Kassenchef wirft Koalition Einknicken vor Pharma vor

Kassenchef wirft Koalition Einknicken vor Pharma vor

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Gesundheitspolitik und Pharmaindustrie in Berlin

Berlin () – Im Streit um das Gesundheits-Sparpaket hat der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, der schwarz-roten Koalition vorgeworfen, die Pharmaindustrie zu schonen und damit vor Drohungen der Konzerne einzuknicken.

„Die Regierung darf sich von der Pharmaindustrie nicht erpressen lassen“, sagte Baas dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Die Politik unterschätzt ihre eigene Macht und überschätzt die der Pharmakonzerne“, fügte Baas hinzu. Selbst in den USA, wo Präsident Donald Trump die Hersteller massiv unter Druck setze, ziehe sich kein Konzern zurück. „Bei den Beratungen im Bundestag kann und muss der Sparbeitrag der Pharmaindustrie kräftig erhöht werden“, mahnte er.

„Die Pharmalobby argumentiert immer wieder, dass es zwischen der Entscheidung, in einem Land zu forschen und zu produzieren, und den Arzneimittelpreisen einen direkten Zusammenhang gibt. Das ist Unsinn“, so der Kassenchef. Auch die Drohung der Industrie, bei zu niedrigen Preisen bestimmte Medikamente nicht mehr in Deutschland auf den Markt zu bringen, wies Baas als unglaubwürdig zurück. Deutschland habe nach den USA die höchsten Arzneimittelpreise, sagte er. Kein Pharmakonzern könne es sich leisten, sich aus einem der weltweit interessantesten Märkte zurückzuziehen.

Kritik übte Baas auch an der Debatte in der Koalition über eine Senkung der Zahl der Krankenkassen. Er halte die Debatte für ein Ablenkungsmanöver der Politik, der Einspareffekt wäre selbst im besten Fall marginal, sagte er. Die Mehrzahl der Beschäftigten einer Kasse befasse sich mit konkreten Belangen der Versicherten. „Sprich: Beim Personal sind kaum Einsparungen möglich.“ Den geplanten Gehaltsdeckel für das Führungspersonal von Krankenkassen kritisierte er als kontraproduktiv. Krankenkassen brauchten hoch qualifizierte Leute – schließlich müssten sie mit Ärzten, Krankenhäusern oder der Pharmaindustrie auf Augenhöhe verhandeln, sagte er. „Nur Top-Qualifizierte können in solchen Verhandlungen das Beste für die Beitragszahler herausholen“, mahnte der Kassenchef.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jens Baas, Donald Trump

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Techniker Krankenkasse, schwarz-rote Koalition, Pharmaindustrie, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundestag, Pharmalobby, Deutschland, USA, Donald Trump

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, USA

Worum geht es in einem Satz?

Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse, kritisierte die schwarz-rote Koalition dafür, die Pharmaindustrie zu schonen und forderte eine Erhöhung des Sparbeitrags, während er deren Drohungen als unglaubwürdig bezeichnete und die Debatte über eine Senkung der Krankenkassenzahl als Ablenkung ansah.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Streit um das Gesundheits-Sparpaket
  • Vorwurf an die schwarz-rote Koalition
  • Schonung der Pharmaindustrie
  • Erpressung durch die Pharmakonzerne
  • Unterschätzung der politischen Macht
  • Hohe Arzneimittelpreise in Deutschland
  • Drohung der Industrie mit Marktrückzug
  • Ablenkungsmanöver der Politik
  • Kritische Debatte über Krankenkassenzahl
  • Gehaltsdeckel für Führungspersonal der Krankenkassen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Jens Baas kritisiert schwarz-rote Koalition für Nachgiebigkeit gegenüber Pharmaindustrie
  • Forderung, sich nicht von Pharmakonzernen erpressen zu lassen
  • Politik unterschätzt eigene Macht und überschätzt Einfluss der Pharmaindustrie
  • Erhöhung des Sparbeitrags der Pharmaindustrie gefordert
  • Argument der Pharmalobby über Forschungsstandorte und Arzneimittelpreise als unglaubwürdig zurückgewiesen
  • Drohung der Industrie bezüglich Medikamentenverfügbarkeit in Deutschland als nicht glaubhaft abgelehnt
  • Kritik an Diskussion über Krankenkassenzahlensenkung als Ablenkung
  • Gehaltsdeckel für Führungskräfte von Krankenkassen als kontraproduktiv angesehen
  • Notwendigkeit hochqualifizierter Mitarbeiter in Krankenkassen betont

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Vorwurf an die Regierung, sich von der Pharmabranche erpressen zu lassen
  • Unterschätzung der eigenen politischen Macht
  • Notwendigkeit, den Sparbeitrag der Pharmaindustrie zu erhöhen
  • Rückweisung der Argumentation der Pharmalobby als unglaubwürdig
  • Ablehnung von Drohungen der Industrie bezüglich Medikamentenverfügbarkeit
  • Kritik an der Debatte über die Senkung der Anzahl der Krankenkassen
  • Einschätzung, dass Einspareffekte marginal wären
  • Warnung vor den Auswirkungen eines Gehaltsdeckels für Führungspersonal
  • Notwendigkeit hochqualifizierter Mitarbeiter in Krankenkassen
  • Bedeutung von Verhandlungen auf Augenhöhe mit Dienstleistern

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Chefs der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, zitiert. Er äußert, dass die Regierung sich von der Pharmaindustrie nicht erpressen lassen dürfe und dass die Politik ihre eigene Macht unterschätze.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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