Debatte um Teilzeitanspruch läuft richtig heiß

Debatte um Teilzeitregelungen in Deutschland

() – Die am Wochenende vom Wirtschaftsflügel der CDU angestoßene Debatte um eine mögliche Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit hat am Montag richtig Fahrt aufgenommen. Auf dem Bundesparteitag der Christdemokraten Ende Februar soll ein entsprechender Antrag mit dem Titel „Kein Rechtsanspruch auf -Teilzeit“ zur Abstimmung gestellt werden.

Unter anderem äußerte sich die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) am Montagmittag: „In Deutschland leisten viele Teilzeitbeschäftigte einen wichtigen Einsatz für die : mehrheitlich betreuen Kinder, Eltern oder Pflegebedürftige“, sagte sie, und weiter: „Unser Fokus sollte deshalb konsequent auf besseren Rahmenbedingungen liegen, die Arbeit in Vollzeit möglich machen. Dazu zählt eine flächendeckende und qualitativ gute Kinderbetreuung, bezahlbare Pflege und attraktive Vollzeitmodelle.“

Rückendeckung für den Vorschlag gab es dagegen vom arbeitgebernahen Institut der deutschen (IW): „Der Vorschlag aus der CDU, den Rechtsanspruch auf Teilzeit abzuschaffen, ist richtig“, sagte IW-Experte Holger Schäfer. „Arbeitnehmer werden auch ohne ihn weiterhin Teilzeit vereinbaren können. Dafür braucht es keine gesetzliche Privilegierung. Der Rechtsanspruch ist ein Anachronismus aus den frühen 2000er Jahren, als Massenarbeitslosigkeit den Arbeitsmarkt prägte.“

Allerdings ist der Vorschlag einer Abschaffung auch innerhalb der CDU nicht unumstritten. CDU-Präsidiumsmitglied Sebastian Lechner und Chef der Niedersachsen-CDU lehnte ihn klar ab: „Wer Mitarbeiter gewinnen oder halten will, muss unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigen“, sagte er dem „Focus“. „Arbeit muss sich wieder mehr lohnen.“ Außerdem brauche es gerade in Niedersachsen endlich eine verlässliche Kinderbetreuung und eine bessere Unterstützung in der Pflege. „Das sind die entscheidenden Wegmarken, um Menschen zu ermöglichen, ihre Arbeitszeit auszuweiten. Den bestehenden Anspruch auf Teilzeit sollten wir dafür nicht antasten.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mutter mit Kinderwagen (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Elisabeth Kaiser, Holger Schäfer, Sebastian Lechner

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, SPD, Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Niedersachsen-CDU, Focus

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am Montag (dem Tag nach dem Wochenende) und auf dem Bundesparteitag Ende Februar statt. Ein genaues Datum wird jedoch nicht angegeben. Daher lautet die Antwort: Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Debatte über die Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit, angestoßen von der CDU, hat Meinungsverschiedenheiten ausgelöst, wobei einige Stimmen für und andere gegen diese Maßnahme plädieren, während der Fokus auf besseren Rahmenbedingungen für Vollzeitarbeit liegt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Debatte um Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit
  • Antrag auf Bundesparteitag der CDU
  • Parteiintern unterschiedliche Meinungen zur Thematik
  • Wichtige gesellschaftliche Rolle der Teilzeitbeschäftigten, insbesondere Frauen
  • Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für Vollzeitarbeit
  • Hintergrund ist Mangel an Betreuung und Pflege
  • Kritik am Rechtsanspruch auf Teilzeit als überholt

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Diskussion über Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit von CDU angestoßen
  • Antrag auf Bundesparteitag für "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit"
  • Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) spricht sich für bessere Rahmenbedingungen aus
  • IW-Experte Holger Schäfer unterstützt den Vorschlag der CDU
  • Sebastian Lechner (CDU) lehnt Vorschlag ab und fordert Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten
  • Bedarf an verlässlicher Kinderbetreuung und besserer Pflegeunterstützung betont

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Debatte über Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit
  • Antrag zur Abstimmung auf Bundesparteitag der CDU
  • Fokus auf bessere Rahmenbedingungen für Vollzeitarbeit
  • Notwendigkeit flächendeckender und qualitativ guter Kinderbetreuung
  • Bedarf an bezahlbarer Pflege
  • Förderung attraktiver Vollzeitmodelle
  • Unterstützung des Vorschlags durch arbeitgebernahe Institutionen
  • Ablehnung des Vorschlags innerhalb der CDU
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten
  • Notwendigkeitverlässlicher Kinderbetreuung in Niedersachsen
  • Verbesserung der Unterstützung in der Pflege
  • Möglichkeit zur Ausweitung der Arbeitszeit ohne Antastung des bestehenden Teilszeitanspruchs

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Elisabeth Kaiser (SPD) äußert sich dazu, dass der Fokus auf besseren Rahmenbedingungen für Vollzeitarbeit liegen sollte.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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