Bundesregierung plant fast eine Milliarde Euro für Küstenschutz ein

Hochwasser- und Küstenschutz in Deutschland

() – Die Bundesregierung stellt den Ländern bis 2040 fast eine Milliarde Euro für den Hochwasser- und Küstenschutz zur Verfügung. Das geht aus der Antwort des Umweltministeriums auf eine kleine Anfrage der -Fraktion hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten. Demnach wurden den Küstenländern für die Jahre 2024 bis 2040 Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 885 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Einschließlich Landesmitteln umfassen die Verpflichtungsermächtigungen 925 Millionen Euro.

Die vorgesehenen Bundesmittel „reichen nach unserer Einschätzung bei Weitem nicht aus“, sagte Linda Heitmann, Berichterstatterin der Grünen-Fraktion für nationalen Meeres- und Küstenschutz, den Funke-Zeitungen. Allein für Niedersachen, Bremen und Schleswig-Holstein seien für den Zeitraum bis 2035 mindestens 1,4 Milliarden Euro notwendig.

Heitmann kritisiert zudem, dass die Bundesregierung keine präzisen zu bisherigen Schäden durch Sturmfluten, Starkregen und Überschwemmungen nennen kann. Das Umweltministerium verweist in der Anfrage auf der Versicherungswirtschaft. „Die Bundesregierung glänzt bei den existenziellen Fragen zum Küsten- und Hochwasserschutz leider mit schwammigen und lückenhaften Antworten“, sagte Heitmann. Es sei „erschreckend“, dass der Bund weder genaue Daten zur Schadenshöhe der letzten Jahre noch eine Einschätzung zum Investitionsbedarf in naturbasierte Lösungen vorlegen könne.

Aus der Antwort geht auch hervor, dass die Bundesregierung den Bau von Hochwasserschutzeinrichtungen erleichtern will. Geplant sind laut Umweltministerium eine Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, insbesondere der Planfeststellungsverfahren für bestimmte Hochwasserschutzbauten, sowie eine Beschleunigung der Rechtsbehelfsverfahren, zum Beispiel durch konkrete Antrags- und Begründungsfristen.

Experten rechnen damit, dass als Folge des Klimawandels Überschwemmungen häufiger und Sturmfluten heftiger werden. Die Nordseeküste gehört zu den am meisten von Klimafolgen betroffenen Regionen in .

4,0/5 (21 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Küstenschutz bei List auf Sylt (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Linda Heitmann.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesregierung, Umweltministerium, Grüne-Fraktion, Funke-Mediengruppe, Versicherungswirtschaft, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordseeküste, List auf Sylt.

Worum geht es in einem Satz?

Die Bundesregierung plant, bis 2040 fast eine Milliarde Euro für den Hochwasser- und Küstenschutz bereitzustellen, jedoch kritisiert die Grünen-Fraktion, dass diese Mittel unzureichend sind und fordert präzisere Daten zu bisherigen Schäden sowie eine bessere Planung für den Schutz vor zukünftigen klimabedingten Risiken.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Extremwetterereignisse
  • Intensivierung des Klimawandels
  • Zunehmende Sturmfluten und Überschwemmungen
  • Mangel an detaillierten Schadensdaten
  • Finanzielle Unterdeckung im Hochwasserschutz
  • Notwendigkeit für verbesserte Küstenschutzmaßnahmen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesregierung stellt bis 2040 fast eine Milliarde Euro für Hochwasser- und Küstenschutz zur Verfügung
  • Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 885 Millionen Euro für Küstenländer von 2024 bis 2040
  • Linda Heitmann (Grüne) kritisiert unzureichende Mittel, nennt 1,4 Milliarden Euro als notwendig für Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein bis 2035
  • Heitmann bemängelt fehlende präzise Daten zu Schäden durch Sturmfluten und Überschwemmungen
  • Bundesregierung plant Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für Hochwasserschutzeinrichtungen
  • Experten warnen vor häufiger auftretenden Überschwemmungen und stärkeren Sturmfluten durch den Klimawandel
  • Nordseeküste stark von Klimafolgen betroffen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Bereitstellung von fast einer Milliarde Euro bis 2040 für Hochwasser- und Küstenschutz
  • Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 885 Millionen Euro für Küstenländer von 2024 bis 2040
  • Einschließlich Landesmitteln insgesamt 925 Millionen Euro verfügbar
  • Unzureichende Mittel für notwendigen Sicherheitsbedarf in Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein (mindestens 1,4 Milliarden Euro bis 2035)
  • Kritik an fehlenden präzisen Daten zu bisherigen Schäden durch Sturmfluten, Starkregen und Überschwemmungen
  • Schwierigkeiten bei der Einschätzung des Investitionsbedarfs in naturbasierte Lösungen
  • Erleichterung beim Bau von Hochwasserschutzeinrichtungen
  • Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für Hochwasserschutzbauten
  • Beschleunigung der Rechtsbehelfsverfahren durch Antrags- und Begründungsfristen
  • Zukünftige Zunahme von Überschwemmungen und heftigerer Sturmfluten als Folge des Klimawandels
  • Nordseeküste als stark betroffene Region durch Klimafolgen in Deutschland

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Linda Heitmann, der Berichterstatterin der Grünen-Fraktion für nationalen Meeres- und Küstenschutz, zitiert. Sie äußert, dass die vorgesehenen Bundesmittel "bei Weitem nicht ausreichen".

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert