Umweltminister: Industrie soll für Abwasserreinigung zahlen

Umweltminister: Industrie soll für Abwasserreinigung zahlen

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Umweltpolitik in Berlin: Verantwortung der Industrie

Berlin () – Umweltminister Carsten Schneider (SPD) will, dass die Pharma- und Kosmetikindustrie dafür aufkommt, die Rückstände ihrer Produkte in Kläranlagen aus dem Wasser zu filtern.

„Dass mit der Einführung der 4. Reinigungsstufe in Kläranlagen Mikroschadstoffe im Wasser reduziert werden sollen, ist ein großer Gewinn für den Gewässerschutz und die Gesundheit“, sagte Schneider den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Bei der Frage, ob die Verbraucher die Mehrkosten bezahlen sollen oder die Pharma- und Kosmetikindustrie, habe ich eine klare Haltung: Das muss die Industrie bezahlen.“

Schneider positioniert sich damit in einem Streit um die Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL). Die ist seit 2025 in Kraft und sieht vor, dass Kläranlagen, in denen das Wasser von mehr als 150.000 Menschen geklärt wird, eine neue, vierte Stufe der Behandlungen einführen müssen. Damit sollen sogenannte Mikroschadstoffe aus dem Wasser geholt werden, die unter anderem über Medikamente und Kosmetik ins Wasser kommen.

Nach dem Verursacherprinzip soll 80 Prozent der Kosten dafür die Industrie tragen – doch dagegen regt sich jetzt im Europaparlament Widerstand, unter anderem von der EVP.

Das Bundesumweltministerium arbeitet derzeit an der Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht. Schneider ist dafür, die finanzielle Verantwortung bei der Industrie zu belassen. „Denn sie ist für die Mikroschadstoffe verantwortlich und sie hat es in vielen Fällen auch in der Hand, besser abbaubare Produkte zu entwickeln“, sagte der SPD-Politiker den Funke-Zeitungen. „Die Verbraucher mit höheren Wasserkosten zu belasten, halte ich für falsch.“ Wasser sei Lebensgrundlage, das dürfe man nicht unnötig verteuern.

„Wer Stoffe in den Markt bringt, die unsere Gewässer und damit letztlich auch unser Trinkwasser belasten, muss auch Verantwortung für deren Beseitigung übernehmen“, findet Schneider. Das wolle man jetzt möglichst schlank und abgestimmt zwischen den Mitgliedstaaten umsetzen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kläranlage (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Carsten Schneider

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Carsten Schneider, SPD, Funke-Mediengruppe, EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), Europaparlament, EVP, Bundesumweltministerium

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, EU (Europaparlament)

Worum geht es in einem Satz?

Umweltminister Carsten Schneider fordert, dass die Pharma- und Kosmetikindustrie die Kosten für die Entfernung von Mikroschadstoffen aus Kläranlagen trägt, um die Verbraucher vor höheren Wasserkosten zu schützen und die Gesundheit sowie den Gewässerschutz zu fördern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Einführung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) 2025
  • Notwendigkeit einer vierten Reinigungsstufe in Kläranlagen
  • Rückstände von Medikamenten und Kosmetik in Gewässern
  • Verursacherprinzip zur Kostenverteilung
  • Forderungen nach finanzieller Verantwortung der Industrie
  • Streben nach besser abbaubaren Produkten durch die Industrie
  • Widerstand im Europaparlament gegen die Kostenverteilung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Umweltminister Carsten Schneider fordert, dass Pharma- und Kosmetikindustrie für Kläranlagenkosten aufkommt
  • Einführung der 4. Reinigungsstufe soll Mikroschadstoffe im Wasser reduzieren
  • Klare Haltung: Verbraucher sollen Mehrkosten nicht tragen
  • Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) wird thematisiert
  • Zu erwartende Regelung: 80 Prozent der Kosten soll Industrie tragen
  • Widerstand im Europaparlament, insbesondere von der EVP
  • Ministerium arbeitet an Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht
  • Schneider betont Verantwortung der Industrie für Mikroschadstoffe
  • Ziel: schlanke und abgestimmte Umsetzung zwischen Mitgliedstaaten

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Einführung der 4. Reinigungsstufe in Kläranlagen
  • Reduzierung von Mikroschadstoffen im Wasser
  • Finanzielle Verantwortung der Pharma- und Kosmetikindustrie
  • Widerstand im Europaparlament gegen Kostenübernahme durch die Industrie
  • Umstellung des deutschen Rechts zur Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie
  • Vermeidung höherer Wasserkosten für Verbraucher
  • Verantwortung der Industrie für Umweltbelastungen
  • Entwicklung besser abbaubarer Produkte durch die Industrie

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) zitiert, in der er betont, dass die Pharma- und Kosmetikindustrie die Kosten für die Reinigung von Mikroschadstoffen tragen soll.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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