Bundesumweltminister lehnt von der Leyens neuen Atomkurs ab

Umweltpolitik: Debatte um Atomkraft in Berlin

() – Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat die jüngsten Aussagen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Atomkraft scharf zurückgewiesen.

„Es spricht Bände, dass der Kern dieser rückwärtsgewandten Strategie aus neuen Subventionen für Atomkraftwerke besteht“, sagte Schneider am Dienstag. Wenn eine Risikotechnologie nach einem Dreivierteljahrhundert noch immer am staatlichen Tropf hänge und es längst bessere Alternativen gebe, sollte man daraus Konsequenzen ziehen. „Stattdessen noch mehr Steuergeld für neue Risikoreaktoren auszugeben, lehne ich ab.“

Um nennenswert neue Reaktoren zu errichten, müsse viel investiert werden, das dann an anderer Stelle fehle, so Schneider. „Dazu kommt: Diese kleinen Atomkraftwerke werden schon seit Jahrzehnten angekündigt, schaffen aber den nicht und ringen stattdessen um Subventionen. Auch wenn die Anlagen kleiner werden, werden die Probleme in der Summe größer.“

Sauberer Strom aus Wind und Sonne sei günstiger und treibe die Energiewende voran, ohne strahlenden Müll zu produzieren. Für gelte weiterhin, dass man auf bessere, sicherere und günstigere Alternativen setze. Der Atomausstieg habe das Land sicherer gemacht, und der vor 15 Jahren erreichte Atomkonsens habe Deutschland gutgetan. „Das sollten wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, so Schneider.

Von der Leyen hatte die Abkehr von der Atomkraft in Deutschland und Teilen der Europäischen Union zuvor bei einem Kernenergie-Gipfel in Paris als „strategischen Fehler“ bezeichnet und zugleich eine neue europäische Strategie für kleine modulare Reaktoren angekündigt, die bis Anfang der 2030er-Jahre einsatzbereit sein sollen. Ziel sei es, zu einem „globalen Zentrum der Kernenergie der nächsten Generation“ zu machen, sagte die CDU-Politikerin.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Atomkraftwerk (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesumweltminister Carsten Schneider, SPD, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Deutschland, Europäische Union, Kernenergie-Gipfel, Paris, CDU

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Paris.

Worum geht es in einem Satz?

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat die Förderung neuer Atomkraftwerke, die von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen wurde, stark kritisiert und betont, dass Deutschland auf sicherere und günstigere Energiealternativen setzen sollte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Aussagen von Ursula von der Leyen zur Atomkraft
  • Kritik von Carsten Schneider an neuen Subventionen für Atomkraftwerke
  • Diskussion über staatliche Unterstützung für Risikotechnologien
  • Anhaltende Debatte über Sicherheit und Alternativen zur Atomkraft
  • Strategie der EU für kleine modulare Reaktoren
  • Vergleich zwischen Atomkraft und erneuerbaren Energien

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Carsten Schneider (SPD) weist Aussagen von Ursula von der Leyen zur Atomkraft scharf zurück
  • Kritik an neuen Subventionen für Atomkraftwerke
  • Betonung, dass bessere Alternativen vorhanden sind
  • Investition in neue Reaktoren würde Mittel an anderer Stelle fehlen lassen
  • Kleine Atomkraftwerke schaffen es seit Jahrzehnten nicht, Durchbruch zu erzielen
  • Sauberer Strom aus Wind und Sonne als günstigere Lösung hervorgehoben
  • Atomausstieg wird als Sicherheitsgewinn für Deutschland gesehen
  • Von der Leyen bezeichnete Abkehr von Atomkraft als "strategischen Fehler"
  • Ankündigung einer neuen europäischen Strategie für kleine modulare Reaktoren bis Anfang der 2030er-Jahre

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ablehnung von weiteren Subventionen für Atomkraftwerke
  • Fehlende Investitionen an anderer Stelle
  • Anhaltende Probleme statt Durchbruch bei neuen Reaktoren
  • Höhere Gesamtrisiken trotz kleinerer Reaktoren
  • Bevorzugung sauberer Energiequellen (Wind, Sonne)
  • Fortsetzung der Energiewende ohne strahlenden Müll
  • Festhalten an einem sichereren und günstigeren Energiemodell
  • Warnung vor Leichtfertigkeit beim Atomausstieg

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zitiert, der die Aussagen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Atomkraft scharf zurückweist.

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