Schwarz-Rot will Abgeordnetengesetz verschärfen

Politik: Regelungen zur Abgeordnetenbeschäftigung in Berlin

() – und SPD wollen die Regelungen zur Beschäftigung von Mitarbeitern im Abgeordnetengesetz verschärfen. Die parlamentarischen Geschäftsführer der beiden Koalitionsfraktionen, Hendrik Hoppenstedt (CDU) und Johannes Fechner (SPD), arbeiten an einem gemeinsamen Vorschlag, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstagausgabe) berichtet.

„Wir müssen das Abgeordnetengesetz verschärfen“, sagte Johannes Fechner der Zeitung. „Wir sollten die bereits geltende Vorschrift erweitern.“

Künftig sollten „Abgeordnete auch keine und Verwandten anderer Abgeordneter auf Staatskosten einstellen dürfen“. Das sollte „nicht nur Abgeordnete des Bundestags, sondern auch Abgeordnete des Europaparlaments und der Landtage umfassen“, erklärte er. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Bundestagsabgeordneter Verwandte von Landtags- oder Europaabgeordneten auf Staatskosten einstellen kann.

„Auf eigene Rechnung sollen Abgeordnete auch künftig Verwandte einstellen können“, sagte der Sozialdemokrat. Es gehe lediglich „darum, Missbrauch von Steuergeldern durch Vetternwirtschaft zu verhindern“, so Frechner.

„Wir wollen die Regeln jetzt so anpassen, dass so viel Missbrauch wie möglich verhindert wird“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Hendrik Hoppenstedt, der Zeitung. Darüber gebe es mit der SPD-Fraktion bereits eine grundsätzliche Verständigung.

Hoppenstedt wies aber auch auf Schwierigkeiten hin. Zum einen sei die Berufsfreiheit verfassungsrechtlich verbrieft, zum anderen müsse es nicht immer gleich ein Fall von Vetternwirtschaft sein, wenn im Einzelfall ein entfernter Verwandter eines Abgeordneten für einen anderen Abgeordneten arbeite. Wenn aber Abgeordnete erkennbar mit Überkreuz-Beschäftigungen von gegenseitig das Familieneinkommen des jeweils anderen erhöhten, sei das „ein absolut indiskutabler Korruptionssumpf, der trockengelegt werden muss“, so Hoppenstedt.

4,4/5 (18 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundestagssitzung (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Hendrik Hoppenstedt, Johannes Fechner

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Union, SPD, Bundestag, Europaparlament, Landtage, dts Nachrichtenagentur, Süddeutsche Zeitung

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Union und SPD planen eine Verschärfung des Abgeordnetengesetzes, um die Beschäftigung von Verwandten und Ehepartnern durch Abgeordnete auf Staatskosten zu verbieten, um Missbrauch und Vetternwirtschaft zu verhindern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wunsch nach Verschärfung des Abgeordnetengesetzes
  • Berichte über Missbrauch von Steuergeldern
  • Verdacht auf Vetternwirtschaft im Bundestag
  • Notwendigkeit, Regelungen auch auf Europaparlament und Landtage auszuweiten
  • Ziel, Transparenz und Integrität im politischen System zu erhöhen
  • Diskussion um Berufsfreiheit und Einzelfälle von Überkreuz-Beschäftigungen
  • Einigung zwischen Union und SPD über weitere Maßnahmen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Union und SPD möchten Regelungen zur Beschäftigung von Mitarbeitern im Abgeordnetengesetz verschärfen
  • Hendrik Hoppenstedt (CDU) und Johannes Fechner (SPD) arbeiten an einem gemeinsamen Vorschlag
  • Vorschlag umfasst, dass Abgeordnete keine Ehepartner und Verwandte anderer Abgeordneter auf Staatskosten einstellen dürfen
  • Regelung soll auch Abgeordnete des Europaparlaments und der Landtage betreffen
  • Ziel ist es, Missbrauch von Steuergeldern durch Vetternwirtschaft zu verhindern
  • Verwandte können weiterhin auf eigene Rechnung eingestellt werden
  • Hoppenstedt betont Schwierigkeiten durch Berufsfreiheit und Einzelfallbetrachtung
  • Indiskutable Korruption soll durch Regelanpassungen verhindert werden

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verschärfung der Regelungen im Abgeordnetengesetz
  • Kein Einstellen von Ehepartnern und Verwandten anderer Abgeordneter auf Staatskosten
  • Gilt für Abgeordnete des Bundestags, Europaparlaments und Landtage
  • Verhinderung von Missbrauch von Steuergeldern durch Vetternwirtschaft
  • Anpassung der Regeln zur Vermeidung von Missbrauch
  • Berücksichtigung der Berufsfreiheit
  • Klarstellung, dass nicht jeder Fall von Beschäftigung von Verwandten als Vetternwirtschaft gilt
  • Bekämpfung von Korruption durch Überkreuz-Beschäftigungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Johannes Fechner zitiert, der sagt: „Wir müssen das Abgeordnetengesetz verschärfen“.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert