holstein kritisiert das geplante neue Polizeigesetz der Landesregierung scharf, da sie die erweiterten Befugnisse wie automatische Datenanalyse und Videoüberwachung als diskriminierend und repressiv ansieht und fordert stattdessen eine sozialere Politik.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Pläne der Landesregierung für ein neues Polizeigesetz
- Erweiterte Befugnisse für die Polizei
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
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Welche Konsequenzen werden genannt?
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Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Gerrit Schienke, der Landessprecher, äußert sich kritisierend zu den geplanten Polizeireformen.
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