Grüne werfen Dobrindt "Sabotage" von Integrationskursen vor

Gesellschaftliche Herausforderungen in Berlin

() – Angesichts des Stopps von Entscheidungen des Bundesamts für Migration und (Bamf) über Zulassungsanträge für Integrationskurse wirft die Grünenfraktion Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) Sabotage vor.

„Innenminister Dobrindt sabotiert Sprach- und Integrationskurse“, sagte Filiz Polat, Parlamentarische Geschäftsführerin und Migrationsexpertin der -Bundestagsfraktion, der „Welt“ (Mittwochausgabe). „Mich erreichen zahlreiche Hilferufe von Sprachkursträgern.“

Der Minister versage Kursteilnehmenden die Zulassungen zu den Sprachkursen und verknappe dadurch „massiv das Sprachkursangebot der Träger, da diese nicht mehr genug Teilnehmende zusammenbekommen“, so Polat. „Damit verwehrt er einem Großteil der Geflüchteten den Zugang zu Integrationskursen.“

Wie das Bundesinnenministerium in einer Antwort auf eine schriftliche Frage der Grünen mitteilte, befinden sich Zulassungsanträge für Integrationskurse gemäß Paragraf 44 Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes „derzeit noch in der internen Auswertung“. Derzeit könne „noch nicht sicher gesagt werden, wie lange dieser Prüfprozess noch andauert und wann eine abschließende Entscheidung über die Zulassung getroffen werden kann“.

Kritik äußerte auch der Deutsche Volkshochschul-Verband. „Seit nunmehr über sechs Wochen bearbeitet das Bamf keine Anträge teilnahmewilliger Personen mehr auf Zulassung zu einem Integrationskurs“, sagte Sascha Rex von der Geschäftsstelle des Verbands der Zeitung. „Diese Genehmigung ist notwendig, um einen Integrationskurs besuchen zu dürfen, sofern man nicht vom Jobcenter dazu verpflichtet wurde.“

Laut Aufenthaltsgesetz haben bestimmte Ausländer einen Rechtsanspruch auf die Teilnahme an einem Integrationskurs. Voraussetzung ist, dass sie sich „dauerhaft im Bundesgebiet“ aufhalten. Dies betrifft etwa anerkannte Flüchtlinge oder Erwerbsmigranten. Daneben können Ausländer nach Paragraf 44 Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes vom Bamf auf Antrag zu einem Kurs zugelassen werden, sofern ausreichend Kursplätze zur Verfügung stehen. Dazu zählen Asylbewerber während ihres Asylverfahrens, geduldete Ausländer sowie Ukrainer, die vorübergehenden Schutz in Deutschland erhalten haben. Die - hatte die Teilnahmemöglichkeiten 2022 ausgebaut. Die Zahl der Kursteilnehmer erreichte dadurch ein Rekordniveau.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlingsfamilie in einer „Zeltstadt“ (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexander Dobrindt, Filiz Polat, Sascha Rex

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Grüne, Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Alexander Dobrindt, CSU, Filiz Polat, Deutsche Volkshochschul-Verband, Sascha Rex, Ampel-Koalition

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Grünenfraktion wirft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt vor, durch den Stopp von Zulassungsanträgen für Integrationskurse die Sprach- und Integrationsangebote für Geflüchtete massiv zu behindern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Stop der Entscheidungen des Bamf über Zulassungsanträge
  • Interne Auswertung der Anträge
  • Mangel an Kursplätzen
  • Anstieg der Kursteilnehmer im Vorjahr
  • Rechtsanspruch auf Integrationskurse für bestimmte Ausländer
  • Zahlreiche Hilferufe von Sprachkursträgern
  • Kritische Stellungnahme des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Grüne werfen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Sabotage vor
  • Filiz Polat spricht von Hilferufen von Sprachkursträgern
  • Dobrindt verknappt Sprachkursangebot durch Zulassungsverweigerung
  • Deutsche Volkshochschul-Verband kritisiert Stillstand bei der Bearbeitung von Anträgen
  • Seit über sechs Wochen keine Anträge bearbeitet
  • Zulassungen notwendig für Integrationskursbesuch, wenn nicht vom Jobcenter verpflichtet
  • Aufenthaltsgesetz gewährt bestimmten Ausländern Rechtsanspruch auf Teilnahme an Integrationskursen
  • Ampel-Koalition hatte 2022 Teilnahmemöglichkeiten ausgeweitet, Rekordzahl an Kursteilnehmern

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Sabotagevorwürfe gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt
  • zahlreiche Hilferufe von Sprachkursträgern
  • massive Verknappung des Sprachkursangebots
  • Verwehrung des Zugangs zu Integrationskursen für einen Großteil der Geflüchteten
  • ungewisse Dauer des Prüfprozesses der Zulassungsanträge
  • keine Bearbeitung von Anträgen für Integrationskurse seit über sechs Wochen
  • Genehmigung notwendig für Teilnahme an Integrationskursen
  • mögliche Benachteiligung bestimmter Ausländer in der Teilnahme an Integrationskursen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Filiz Polat, Parlamentarische Geschäftsführerin und Migrationsexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, wirft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt vor, "Sprach- und Integrationskurse zu sabotieren".

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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