Klink-Betriebsräte warnen vor Pflegenotstand wegen Reformplänen

Klink-Betriebsräte warnen vor Pflegenotstand wegen Reformplänen

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Gesundheitsreform und Auswirkungen auf Pflege in Berlin

Berlin () – In einem offenen Brief an die Bundesregierung haben die Betriebsräte von mehr als 20 Klinikkonzernen und Universitätskliniken vor gravierenden Folgen für die Pflege gewarnt, sollten die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in der aktuellen Form umgesetzt werden. Das berichten die Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“ (Freitagausgaben).

Die aktuell vorliegenden Pläne würden massive Auswirkungen auf die Arbeit der Kollegen haben, „die jeden Tag auf Station, in den Funktionsbereichen, in Diagnostik, Therapie, Service, Technik und Verwaltung alles für eine gute Versorgung“ der Patienten geben, warnen die Betriebsräte in dem Schreiben, das neben Gesundheitsministerin Warken auch an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), Arbeitsministerin Bärbel Bas (ebenfalls SPD) sowie die Vorsitzenden der Regierungsfraktionen ging. „Alle Erfolge der letzten Jahre, das Gesundheitswesen als Arbeitsplatz attraktiver zu machen, drohen zunichte gemacht zu werden.“

Warken will das 2020 eingeführte Pflegebudget deckeln und dafür sorgen, dass auch Tarifsteigerungen bei Pflegekräften nicht mehr vollständig refinanziert werden. Tragen müssten die zusätzlichen Kosten demnach die Krankenhäuser selbst. Bei denen ist die wirtschaftliche Lage allerdings jetzt schon angespannt.

Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, warnt deshalb, dass die Lage in der Pflege sich verschlechtern könnte – und einigen Kliniken sogar die Schließung drohe. Schon jetzt seien Teams in der Pflege oft unterbesetzt, sagte Werneke den Zeitungen. „Wenn das Pflegebudget gedeckelt wird, wird die Unterbesetzung zementiert und in den kommenden Jahren noch verschärft.“

Würden Tarifsteigerungen nicht mehr refinanziert, hätten die Krankenhäuser keine andere Wahl als Personal abzubauen. „Damit rückt eine bedarfsgerechte Ausstattung in der Pflege noch mehr in die Ferne“, sagte Werneke. Für Patienten bedeute das eine schlechtere Versorgung. Für Pflegende bedeute es noch mehr Druck und Stress, und es bestehe die Gefahr, dass dann wieder mehr Kolleginnen und Kollegen den Beruf verlassen würden, weil sie die Belastung auf Dauer nicht aushalten, fürchtet der Verdi-Chef. „Damit wären wir zurück in einem Teufelskreis, den wir angefangen hatten, zu durchbrechen.“

Viele Einrichtungen hingen zudem finanziell schon jetzt am „seidenen Faden“, sagte der Gewerkschaftschef. „Wenn diese Pläne so kommen, wird es reihenweise Schließungen geben.“

Unterzeichnet haben den Brief unter anderem die Arbeitnehmervertretungen der Helios Kliniken, der Charité und der Universitätskliniken Essen, Göttingen und Magdeburg. Insgesamt repräsentieren die unterzeichnenden Betriebsräte rund 323.000 Beschäftigte.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Nina Warken, Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Bärbel Bas, Frank Werneke

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Betriebsräte, Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD), Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), Regierungsfraktionen, Frank Werneke, Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Helios Kliniken, Charité, Universitätskliniken Essen, Universitätskliniken Göttingen, Universitätskliniken Magdeburg.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Universitätskliniken (Essen, Göttingen, Magdeburg)

Worum geht es in einem Satz?

In einem offenen Brief warnen Betriebsräte von über 20 Klinikkonzernen und Universitätskliniken die Bundesregierung vor gravierenden negativen Auswirkungen auf die Pflege durch die Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken, die zu Personalabbau und schlechterer Patientenversorgung führen könnten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Reformpläne von Gesundheitsministerin Nina Warken
  • Ziel: Deckelung des 2020 eingeführten Pflegebudgets
  • Nicht vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen
  • Anspannung der wirtschaftlichen Lage in Krankenhäusern
  • Aktuelle Unterbesetzung in der Pflege
  • Warnungen von Gewerkschaften und Betriebsräten
  • Auswirkungen auf Arbeitsplatzattraktivität im Gesundheitswesen
  • Unterschrift von Betriebsräten aus über 20 Klinikkonzernen und Universitätskliniken

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Offener Brief an die Bundesregierung von Betriebsräten mehrerer Kliniken
  • Warnung vor gravierenden Folgen für die Pflege durch Reformpläne von Gesundheitsministerin Warken
  • Pläne könnten Erfolge im Gesundheitswesen als attraktiven Arbeitsplatz gefährden
  • Warken plant Deckelung des Pflegebudgets, nicht vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen
  • Verdi-Vorsitzender Werneke warnt vor Verschlechterung der Pflegesituation und möglichen Klinikschließungen
  • Unterbesetzung in der Pflege könnte sich verschärfen
  • Abbau von Personal angekündigt, was die Versorgung der Patienten negativ beeinflussen könnte
  • Viele Einrichtungen bereits finanziell instabil, drohende Schließungen angesprochen
  • Brief unterzeichnet von Arbeitnehmervertretungen bedeutender Kliniken, repräsentiert 323.000 Beschäftigte

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verschlechterung der Lage in der Pflege
  • Mögliche Schließung einiger Kliniken
  • Zementierung der Unterbesetzung in der Pflege
  • Personalabbau in den Krankenhäusern
  • Verschlechterte Versorgung für Patienten
  • Höherer Druck und Stress für Pflegekräfte
  • Gefahr des Berufsverlassens von Pflegekräften
  • Repetitiver Teufelskreis in der Pflege
  • Finanzielle Unsicherheit vieler Einrichtungen
  • Drohende reihenweise Schließungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert, die die Betriebsräte von mehr als 20 Klinikkonzernen und Universitätskliniken in einem offenen Brief an die Bundesregierung vor gravierenden Folgen für die Pflege warnt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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