CDU-Debatte über Teilzeitanspruch in Berlin
Berlin () – Die Forderung des CDU-Wirtschaftsflügels nach einer Abschaffung des grundsätzlichen Rechts auf Teilzeit ist auf massive Kritik aus der eigenen Partei gestoßen.
„Mit einer solchen Einschränkung zäumen wir das Pferd von der falschen Seite auf“, sagte der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). „Ich würde mir auch wünschen, dass mehr Menschen in Teilzeit, die sie oft als Teilzeitfalle empfinden, wieder auf Vollzeit wechseln. Dafür müssen wir aber die Rahmenbedingungen bei Kinderbetreuung und Pflege verbessern, die dies bislang an manchen Stellen unmöglich machen.“
Laut eines Berichts des „Stern“ will der Wirtschaftsflügel der CDU den grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Teilzeit kippen. Ein entsprechender Antrag solle beim Parteitag Ende Februar beschlossen werden. In dem Antrag mit dem Titel „Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“, fordere die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), dass für den Rechtsanspruch eine „besondere Begründung“ vorliegen müsse. Besondere Gründe könnten etwa die Erziehung von Kindern, die Pflege Angehöriger oder Weiterbildungen sein. Freiwillige Teilzeitarbeit ohne Betreuungspflichten hingegen soll nicht mehr möglich sein.
Radtke warnte dringend davor, von der bisherigen Linie der CDU in dieser Frage abzuweichen: Teilzeit auf Pflege und Kinderbetreuung zu begrenzen, hieße auch zu definieren, bis zu welchem Alter und welchem Pflegegrad dies als nötig erachtet werde. „Das kann und soll jede Familie für sich selbst entscheiden. Aus guten Gründen haben wir uns als CDU immer für maximale Wahlfreiheit ausgesprochen.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Dennis Radtke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Forderung des CDU-Wirtschaftsflügels, den Rechtsanspruch auf Teilzeit abzuschaffen, stößt auf heftige Kritik innerhalb der Partei, da dies die Wahlfreiheit der Familien einschränken würde, so der CDU-Sozialflügel-Vorsitzende Dennis Radtke.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung des CDU-Wirtschaftsflügels zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeit
- Massive Kritik aus der eigenen Partei
- Vorschlag von Dennis Radtke zur Verbesserung von Rahmenbedingungen bei Kinderbetreuung und Pflege
- Bericht über Antrag des Wirtschaftsflügels im "Stern"
- Titel des Antrags: "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit"
- Forderung nach besonderer Begründung für Rechtsanspruch auf Teilzeit
- Ablehnung von freiwilliger Teilzeitarbeit ohne Betreuungspflichten
- Warnung von Radtke vor Abweichung von bisheriger CDU-Linie in der Frage der Teilzeit
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Massive Kritik innerhalb der CDU an der Forderung des Wirtschaftsflügels zur Abschaffung des Rechts auf Teilzeit
- Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU-Sozialflügels, äußert Bedenken
- Warnung vor Einschränkungen in der Wahlfreiheit von Familien
- Wirtschaftsflügel plant Antrag zur Einschränkung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit beim Parteitag
- Besondere Begründungen für Teilzeit gefordert, z.B. Kindererziehung oder Pflege Angehöriger
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Massive Kritik aus der eigenen Partei
- Abweichung von der bisherigen Linie der CDU
- Eingeschränkte Wahlfreiheit für Familien
- Notwendigkeit zur Definition von Pflegegrad und Altersgrenzen
- Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung und Pflege gefordert
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Dennis Radtke, der Vorsitzende des CDU-Sozialflügels, äußert sich kritisch zur Forderung des CDU-Wirtschaftsflügels nach einer Abschaffung des grundsätzlichen Rechts auf Teilzeit.
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