Ökonomen stehen Mehrwertsteuererhöhung gespalten gegenüber

Ökonomen stehen Mehrwertsteuererhöhung gespalten gegenüber

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Wirtschaftliche Debatte zur Mehrwertsteuer in Berlin

Berlin () – Ökonomen stehen der Erwägung der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer zu erhöhen, gespalten gegenüber. „Das wäre ein vernünftiger Schritt, der Anreize für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands erhöht“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

Auch der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr begrüßt die Idee. „Es kann durchaus sinnvoll sein, die Mehrwertsteuer zu erhöhen und mit den Einnahmen schädlichere Steuern oder Abgaben zu senken“, sagte er.

Skeptischer steht dem Vorschlag DIW-Präsident Marcel Fratzscher gegenüber. Ein solches Reformpaket wäre eine Umverteilung von oben und auch von unten in die Mitte der Gesellschaft. „Auch zahlreiche Beschäftigte mit wenig Einkommen könnten durch eine solche Reform schlechter gestellt werden“, so Fratzscher.

Die Opposition im Bundestag hält den Vorschlag für eine schlechte Idee. „Dass die Union ernsthaft erwägt, mitten in der Ölpreiskrise durch Mehrwertsteuererhöhungen die Inflation noch weiter anzuheizen, ist Wahnsinn“, sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Es gibt wenig Schlechteres, als in der aktuellen wirtschaftlichen Lage die Mehrwertsteuer anzuheben“, ergänzte Grünen-Finanzpolitikerin Katharina Beck.

Laut „Handelsblatt“ rechnet das Bundesfinanzministerium auf Bitten des Bundeskanzleramts verschiedene Modelle durch. So könnte der generelle Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent steigen. Im Gegenzug könnte der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für Güter des täglichen Bedarfs von derzeit sieben Prozent sinken. Mit Mehreinnahmen könnten zudem die Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen fallen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Clemens Fuest, Gabriel Felbermayr, Marcel Fratzscher, Andreas Audretsch, Katharina Beck

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Ifo-Institut, Handelsblatt, DIW, Bundesregierung, Union, Grünen, Bundesfinanzministerium, Bundeskanzleramt

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Diskussion über eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland spaltet die Ökonomen, wobei einige die Maßnahme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit befürworten, während andere die negativen Auswirkungen auf einkommensschwächere Haushalte und die aktuelle wirtschaftliche Lage kritisieren.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Überlegung der Bundesregierung zur Erhöhung der Mehrwertsteuer
  • Diskussion unter Ökonomen über Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit
  • Aussagen von Ifo-Präsident Clemens Fuest und Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr
  • Skepsis von DIW-Präsident Marcel Fratzscher hinsichtlich sozialer Auswirkungen
  • Ablehnung der Opposition im Bundestag, insbesondere der Grünen
  • Konkrete Modelle des Bundesfinanzministeriums zur Anpassung der Mehrwertsteuersätze

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Ifo-Präsident Clemens Fuest unterstützt die Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Förderung von Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit
  • Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr sieht die Erhöhung als sinnvoll an, um andere schädliche Steuern zu senken
  • DIW-Präsident Marcel Fratzscher äußert Skepsis und warnt vor negativer Umverteilungseffekte für Geringverdiener
  • Opposition im Bundestag lehnt den Vorschlag ab, warnend über die Erhöhung in der aktuellen wirtschaftlichen Lage
  • Grüne fordern, dass eine Mehrwertsteuererhöhung in der Ölpreiskrise "Wahnsinn" sei
  • Bundesfinanzministerium prüft verschiedene Modelle zur Mehrwertsteuererhöhung und Steueranpassungen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Anreize für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen
  • Senkung schädlicherer Steuern oder Abgaben
  • Umverteilung von oben und unten in die Mitte der Gesellschaft
  • Schlechtere Stellung für Beschäftigte mit wenig Einkommen
  • Weitere Anheizung der Inflation
  • Negative Auswirkungen in der aktuellen wirtschaftlichen Lage
  • Mögliche Mehreinnahmen aus Mehrwertsteuererhöhung
  • Steuer- und Abgabenreduktion auf Arbeitseinkommen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Ifo-Präsident Clemens Fuest beschreibt die Erhöhung der Mehrwertsteuer als "vernünftigen Schritt", während DIW-Präsident Marcel Fratzscher skeptisch ist und warnt, dass eine solche Reform Beschäftigte mit niedrigem Einkommen schlechterstellen könnte.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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